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hormonchaos: trotz wechsel im gleichgewicht

Doppelbett (c) familienfreund.de

hitzewallungen, schlafstörungen, stimmungsschwankungen, scheidentrockenheit – viele frauen ab ende 40 kennen das. denn etwa zwei drittel von ihnen sind mehr oder weniger stark von diesen typischen wechseljahresbeschwerden betroffen. sie sind die folge des rückgangs an weiblichen sexualhormonen, der sich auf bestimmte, für regulationsprozesse zuständige gehirnareale wie den hypothalamus auswirkt.

(djd/pt). dadurch geraten prozesse wie die temperaturregelung des körpers oder der schlafrhythmus aus dem gleichgewicht – mit unangenehmen folgen wie plötzlichen schweißausbrüchen oder nächtelangem wachliegen.

es müssen nicht immer tabletten sein

wie lange das hormonchaos den körper beeinflusst, lässt sich nicht voraussagen. die beschwerden können sich über wenige monate oder viele jahre erstrecken. lang andauernde und schwere symptome können dabei die lebensqualität der betroffenen deutlich schmälern. „wendet man zum ausgleich ausreichend dosierte östrogene an, sind solche symptome in wenigen tagen beseitigt“, erklärt der gynäkologische endokrinologe privatdozent dr. alexander römmler aus münchen. ein weg, der vielen frauen gangbar erscheint: laut einer aktuellen emnid-umfrage würde jede dritte bei starken problemen hormone nehmen, wenn der arzt es empfiehlt. allerdings denken die meisten dabei immer noch an tabletten, obwohl es heute modernere anwendungsformen gibt, etwa die verabreichung über die haut. unter www.hormontherapie-wechseljahre.de gibt es mehr dazu.

gleicher nutzen, geringeres risiko

die gabe über die haut bringt nach ansicht von experten deutliche vorteile, denn sie birgt weniger risiken für nebenwirkungen. „dazu gehören thrombotische ereignisse, die aber unter der darreichung eines östrogen-gels wie etwa gynokadin dosiergel kaum noch vermehrt zu beobachten sind“, so römmler. das liegt daran, dass im gegensatz zur tabletteneinnahme beim weg über die haut die leber nicht belastet wird. zudem ist eine individuellere und damit meist geringere dosierung möglich, da die gelmenge dem persönlichen bedarf jeder frau genau angepasst werden kann.

besser natürliche hormone

neben östrogen wird gegen klimakteriumsbeschwerden oft ein gestagen verordnet. beide hormone können jedoch nebenwirkungen haben, etwa ein erhöhtes thrombose- und brustkrebsrisiko. während sich ersteres durch gabe eines östrogens über die haut senken lässt (etwa mit gynokadin dosiergel), spielt beim brustkrebsrisiko auch die wahl des gestagens eine rolle. neuere studien zeigen, dass ein hormonelles brustkrebsrisiko eher durch synthetische gestagene beeinflusst wird, wobei natürliches progesteron (zum beispiel utrogest) risikoärmer zu sein scheint.

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