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So bleiben die Augen gesund

Sehtest beim Augenoptiker (c) skeeze / pixabay.de

Die Augen gesund zu erhalten, das kann lebenswichtig sein. Denn wer nicht gut sieht, nimmt Sinneseindrücke nur eingeschränkt wahr und findet sich auch im Straßenverkehr schlechter zurecht. Eine häufige Folge: Menschen, die Probleme mit den Augen haben, ziehen sich aus dem gesellschaftlichen Leben zurück und vereinsamen.

Denn schließlich werden mehr als 70 Prozent aller Aktivitäten über die Augen angeregt. Doch wie oft sollte man zu Vorsorgeuntersuchungen gehen – und müssen ältere Menschen mehr auf Sehprobleme achten als jüngere? Welche Krankheiten lassen sich wirksam behandeln und wie sehen neueste technische Entwicklungen aus, mit denen Augenärzte ihren Patienten helfen können? Dazu gab es viele Fragen bei unserer Expertentelefonaktion.

Am Telefon saßen für Sie:

  • Prof. Dr. med. Bernd Bertram, Facharzt fuer Augenheilkunde in Aachen und Erster Vorsitzender des Berufsverbands der Augenaerzte Deutschlands e.V.
  • Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi, Facharzt fuer Augenheilkunde in Dillenburg und erfahrener Operateur mit den Schwerpunkten Augenlaserverfahren sowie funktioneller und aesthetischer Lidchirurgie
  • Prof. Dr. med. Joachim Esser, Facharzt fuer Augenheilkunde, Professor an der Medizinischen Fakultaet Essen, Spezialist mit dem Schwerpunkt Strabologie (Therapie von Schielerkrankungen) und Neuroophthalmologie (Behandlung neurologischer Erkrankungen, die mit Sehstoerungen einhergehen, etwa Sehschaerfeverlust)
  • Prof. Dr. med. Nicole Eter, Direktorin der Universitaets-Augenklinik Muenster. Zu ihren wissenschaftlichen Arbeitsgebieten zaehlen die Behandlung der altersabhaengigen Makuladegeneration und die Nanotechnologie am Augenhintergrund.
  • Prof. Dr. med. Esther Hoffmann, Leiterin des Augendiagnostikzentrums (ADC) Mainz, Expertin fuer Glaukomdiagnostik und -behandlung
  • Dr. med. Martin Bresgen, Facharzt fuer Augenheilkunde in Koeln, langjaehrige Erfahrung in der Augenchirurgie mit besonderem Schwerpunkt in der Operation des Grauen Stars (Katarakt)

„Je früher Augenkrankheiten entdeckt werden, desto einfacher und erfolgreicher ist ihre Behandlung“, lautet das Credo von Prof. Dr. Bernd Bertram. Der Erste Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands plädiert für regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen. Kinder, in deren Familie keine Veranlagung zu Augenkrankheiten besteht, sollten zwischen dem 31. und 42. Monat zum ersten Mal zur Früherkennung gebracht werden. Erwachsenen rät Prof. Bertram, sich ab dem 40. Lebensjahr alle zwei Jahre kontrollieren zu lassen. Denn: „Das Risiko, dass sich Krankheiten wie Grüner oder Grauer Star entwickeln, steigt im Laufe der Zeit“, erklärt der Experte.

Grüner Star verursacht lange keine Symptome

Nicht alle Vorsorgeuntersuchungen werden von der Kasse bezahlt, so zum Beispiel die Früherkennungstests für den Grünen Star, auch Glaukom genannt. „Wir empfehlen diese Untersuchung jedoch, um einen irreparablen Schaden am Auge zu verhindern“, sagt Prof. Dr. med. Esther Hoffmann. Das Tückische am Glaukom ist nämlich, dass diese Erkrankung über lange Zeit keine Symptome verursacht und häufig erst bemerkt wird, wenn es für eine optimale Therapie schon zu spät ist. Ähnlich ist es bei einer beginnenden Makuladegeneration – dabei wird die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges angegriffen. „Nur der Arzt kann diese Krankheit mit Hilfe ausgefeilter Diagnosemethoden feststellen, bevor es zu einer spürbaren Veränderung des Sehvermögens kommt“, erläutert Prof. Bertram.

Auch Säuglinge können fehlsichtig sein

Doch nicht nur die ältere Generation, sondern schon Säuglinge können an den Augen erkranken. „Eine Fehlsichtigkeit lässt sich mit der so genannten Schattenprobe oder Skiaskopie rasch und schmerzfrei feststellen oder ausschließen“, sagt Prof. Dr. med. Joachim Esser. Eltern sollten aufmerksam werden, wenn das Kind auffällig schielt, wenn die Augen zittern oder sich die Pupillen grau-weißlich verfärben. Auch Veränderungen an den Lidern und Trübungen der Hornhaut sind Warnsignale. Werden Sehstörungen nicht frühzeitig ärztlich behandelt, droht eine lebenslange Sehschwäche.

Neue Behandlungsmethoden helfen frühzeitig

Eine Fülle von neuen Behandlungsmethoden können gravierende Probleme mit den Augen jedoch immer wirkungsvoller verhindern. Dazu gehört beispielsweise das Lasern – ein Verfahren, bei dem man sich nach Worten von Dr. med. Kaweh Schayan-Araghi am besten auf einen Spezialisten verlässt, der ein Lasik-TÜV-Siegel besitzt. Zu den häufigsten Eingriffen zählt darüber hinaus die Operation des Grauen Stars. „Jahr für Jahr werden in Deutschland etwa 600.000 solcher Eingriffe vorgenommen – mit sehr gutem Erfolg“, betont Dr. med. Martin Bresgen. Auch die Netzhautveränderungen von Diabetikern können heute vom Augenarzt durch Medikamente und eine Lasertherapie gut behandelt werden. „Sie müssen allerdings rechtzeitig erkannt werden – das ist die Voraussetzung dafür, dass das Sehvermögen bewahrt wird. Diabetiker sollten ihre Augen alle sechs bis zwölf Monate kontrollieren lassen“, sagt Prof. Dr. med. Nicole Eter.

Welche Themen sollen wir bei unseren Telefonforen einmal aufgreifen ? Möchten Sie in Ihrem Unternehmen einen Familienchat, also eine technikunterstütze Variante, durchführen. Nutzen sie den Familienruf und lassen sie uns wissen in welcher Art und zu welchem Thema wir sie ganz individuell informieren dürfen.

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