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Stromkunden fürchten Pleite beim Wechsel

Energie | Sonnenblume mit Windrad (c) Rainer Sturm / pixelio.de

Zahlreiche Stromversorger haben zum Jahresbeginn ihre Preise erhöht – dennoch scheuen viele Verbraucher einen Anbieterwechsel. Die Stiftung Warentest hat jetzt Stromvergleichsportale untersucht, die Verbrauchern helfen sollen, die Tarife am Markt zu vergleichen. Das Ergebnis ist ernüchternd: Keines der zehn Portale ist verbraucherfreundlich, so der Test.

(ddp direct) Viele Portale führen in teure oder unsichere Tarife oder locken mit unrealistischen Einsparpotenzialen. Für Verbraucher bedeutet das Frust, kommentiert Gerd Billen, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv): „Viele Vergleichsportale entpuppen sich als Wechselfalle. Es ist kein Wunder, dass noch immer 40 Prozent der Verbraucher in der Grundversorgung feststecken und frustriert sind. Ohne Vertrauen in den Wettbewerb verharren sie bei ihrem Versorger und zahlen weiter drauf.“

Lockvogelangebote erkennen

Um Verbrauchern einen einfachen und sicheren Wechsel zu ermöglichen, fordert Billen die Vergleichsportale zu erheblichen Verbesserungen auf. Lockvogelangebote, Bonus- oder Vorauskassenmodelle hätten wegen ihrer Risiken auf den vorderen Plätzen der Portale nichts verloren. Zudem müsse sichergestellt werden, dass die realistischen Einsparmöglichkeiten ausgelobt werden.

Transparenz und Zuverlässigkeit der Portale sind nach Auffassung von Billen auch ein Thema für die Politik: „Wer den Stromanbieterwechsel als Maßnahme gegen steigende Strompreise empfiehlt, sollte jetzt dafür sorgen, dass er das tatsächlich leistet.“

Bereits am Montag hatte der vzbv im Rahmen einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Bundesnetzagentur darauf hingewiesen, dass das Vertrauen der Verbraucher am Energiemarkt schwindet: Die Insolvenz-Meldungen einzelner Versorger hätten viele Verbraucher verunsichert. Nur wenn der Verbraucher schnell und verlässlich die Qualität seines Versorgers einschätzen kann, könne sich ein fairer Preiswettbewerb entwickeln und könnten sich die Vorteile des freien Markts für die Endverbraucher auszahlen.

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