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Schluss mit Phishing und Datenklau im Internet war unser Thema am 11.10.2012

Computer (c) familienfreund.de

Online ist – zumindest hier in unserem Portal für (Familien)themen rund um die bessere Vereinbarkeit von Erwerbsleben und Freizeit – unser Metier. Im Expertenchat antworteten die Profis auf Ihre Fragen.

Der Siegeszug des Internets ist noch lange nicht beendet. Dennoch hat man schon jetzt den Eindruck, dass fast alle Deutschen längst im Internet unterwegs sind. Und tatsächlich: Laut (N)ONLINER Atlas nutzen 2012 bereits 75,6 Prozent von ihnen das Internet. Man trifft sich bei Xing und Facebook, kauft im Versandhaus oder erwirbt selbst gemachte Unikate auf speziellen Portalen, Onlinebanking gehört für viele zum Alltag und sogar bei der Geldanlage spielt das Internet inzwischen oft eine wichtigere Rolle als der Berater bei der Hausbank. Die Yahoo-Studie „Finanzberater Internet“ aus dem Jahr 2012 hat offengelegt, dass jeder Zweite online recherchiert, wenn er sich über Finanzen informieren möchte.

Von denen, die sich online schon einmal über Finanzen informiert haben, vertraut die Hälfte den Berichten professioneller Journalisten und den Berichten anderer Internet-Surfer. Der große Einfluss des Internets auf den Alltag zeigt sich in vielen Bereichen. Wie viele Fragen dabei auftauchen, zeigte das rege Interesse der Anrufer bei unserem Expertentelefon. Unsere Experten beantworteten viele Fragen und gaben Tipps, die den Umgang mit dem Internet sicherer machen.

Am Telefon saßen für Sie:

  • Olaf Pursche, Ressortleiter des Sicherheits-Centers bei der Redaktion COMPUTER BILD
  • Thomas Gerschütz, Experte im E-Business-Bereich bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth
  • Björn Wrase, Rechtsanwalt in Hamburg, Experte für IT- und Internetrecht

Geht es um die Sicherheit im Internet, ist das Interesse an Virenschutz-Programmen besonders groß. Doch auch die Unsicherheit der Internet-Nutzer ist in diesem Punkt beträchtlich. Woran Verbraucher einen guten Virenschutz erkennen können, ist daher eine wichtige Frage, die Olaf Pursche beantwortete: „Erkennen lässt sich das für Nutzer kaum. Generell gilt: besser eine Virenschutz-Software als gar keine. Noch besser schützt eine Internet-Security-Suite mit Firewall und weiteren Modulen. Die Programme müssen sich ständig selbst per Internet aktualisieren. Welches das Beste ist, lesen Sie in den Tests einschlägiger Fachzeitschriften.“

Vorsicht vor Spyware und Daten-Phishing

Thomas Gerschütz von den Ergo Direkt Versicherungen warnte vor Spyware: „Spyware kundschaftet die Daten auf einem Computer aus und versendet sie – entweder an denjenigen, der die Spyware erdacht hat, oder an andere Adressaten. Diese Informationen werden beispielsweise genutzt, um dem Computerbesitzer Werbung einzublenden, die seinen Interessen entspricht. Die Daten können aber auch für illegale Handlungen genutzt werden. Schutz bieten die üblichen Schutzsysteme, die auch bei anderen Schadprogrammen eingesetzt werden.“ Aber auch das Daten-Phishing birgt hohe Risiken für Internet-Nutzer: „Phishing ist das Abgreifen fremder Nutzerdaten über gefälschte Internetseiten. Opfer werden meist per Mail oder Kurznachricht auf solche Seiten gelockt. Am besten ignoriert man solche Locknachrichten komplett. Denn gerade Banken verschicken keine Mails, die zur Eingabe von Nutzerdaten auffordern“, erklärt Olaf Pursche.

Einkaufen im Internet

Es ist ungemein praktisch, online einzukaufen. Immer populärer wird diese moderne Art, sich mit allem zu versorgen, was das Herz begehrt. Man sollte als Verbraucher aber immer die eigene Sicherheit im Blick haben: „Es gibt prinzipiell drei Gefahrenstellen: Ihr eigenes Gerät, mit dem Sie ins Web gehen, die Verbindung zum Anbieter und der Anbieter selbst“, erklärt Thomas Gerschütz, „kaufen Sie nur bei seriösen Anbietern ein, die zum Beispiel eine verschlüsselte Verbindung aufbauen, sobald persönliche Daten einzugeben sind. Auch sollte der Anbieter auf seiner Website sachlich einleuchtende und verständliche Aussagen über den Umgang mit Ihren Angaben machen. Bei Einkäufen im Ausland weist Rechtsanwalt Björn Wrase darauf hin, dass der Verbraucher auch in diesem Falle Schutz genießt: „Selbst wenn ein Artikel von einem Händler aus dem Ausland erworben wurde, besteht die Möglichkeit, diesen Händler gerichtlich in Deutschland in Anspruch zu nehmen, in der Regel sogar am Wohnsitz des Verbrauchers. Sofern eine Auslieferung des Artikels nicht erfolgt, kann der Verkäufer vor einem deutschen Gericht zum einen aufgefordert werden, die Ware herauszugeben. Zum anderen könnte aber auch die Rückzahlung des bereits geleisteten Kaufpreises gerichtlich verlangt werden.“

Achtung bei sensiblen Daten

Insbesondere in Bezug auf den Abschluss eines sensiblen Vertrags mit einer Versicherung oder einer Bank sagte Thomas Gerschütz: „Auch wenn man dem Anbieter vertraut, sollte man darauf achten, dass es zum Beispiel keine technischen Schwachstellen gibt. So sollte die Verbindung zur Website des Anbieters verschlüsselt sein. Zusätzlich sollte geprüft werden, wie der Anbieter mit den Angaben zur Gesundheit oder zum Einkommen umgeht. Bei Maklern kann es übrigens vorkommen, dass die Angaben nicht nur an die Versicherung oder Bank weitergegeben werden, mit der man einen Vertrag abschließen möchte, sondern auch beim Makler verbleiben und dort weiter genutzt werden.“

Kinder und Internet

Datensicherheit und Geld spielen im Internet eine große Rolle. Doch besonders sensibel sollte man auch sein, wenn es um Kinder und das Internet geht. Olaf Pursche empfiehlt spezielle Kinderschutzprogramme, mit denen sich festlegen lässt, welche Seiten Kinder im Internet besuchen können und welche nicht: „Auch der Zugriff auf Programme und Dateien lässt sich so regeln, ebenso PC-Nutzungszeiten. Allerdings sollte man diese Programme nicht über- und Kids nicht unterschätzen. Die Begleitung und Beratung durch Eltern ersetzen sie nicht.“

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