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schüler fordern grundrecht auf ausbildung

Handschlag (c) Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

gestern haben vertreter des bündnisses aus landesschülervertretungen (lsv), der gewerkschaft erziehung und wissenschaft (gew) und der dgb-jugend  dem deutschen bundestag in berlin eine petition mit 72.000 unterschriften übergeben. darin fordern sie ein grundrecht auf ausbildung. „weder der ausbildungspakt zwischen bundesregierung und wirtschaft, noch die wirtschaftlich gute lage hat dafür gesorgt, dass es ausbildung für alle gibt“, so gew-vorstandsmitglied stephanie odenwald. „nach wie vor bilden nur 24 % aller unternehmen aus.“

der hessische landesschulsprecher möchte erreichen, dass unabhängig von der wirtschatlichen lage alle schüler einen ausbildungsplatz erhalten. mit der petition soll „allen jugendlichen, die ohne ausbildungsplatz ein leben ohne perspektiven führen müssen“, eine starke stimme gegeben werden. die mitbeteiligung der unternehmen an der ausbildungsfinanzierung fordert dgb-bundesjugendsekretär rené rudolf. denn „während die unternehmen schon wieder über fachkräftemangel klagen, stehen immer noch mehr als 350.000 so genannte altbewerber auf der straße.“

im frühjahr 2007 haben der dgb und die mitgliedsgewerkschaften die initiative „ausbildung für alle“ gestartet. die initiative unterstützt die forderung der lsv, das recht auf ausbildung in das grundgesetz aufzunehmen und so ein auswahlfähiges angebot an ausbildungsplätzen zu schaffen. ein auswahlfähiges angebot an ausbildungsplätzen ist gewährleistet, wenn die zahl der ausbildungsplätze den tatsächlichen bedarf um 12, 5 % übersteigt. im vergangenen jahr fehlten dazu 200.000 plätze in deutschland.

unterdessen versprach sachsens arbeitsminister thomas jurk allen jugendlichen in sachsen eine ausbildung. „jeder jugendliche in sachsen, der eine ausbildung möchte, soll sie auch bekommen.“ bei erfolgloser bewerbung um eine betriebliche stelle gibt es konkrete hilfe. in diesem jahr stellt der freistaat zusätzlich 3.500 ausbildungsplätze in sachsen zur verfügung. die vereinbarung über die finanzierung der dafür anfallenden kosten von rund 49 mio euro wird am freitag in berlin unterzeichnet. die kosten für die ausbildungplätze werden anteilig vom bund, der eu und dem freistaat sachsen getragen.

der wirtschaftsminister rief alle jugendlichen, die in diesem sommer die schule verlassen auf, sich aktiv um einen ausbildungsplatz zu bemühen. „die chancen, in eine betriebliche ausbildung aufgenommen zu werden, sind so gut wie lange nicht mehr“, sagte der minister nach der kabinettssitzung. aufgrund des fortschreitenden fachkräftemangels und des demografischen wandels suchen die unternehmen händeringend nach auszubildenden. sollten die jugendlichen dennoch keinen ausbildungsplatz finden, stehen ergänzend staatliche plätze zur verfügung.

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