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schulbedarfspaket ab august 2009

Geld | Scheine und Münzen (c) Rainer Sturm / pixelio.de

am 22.12.2008 verabschiedete die bundesregierung im familienleistungsgesetz u.a. das schulbedarfspaket. 100 euro gibt es demnach für den schulbedarf jährlich am 1.08. nun ist diese regelung nicht wie gefordert an den bedarf der kinder sondern an die hilfsbedürftigkeit eines elternteils zum stichtag gekoppelt.

artikel 24a sgb 2 wurde wie folgt erweitert:

„schüler, die das 25. lebensjahr noch nicht vollendet haben und die eine allgemeinbildende oder eine andere schule mit dem ziel des erwerbs eines allgemeinbildenden schulabschlusses besuchen, erhalten bis zum abschluss der jahrgangsstufe 10 eine zusätzliche leistung für die schule in höhe von 100 euro, wenn mindestens ein im haushalt lebender elternteil am 1. august des jeweiligen jahres anspruch auf leistungen zur sicherung des lebensunterhalts nach diesem buch hat.

schüler, die nicht im haushalt ihrer eltern oder eines elternteils leben, erhalten unter den voraussetzungen des § 22 abs. 2a die leistung nach satz 1, wenn sie am 1. august des jeweiligen jahres leistungen zur sicherung des lebensunterhalts nach diesem buch erhalten. der zuständige träger der grundsicherung für arbeitsuchende kann im begründeten einzelfall einen nachweis über eine zweckentsprechende verwendung der leistung verlangen.“

kritisch beäugten nun hartz-4-experten diesen einschub und klar ist, dass z.b. kinder, die weiterführende schulen besuchen und das abitur machen (klassen 11 bis 13) generell keinen anspruch auf diese beihilfe haben. leider dürfen/müssen eltern das schon in der 4. klasse entscheiden und folgen nicht nur ihrem bauchgefühl sondern auch der ausgesprochenen bildungsempfehlung. seit dem februar 2005 ist es möglich auch mit einem notendurchschnitt von 2,5 aufs gymnasium zu wechseln. diese änderung bescherte im folgendem schuljahr 2006/07 schon 55 % der schüler die bildungsempfehlung fürs gymnasium.

und das ist gut so, denn wir brauchen gut ausgebildeten nachwuchs. und das abitur ist immer noch eine zugangsvoraussetzung für das studium direkt nach der schule. sonst ist studieren nur auf umwegen möglich, z.b. berufsbegleitend oder/und, wenn man genügend berufserfahrung in einem anerkannten ausbildungsberuf nachweisen kann. nun werden sie, liebe eltern, ihre entscheidung nicht von den 100 euro abhängig machen. fakt ist jedoch, dass auch die letzten ergebnisse der pisastudie offenlegten, dass der schulerfolg eines kindes immer noch zu stark von der sozialen herkunft abhängig ist. die chance hätte hier bestanden diese sozialen unterschiede aufzuweichen. die zahlung an das kind und die unabhängigkeit von der schulart hätten langfristig die chancengleichheit erhöht.

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