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psychische störungen bei kindern und jugendlichen

Blick auf die Stadt und das Wasser (c) qimono / pixabay.de

unsere kinder stehen heutzutage ganz schön unter beobachtung. von vor der geburt, über das erste lachen, den ersten zahn bis hin zum ersten schritt und wort wird schon von klein auf alles dokumentiert. sie als eltern machen das natürlich aus dem grund, dass sie stolz auf die fortschritte und entwicklung ihres kindes sind. zahlreiche eltern- schwangerschafts- und babyportale berichten, was die zur gesunden entwicklung gehört und zeigen abweichungen von der „norm“ auf. als sorgeberechtigte beobachten sie, lesen nach und informieren sich. was ist gut für unser kind und was nicht? wo können wir noch unterstützen und, wie am besten?

finde den fehler

die kindererziehung und -betreuung ist unter anderem auch sache der verwandten, bekannten und freunde – sie geben gute ratschläge und jede menge tipps. beim besuch in der krabbelgruppe wird klein joseph schon mal mit leon verglichen und die mutter von lina fragt beim kinderarzt nach, warum andere babys in linas alter schon krabbeln, lina aber nicht. unsere zeitschriften sind voll mit einem scheinbar neuen problem – schreiende kinder, tobende klassen, aggressive jugendliche. neue begriffe, wie ads, adhs, persönlichkeitsstörung drängen auf den markt. kinder gehen mit ihren eltern zum psychiater. die diagnose lautet immer öfter psychische störungen!

war das früher auch so?

machen sich mütter und väter von heute mehr gedanken als unsere eltern damals? waren wir früher als kinder wirklich einfacher? hatten unsere eltern tatsächlich weniger probleme mit uns? ist es wirklich ein neues phänomen oder nur unser subjektives empfinden? ist die gesellschaftliche entwicklung schuld oder läßt sich unsere adlerauge mit dem technischen fortschritt erklären? wo ist der unterschied zwischen einem normal bockigen und einem aggressiv-dissozialem verhalten?

wie können therapeuten ratlosen eltern helfen?

die psychiaterin lioba baving stellt in ihrem buch „störungen des sozialverhaltens“ relevantes wissen für erfolgreiche therapien dar. hier finden betroffene eltern antworten auf viele fragen übersichtlich, praxisorientiert und handlungsbezogen dargestellt. besonderes augenmerk legt baving auf den umgang mit akut aggressiven kindern und jugendlichen in notsituationen. sie zeigt konkrete handlungsvorschläge zur bewältigung dieser schwierigen situationen.

die ersten drei kapitel sind der geschichte und der definition der störung sowie den verschiedenen aspekten ihrer entstehung gewidmet. darauf folgen diagnostische leitfragen, welche die jugendlichen nach ihrer individuellen problematik einordnen und begleitende störungen identifizieren. beschreibungen zum verlauf und zu prognosen sowie informationen zur forschung auf diesem gebiet runden das buch ab.

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