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Seebenischer entdecken ihre KiTa Forscherinsel

Kind knobelt am Tisch (c) Gerd Altmann / pixelio.de

Awo-Kindertagesstätte ihrer Bestimmung übergeben – In dem kleinen Markranstädter Ortsteil Seebenisch schien gestern der ganze Ort auf den Beinen zu sein. Jung und Alt drängten sich, um einen Blick ins Innere der KiTa „Forscherinsel“ zu werfen. Im zurückliegenden Halbjahr war der Neubau noch neugierig beäugt worden. Gestern wurde die Kindereinrichtung ihrer Bestimmung übergeben.

„Schade, dass meine Enkel schon groß sind und weit entfernt wohnen“, bedauerte Stadtrat Rüdiger Kunzemann beim Gang durch die Räume. In Gedanken versunken stand Stadträtin Karin Rödger, die viele Jahre die Kindereinrichtung am Hoßgraben geleitet hatte, im Kindercafé und malte sich die Räume aus. „Hier würde ich auch gern arbeiten“, schwärmte die Rentnerin. Und Steffen Conrad erkundigte sich bei Astrid Buffi, der Leiterin der Kindereinrichtung der Arbeiterwohlfahrt (Awo), wie es mit einem Krippenplatz aussieht. Noch zwei Wochen habe Madeleine Kopsch zwar Zeit, bis ihr gemeinsames Baby kommt. Das soll aber ebenso wie Sohn Kevin die Einrichtung besuchen. „Es ist sehr schön geworden und gibt so viel Platz“, lobten die Eltern.

Komplimente wie dieses hörten die Verantwortlichen natürlich gern, zumal das Projekt in „obergigantisch kurzer Bauzeit“ über die Bühne ging, wie Carina Radon sagte. Die Markranstädter Bürgermeisterin erinnerte daran, dass vor Jahresfrist noch mit Landwirt Kurt Landmann der Flächentausch vereinbart wurde. „Es musste alles rasch entschieden werden“, sagte sie. Als der Landkreis signalisierte, dass noch Fördermittel für Kindergärten zu haben seien, dachte sie eher an Geld für Sanierungen. „Doch es gab nur Geld für einen Neubau, also beschlossen wir einen Neubau.“ Die Situation sei nicht optimal gewesen, doch da mit dem „Spatzenhaus“ in Großlehna bereits ein gutes Beispiel vorhanden gewesen sei, wurde in Seebenisch daran angeknüpft.

„Im Oktober habe ich die ersten Striche an dem Projekt gemacht“, sagte Architekt Torsten Markurt. Zwei Tage vor Weihnachten wurde bereits Richtfest gefeiert. Entstanden ist ein Haus, in dem künftig 80 Mädchen und Jungen betreut werden können. Aufgrund des Umzugs aus dem Grundschulgelände erweitert sich das Team um Astrid Buffi um vier Personen.

Der Neubau kostete 700 000 Euro, wovon etwa die Hälfte Fördermittel aus Töpfen des Freistaats sind, wie Thomas Pfeifer, Leiter des Kreis-Jugendamts, sagte. Baubiologisch sei alles dran und drin, was machbar ist: Putz, Farbe, Bodenbeläge ohne schädliche Baumaterialien. Der Erde wird Energie zum Heizen entzogen, die Fenster sind dreifach verglast …

Alles ist gerichtet. Ab Montag können die Kinder kommen und sich ihre Zimmer einrichten.

Quelle:  Cornelia Lachmann, LVZ vom 28./29. Juli 2007 Seite 26

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