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Regional noch beliebter als „Bio“

Ernährung | Aubergine (c) familienfreund.de

Muss es selbst im Winter Spargel geben oder gar frische Erdbeeren, die Tausende von Kilometern zurückgelegt haben? Immer mehr Verbraucher stellen sich diese Frage. Regional und saisonal erlebt in der Küche, die bestimmte Obst- und Gemüsesorten oft nur für wenige Wochen im Jahr bereithält, eine regelrechte Renaissance.

(djd/pt). Viele Gründe sprechen dafür: Spezialitäten behalten dadurch ihren Reiz, dass sie nicht ständig verfügbar sind. Zudem sorgt der Anbau vor Ort für kurze Transportwege und somit für eine gute ökologische Bilanz. „Regional“ ist in, nicht nur beim Einkauf direkt auf dem Bauernhof, sondern auch im Supermarkt, das hat eine Studie von A.T. Kearney ergeben: Mehr als 70 Prozent der Befragten kaufen demnach mehrmals im Monat heimische Lebensmittel ein – damit sei die regionale Herkunft sogar noch beliebter als das Qualitätssiegel „Bio“.

Vom Harz bis an die Nordsee

Auch auf der Ernährungs- und Landwirtschaftsmesse „Grüne Woche“ vom 17. bis 26. Januar 2014 in Berlin stehen heimische Erzeugnisse hoch im Kurs. Regionalität bedeutet dabei keineswegs Eintönigkeit – ganz im Gegenteil. Immer mehr Landwirte vermarkten nicht nur ihre Erzeugnisse, sondern verarbeiten sie auch selbst weiter und probieren dabei immer wieder neue Rezepturen aus. Regionale Geschmacksvielfalt können Besucher der Messe an vielen Orten erleben. Kostproben typischer Spezialitäten vom Harz bis an die Nordsee geben beispielsweise 87 Aussteller alleine in der Niedersachsenhalle. Besonders im Mittelpunkt steht dabei die Milch, die vom fruchtigen Shake bis zur Käsespezialität in zahlreichen Variationen serviert wird. Typisch regional sind auch die Harzer Whiskey-Mettwurst oder Schinken, der bei frischer Nordseeluft auf der Insel Norderney gereift ist. Selbst ein Bäcker, der vor Ort den Ofen für frisches Brot heizt, darf nicht fehlen. Unter www.niedersachseninberlin.de gibt es mehr Informationen zu dem umfassenden Programm.

Direktvermarktung nimmt zu

Mit Regionalität verbinden viele Verbraucher den Einkauf auf dem Bauernhof – und das aus gutem Grund. Das Angebot wächst seit Jahren, in Niedersachsen etwa kommt bereits ein Direktvermarkter auf durchschnittlich 7.000 Einwohner. Spargel, Kartoffeln und Obst aus eigenem Anbau sind dabei besonders gefragt. Fast drei von vier Direktvermarktern verarbeiten ihre Erzeugnisse zudem weiter, hat die Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft ermittelt. Die Erfolge sprechen dabei für sich: Der Anteil der direktvermarktenden Betriebe, die mehr als die Hälfte ihres Einkommens aus dem Ab-Hof-Verkauf erzielen, ist in den vergangenen acht Jahren von 30 auf knapp 40 Prozent gestiegen. Und der Kunde kann sicher sein, die Herkunft von Fleisch, Obst und Gemüse genau zu kennen.

Informationen zur Grünen Woche

(djd). Die „Internationale Grüne Woche“ (17. bis 26. Januar 2014) gilt als weltweit größte Verbraucherausstellung für Landwirtschaft, Lebensmittel und Gartenbau. 2013 kamen mehr als 400.000 Besucher nach Berlin. Seit 1979, länger als jedes andere Bundesland, präsentiert sich Niedersachsen in einer eigenen Halle. Landwirtschaft und Tourismus stehen dabei im Mittelpunkt. Auf 2.000 Quadratmetern stellen sich in der Messehalle 20 fast 90 regionale Aussteller vor. Mehr Informationen gibt es unter www.niedersachseninberlin.de sowie unter www.gruenewoche.de auf der Homepage der Messe.

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