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Stressfrei in den Feierabend

Urlaub | Hotelzimmer mit Bitte-nicht-stören-Schild (c) BirgitH / pixelio.de

„Zuhause ist’s am schönsten!“ Wie oft hat man diesen Spruch schon gehört? Und doch steckt hinter diesem Klischee, wie soll’s anders sein, mehr Wahrheit als man denkt. Egal ob Urlaub auf Balkonien, ein Abend vor dem heimischen Fernseher oder einfach nur ein ausgedehntes, heißes Bad nach einem stressigen Tag – wer hat sich da nicht schon öfter gedacht, dass es in den eigenen vier Wänden viel ruhiger, erholsamer und vor allem: langsamer zugeht.

Statt sich nach Feierabend noch ins überfüllte Fitness-Studio zu quälen oder die Sauna mit fremden Menschen zu teilen, bevorzugen es mittlerweile Viele, ihrer Muße daheim mit der Familie zu frönen. Viele gestresste Arbeitnehmer können aber selbst während dieser häuslichen Freizeitphasen, am Wochenende und im Urlaub nur schlecht abschalten und denken oft an unerledigte Arbeitsaufgaben und bleiben für Vorgesetzte erreichbar. Ein Fehler.

Der Körper sendet Warnsignale

Der Körper reagiert nämlich auf eine unterbewusste psychische Anspannung. Viele wundern sich, sobald eine Ruhepause ausgekostet werden soll, über verspannte Muskelpartien, Rückenschmerzen und erste Anzeichen einer Erkältung — all diese mannigfaltigen Symptome erweisen sich bei genauerer Selbstdiagnose als ein ganz deutliches Signal des Körpers, der “Halt!” ruft. Wer einer solchen körperlichen und mentalen Erschöpfung vorbeugen und entgegenwirken will, muss einen Schritt weiter gehen. Und das heißt: Auch zuhause sollte man einen Gang tiefer schalten und alles, was mit dem Beruf, zu tun hat, bewusst außen vor lassen.

Abschalten zum Feierabend heißt ausschalten

Nur “mal schnell eine Mail checken” — so fängt es meistens an. Den Arbeitsalltag vollkommen abschütteln fällt Vielen schwer, auch wenn man zuhause mit der Familie zur Ruhe kommen möchte. Eine Studie von Randstad hat ergeben , dass ganze 40% der befragten Arbeitnehmer während ihrer Freizeit an die Arbeit denken müssen. Und 34% würden sogar Mails und Anrufe von Vorgesetzten erhalten. Das Notebook würde wie selbstverständlich in den Urlaub mitgenommen und auch arbeitsbezogen genutzt werden. Abhilfe muss her. Und das heißt ganz trivial: Handy lautlos stellen, Arbeitsmails nicht beantworten, auch wenn Schelte vom Chef droht, das Internet nur privat und in Maßen nutzen. Dem permanenten Zwang der Erreichbarkeit muss konsequent ein Riegel vorgeschoben werden. Denn wer abschalten will, der muss gezielt lernen, auszuschalten.

Der Trend: geplante Langsamkeit

Wer auf diese die Zwangsjacke des Alltags abstreift, liegt im Trend, denn auch in Berufsgruppen, in denen das ständige Erreichbar-Sein vorausgesetzt wird, ist der Widerstand gegen ein vom Arbeitgeber eingeschränktes und hektisches Privatleben mittlerweile deutlich spürbar geworden. Die Strategien der Entschleuniger sind dabei denkbar einfach: Das Private wird, so gut es nur geht, von belastenden Faktoren abgeschottet. Das können nicht nur von außen eingehende störende und unerwünschte Facebook- und Mail-Benachrichtigungen auf dem Mobiltelefon sein, sondern auch selbstgeschaffene, zur Gewohnheiten gewordene Beschäftigungen, wie zum Beispiel das Checken von News-Seiten im Internet oder – ganz real – die alltäglichen und zuweilen lästigen Tätigkeiten im Haushalt: Aufräumen, Reinigen, Kochen. Wer als Familie die Wochenenden nutzt, um gemeinsam dem Alltag zu entfliehen, der sollte darauf achten, dass auch die Kinder keine weiteren Verpflichtungen haben (Sportveranstaltungen etc.).

Heute auf dem Plan: nichts tun

Das Nichtstun sollte in den Tagesablauf integriert werden, denn es ist nicht gleizusetzen mit Faulheit, sondern es ist ein ganz bewusstes Schalten in den Leerlauf. Wer konsequent ist und die Kommunikationsschranken unten lässt, wird erholter und viel produktiver in den Alltag zurückkehren. Nicht nur der Chef wird dankbar sein – sondern auch der Körper.

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