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Staatliche Förderung grüner Technologie: Dachbegrünung mit KfW-Förderprogramm

Dachbegrünungen werden mehr und mehr zum anerkannten Bestandteil einer nachhaltigen Bauweise und modernen Stadtarchitektur. Galten sie früher gelegentlich als luxuriöse Spinnerei oder als Spielwiese extrovertierter Architekten, so setzt sich heute die Erkenntnis durch, dass Flachdächer, vor allem in den Städten, ein enormes Potenzial bieten, die sich in grüne Oasen verwandeln lassen. Ökologen betonen ihren Wert als Siedlungsbiotop in luftiger Höhe, aber auch ihre Leistungen als Wasserspeicher, weil sie die Kanalisation entlasten und gleichzeitig das Mikroklima in den Städten verbessern. Dazu kommt, dass in den dicht bebauten und weitestgehend versiegelten Innenstadtbereichen der Bedarf nach Grünflächen besonders hoch ist. Diese Aspekte sind für Kommunen von hohem Interesse, weil hier alle Dimensionen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – ineinandergreifen. So erklärt sich, dass Dachbegrünung in vielen Bebauungsplänen als Ausgleichsmaßnahme für versiegelte Flächen festgesetzt wird und dass eine Reihe von Kommunen in Deutschland die Dachbegrünung auch finanziell fördert.

Wissenschaftlich bestätigt
Sorgfältige Planung und Ausführung vorausgesetzt, kann sich der Trend hin zur grünen Oase auf dem Dach gefahrenlos fortsetzen, so bestätigte im Februar 2014 die Fraunhofer-Gesellschaft als Ergebnis einer zweijährigen Forschungsstudie. Auch wirtschaftlich betrachtet und aus Sicht der Bauherren punkten Gründächer: In einer 2012 vom Umweltbundesamt veröffentlichten Studie mit Kosten-Nutzen-Analysen für konkrete Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel werden Dachbegrünungen als besonders erfolgversprechend gegen die sommerliche Hitze in den Städten und auch als rentabel hervorgehoben. Das Begrünen von Dächern reduziert an heißen Sommertagen die Temperatur in der Stadt und hat darüber hinaus viele weitere Vorteile. Ein begrüntes Dach wirkt wärmedämmend. Es sorgt im Winter und im Sommer für einen Temperaturausgleich im Gebäude. Im Winter wirkt das Gründach als natürliche Isolationsschicht. Experten zufolge lassen sich damit bis zu 30 Prozent der Heizkosten einsparen. Zudem kann das Grün eine positive Auswirkung auf die Bauphysik haben. Studien belegen, dass die Lebensdauer eines Flachdaches durch eine professionelle Begrünung erheblich verlängert wird und Reparaturkosten reduziert werden.

Förderung von Dachbegrünung
Einige Städte und Kommunen fördern die Dach- und Fassadenbegrünung mit finanziellen Mitteln – direkt durch Zuschüsse oder indirekt z.B. durch verringerte Abwassergebühren. So müssen die Besitzer von begrünten Dächern in vielen Regionen deutlich weniger Niederschlagswassergebühren bezahlen. So „belohnen“ Kommunen die private Investition, die dazu beiträgt, die Kanalisation zu entlasten. Hauseigentümer können ab jetzt aber auch bundesweit eine staatliche Förderung für die Anlage einer Dachbegrünung nutzen. Dies teilte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. (BGL) Dr. Hermann Kurth mit. Im Rahmen des KfW-Förderprogramms „Energieeffizient Sanieren“ wird die Dachbegrünung erstmals in die Liste förderfähiger Maßnahmen aufgenommen, die zum 1. Juni 2014 aktualisiert und veröffentlicht wird. Der Verband bewertet diese Tatsache als richtungsweisend im Sinne der soeben in der Charta „Zukunft Stadt und Grün“ postulierten Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung grüner Technologien.

KfW-Fördermöglichkeit für den Einsatz von Dachbegrünung nutzen
Im KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ werden die mit der energetischen Sanierung verbundenen Maßnahmen – z.B. jetzt auch die Anlage eines Gründaches als Wärmedämmung – gefördert. So vergibt die Staatsbank bis zu 75.000 Euro Kredit für jede Wohneinheit beim KfW-Effizienzhaus oder bis 50.000 Euro bei Einzelmaßnahmen für einen Zinssatz von nur ein Prozent im Jahr. Überdies gewährt die KfW Hauseigentümern einen Tilgungszuschuss als zusätzlichen finanziellen Anreiz. Der Tilgungszuschuss reduziert das Darlehen und verkürzt gleichzeitig die Laufzeit. So können bis zu 13.125 Euro gespart werden. Die KfW vergibt die Kredite aber nicht direkt, sondern nur über andere Banken. Erster Ansprechpartner dafür ist meist die Hausbank. Der Hauseigentümer kann aber jede beliebige Bank wählen, die KfW-Kredite anbietet. Die Bank prüft die Finanzierung, schließt den Kreditvertrag mit dem Kunden ab und haftet gegenüber der KfW für die Rückzahlung. Alternativ können Eigentümer von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie von Eigentumswohnungen auch Zuschüsse von bis zu 5.000 Euro (Einzelmaßnahme) oder bis zu 18.750 Euro (umfassende Sanierung zum KfW-Effizienzhaus) in Anspruch nehmen. Die Zuschüsse kann der Eigentümer direkt bei der KfW beantragen.

Quelle: BGL

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