Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

Gesucht und gefunden – So kommt der neue Job übers Netz zum Bewerber

Staubsaugen (c) familienfreund.de

Wer über das Internet einen neuen Job sucht, dem eröffnen sich immer mehr Möglichkeiten. Denn inzwischen sind dort zunehmend Personalverantwortliche von Unternehmen unterwegs, um Kandidaten zu finden, die für sie interessant sind. Der Mangel an geeigneten Fachkräften für viele ausgeschriebene Stellen führt dazu, „dass viele Top-Unternehmen bereits eigene Teams gebildet haben, die in Jobportalen nach Kandidaten Ausschau halten“, beobachtet Carsten Franke, Sprecher der Stellenbörse JobStairs.

Darauf können sich Bewerber gezielt einstellen und entsprechende Profile einrichten. Fragen dazu stellten Frauen und Männer unseren Experten im Chat auf www.experten-im-chat.de:

Im Chat saßen für unsere Leser:

  • Sandra Hoffmann (Bertrandt), Leiterin des Bereichs Personalmarketing und Personalentwicklung einschließlich des Ausbildungsbereichs der Bertrandt AG. Hier ist sie für die Prozesse der Themenbereiche und die notwendigen Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -weiterentwicklung verantwortlich.
  • Carsten Franke (JobStairs), Sprecher der Stellenbörse JobStairs. Überdies ist er Vorstand der milch & zucker The Marketing & Software Company AG, Bad Nauheim/Hamburg. Er betreut und berät Unternehmen zu den Themen Employer Branding, Personalmarketing, Recruiting und Online-Jobbörsen.
  • Dennis Blöcher (STIHL), Leiter Personalreferat sowie Leiter Personalmarketing beim schwäbischen Motorsägen und Gerätehersteller Andreas Stihl. Er studierte bis 2003 Psychologie und Betriebswirtschaft und ist seitdem bei STIHL in wechselnden Personalfunktionen tätig. Er ist unter anderem für Maßnahmen und Kampagnen im Bereich Recruiting zuständig.

Die vielen Möglichkeiten der Stellensuche

Generell ist es für Bewerber wichtig zu wissen, wo und wie sie sich am besten positionieren, um interessante zukünftige Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. Personalexperte Dennis Blöcher rät: „Bewerber können bei Xing ein Profil anlegen, in dem sie Angaben zu Berufserfahrung, Ausbildung, Qualifikationen, Interessen etc. machen. So können sie von Personalern gefunden und über Xing kontaktiert werden.“ Außerdem sei es auf diese Weise möglich, sich über Trends zu informieren und mit Kollegen sowie Geschäftspartnern in Kontakt zu bleiben. „Auch auf www.jobstairs.de können Bewerber ihr Profil einstellen. Mit dem Stellengesuch landet es direkt bei den 57 Partnerunternehmen“, erklärt Carsten Franke, der viele Unternehmen zum Thema Recruiting berät.

Wie Bewerber positiv auffallen

Wer seine Qualifikationen ins Netz stellt, möchte damit einen guten Eindruck machen – späteres Arbeitsverhältnis erwünscht! Dennis Blöcher verrät, wie man dies erreicht: „Die idealen Kandidaten schauen sich die Anforderungen, die in der Stellenbeschreibung genannt sind, genau an und heben entsprechende Qualifikationen hervor. Neben den erforderlichen Qualifikationen, die für das Unternehmen wichtig sind, ist die Sozialkompetenz bedeutend. Dazu gehören beispielsweise Kritik-, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit sowie Engagement.“ Personalentwicklerin Sandra Hoffmann nennt die Expertisen, nach denen sie und ihre Kollegen aktuell Ausschau halten:„Bei Bertrandt sind gerade Elektronikspezialisten, Informatiker und Motorspezialisten gefragt. Auch Mechatroniker haben sehr gute Chancen. Mit Kompetenzen im Bereich Projektmanagement oder interkulturelle Projekterfahrung haben Bewerber gute Chancen.“

Die richtige Selbstdarstellung

Wenn es dann darum geht, Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen, ist laut Dennis Blöcher Vollständigkeit gefragt: „Wir Personaler möchten gerne alle Zeugnisse sehen. Wenn jemand von einem Unternehmen Zwischenzeugnisse und ein Endzeugnis hat, kann er die Zwischenzeugnisse weglassen. Die Zeugnisse der letzten fünf Jahre werden höher bewertet als diejenigen der zu sehr lange zurückliegenden Tätigkeiten.“ Er empfiehlt, mithilfe einer chronologischen Reihenfolge der Zeugnisse durch den persönlichen Werdegang zu führen. Blöchers Tipp für das darauf folgende Bewerbungsgespräch: sich so natürlich wie möglich zu verhalten. „Kandidaten sollten es vermeiden, vorgefertigte Antworten auf vermeintlich passende Fragen zu geben, sondern lieber offen und ehrlich antworten.“ Sandra Hoffmann ergänzt aus ihrer Sicht: „Dabei können auch ‚Schwächen‘ genannt werden, wenn sie für den Berufsalltag nicht relevant sind.“ Kontraproduktiv wäre es allerdings, sich beispielsweise als Trainer zu bewerben, obwohl man nicht sicher vor Leuten reden kann.

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.