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Internet: Sachsen ans Netz

Internet | Browser (c) Markus Hein / Pixelio.de

Statistik ist was wunderbares. Damit hat man zumindest im Ansatz eine Ahnung, wie und wohin sich bestimmte Themen entwickeln. Das statistische Landesamt in Kamenz gab bekannt, dass die Sachsen im „Internet-Entwicklungsgebiet“ leben. 57% der Haushalte im Freistaat können bereits ins Internet gehen. Damit bildet Sachsen das Schlusslicht. Was die Frequenzen angeht, gibt es in Sachsen auch noch Nachholbedarf. Nur 41,8% der Haushalte verfügen über einen Breitbandanschluss. Der absolute Spitzenreiter ist das Bundesland Schleswig-Holstein, wo 80% aller Haushalte Zugang zum Netz haben.

2011: 28 Millionen Haushalte in Deutschland haben einen Breitbandanschluss

Im Jahr 2011 waren schon 77 % der privaten Haushalte in Deutschland mit einem Internetzugang ausgestattet, davon besaß die Mehrheit (93 %) eine schnelle Internetverbindung (Breitbandanschluss). Das Statistische Bundesamt (Destatis) gab an, dass insgesamt 28 Millionen private Haushalte schon eine schnelle Internetverbindung hatten. Die Zugangswege zum Internet sind sehr vielfältig, eine Reihe von Haushalten nutzt dabei mehrere Verbindungsarten. Am weitesten verbreitet ist der DSL-Anschluss: 82 % der Haushalte mit Internetzugang nutzten diese Art des Breitbandanschlusses. Ein Drittel der Haushalte mit Internetzugang (29 %) verwendete weitere Breitbandanschlussarten, um ins Internet zu gelangen. Hierzu zählen kabelgebundene Internetanbindungen zum Beispiel über TV-Kabel, Stromkabel oder Glasfaserkabel, mit denen 11 % der Haushalte mit Internetzugang ausgestattet waren. Schnelle mobile, drahtlose Internetanbindungen über Handy/Smartphone oder über Laptop-Karte beziehungsweise USB-Stick wurden in 2011 von 19 % der Haushalte mit Internetzugang genutzt. Schnelle ortsgebundene drahtlose Internetanbindungen (zum Beispiel Satellit, WiMax) spielten dagegen für den Zugang von zu Hause aus kaum eine Rolle. Basis dieser Ergebnisse ist die Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) zur Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in privaten Haushalten.

Standortfaktor “Schnelles Internet“ – Deutschland weiterhin nur im Mittelfeld

Im Jahr 2013 verfügte in Deutschland erst jedes vierte internetnutzende Unternehmen (25 %) mit 10 und mehr Beschäftigten über schnelles Internet mit einer vertraglich festgelegten Datenübertragungsrate von mindestens 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, erhöhte sich zwar der Anteil gegenüber 2011 um knapp 9 Prozentpunkte, dennoch lag Deutschland im europäischen Vergleich (EU-28: 20 %) auch im Jahr 2013 weiterhin nur im Mittelfeld: In Dänemark nutzten bereits 44 % der Unternehmen eine Übertragungsgeschwindigkeit von mindestens 30 Mbit/s. In den Nachbarländern Belgien und den Niederlanden betrug der Anteil jeweils 41 %. Schnelles Internet mit Down- und Upload-Raten von 30 Mbit/s oder mehr ist nur über eine Breitbandverbindung möglich. Betrachtet man alle Unternehmen in Deutschland, so ist die Breitbandnutzung in den vergangenen Jahren zwar gestiegen, jedoch verfügten im Jahr 2013 immer noch 16 % der Unternehmen mit Internetzugang über kein festes Breitband. 8 % der Unternehmen gingen sogar lediglich über ISDN oder eine analoge Telefonverbindung ins Internet.

Eine schnelle und effektive Internetverbindung ist für Unternehmen zunehmend ein wichtiger Standortfaktor. Sie ist Voraussetzung für die Nutzung moderner digitaler Anwendungen und Dienstleistungen und bietet damit Unternehmen zusätzliche Wettbewerbsvorteile. So präsentierten sich in Deutschland im Jahr 2013 bereits 66 % der Unternehmen online mit einer eigenen Website. Mehr als jedes dritte Unternehmen (37 %) nutzte soziale Medien, um sich unter anderem mit Kunden und Geschäftspartnern auszutauschen. Auch für den Onlinehandel ist eine schnelle Internetverbindung unabdingbar. 49 % der Unternehmen in Deutschland tätigten ihre Ein- und Verkäufe im Jahr 2012 auch elektronisch (E-Commerce). Der Anteil des über elektronischen Handel generierten Umsatzes in Deutschland betrug im Jahr 2012 bereits 12 % des Gesamtumsatzes aller Unternehmen.

Weitere Auskünfte gibt:

Gesine Petzold

Telefon: (0611) 75-8224,
www.destatis.de/kontakt

Herausgeber:
© Statistisches Bundesamt Pressestelle

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