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soziale Teilhabe: Was Kinder und Jugendliche wollen

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Eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen vergleicht im Mai 2012 die Lebenswirklichkeit von Kindern aus leistungsberechtigten und nicht-leistungsberechtigten Familien / Stiftungsreport 2012/13 zeigt, wie sich Stiftungen für den sozialen Zusammenhalt einsetzen – und was sie besser machen könnten

(ddp direct) Der Bundesverband Deutscher Stiftungen hat im Mai 2012 den Stiftungsreport 2012/13 „Auftrag Nachhaltigkeit: Wie Stiftungen den sozialen Zusammenhalt stärken“ veröffentlicht. Er enthält eine Studie des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen zu Bildung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Befragt wurden 300 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 9 und 18 Jahren aus leistungsberechtigten Familien (ALG 2, Sozialgeld oder -hilfe, Kinderzuschlag, Wohngeld) und nicht-leistungsberechtigten Familien. Ziel der Studie war herauszufinden, was Kinder und Jugendliche von den Bildungs- und Freizeitangeboten halten, auf die sich staatliche Programme und zivilgesellschaftliche Initiativen konzentrieren. Weitere Fragen beschäftigen sich mit den Themen Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, Durchschnittsnoten und dem familiären Miteinander.

Ergebnisse der Kinderbefragung

Im Internet surfen, Fernsehen und Computer oder Spielekonsole spielen: Das sind die Lieblingsbeschäftigungen aller Kinder und Jugendlichen. Ob die Eltern leistungsberechtigt sind, spielt dabei keine Rolle. Jedes zweite Kind bzw. jeder zweite Jugendliche möchte sich aber auch in einem Verein oder einer Gruppe engagieren – ebenfalls unabhängig vom sozialen Hintergrund.

Tatsächlich können nur 17 Prozent der Kinder und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien mehrmals pro Woche sport in einem Verein treiben. In Familien, die keine staatliche Unterstützung brauchen, sind es dagegen 36 Prozent. Gut die Hälfte der leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen geht nie in einen Sportverein. Bei den nicht-leistungsberechtigten sind es nur 37 Prozent.

Leistungsberechtigte Kinder und Jugendliche müssen häufiger aus Geldmangel auf Freizeitangebote verzichten: 26 Prozent derjenigen leistungsberechtigten Kinder und Jugendlichen, die seltener als einmal im Monat oder nie Musik machen, geben Geldmangel als Grund an – fünfmal häufiger als Leistungsberechtigte.

Fazit der Studie: Das staatliche Bildungs- und Teilhabepaket fördert mit Zuschüssen für Freizeitangebote in den richtigen Bereichen, denn jedes zweite Kind möchte Sport im Verein oder Musik machen. Allerdings gibt die Studie auch Hinweise darauf, dass die Angebote noch weiter ausgebaut und verbessert werden müssen: Kinder wünschen sich mehr Lernförderung und ziehen das Mittagessen zu Hause dem Schulessen vor.

Stiftungsreport über Stiftungen und Soziale Nachhaltigkeit

„Dribbeln, Flöten, Mitmachen: Kinder und Jugendliche sollten in unserer Gesellschaft überall mitspielen dürfen, wo sie möchten. Stiftungen ergänzen staatliches Handeln und verteilen Eintrittskarten für gesellschaftliche Teilhabe – für eine gerechtere Zukunft“, so Prof. Dr. Hans Fleisch, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen.

Das vielfältige Engagement von Stiftungen für ein funktionierendes Gemeinwesen wird im Stiftungsreport 2012/13: „Auftrag Nachhaltigkeit: Wie Stiftungen den sozialen Zusammenhalt stärken“ dargestellt. Der Report zeigt, wie Stiftungen der sozialen Spaltung der Gesellschaft entgegenwirken und sich für Generationengerechtigkeit und gegen Politikverdrossenheit einsetzen. Aufgezeigt wird auch, was Stiftungen in Zukunft noch besser machen könnten: Sie sollten vermehrt strukturelle Veränderungen anstoßen anstatt Förderung in Einzelfällen zu betreiben . Empfohlen wird eine kritische Reflexion von Fördermodellen zugunsten einer Unterstützung der Bedürftigsten.

Internationale Perspektive

Hunger und Armut, steigende Meeresspiegel und sinkende Rohstoffvorkommen, Atommüll- und Schuldenberge: Weil die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts die ganze Welt betreffen, muss soziale Gerechtigkeit global gedacht werden. Elf Prozent der deutschen Förderstiftungen tragen auch im Ausland zu Lösungsansätzen bei. Der Stiftungsreport zeigt, dass Stiftungen vor allem in Bildung investieren, um nachhaltige Entwicklung zu ermöglichen. „Die Siemens Stiftung will Menschen in die Lage versetzen, sich aktiv bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme zu beteiligen. Unsere Projekte in Lateinamerika und Subsahara-Afrika fördern Eigenverantwortung und leisten einen Beitrag zum Ausbau der Grundversorgung, besserer Bildung und Stärkung von Kultur“, so Ulrike Wahl, geschäftsführender Vorstand der Siemens Stiftung. Die Siemens Stiftung, die BMW Stiftung Herbert Quandt und die Robert Bosch Stiftung fördern den Stiftungsreport 2012/13.

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