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Trotz Wirtschaftskrise rosige Zeiten für Kinder in Deutschland

Zeit ist Geld - erst recht bei der Familie (c) alexas_fotos / pixabay.de

Ein Blick in die Einkaufspassagen und -straßen deutscher Innenstädte zeigt eine große Anzahl Kinder und Jugendlicher. Viele machen richtigen und echten Umsatz und das schon mit dem Taschengeld oder dem ersten eigenen Lohn aus Ferienjob. Dabei bezahlen sie bar aber auch schon mit (Kredit-)karte.

Die Kaufkraft von Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 19 Jahren in Deutschland 2012 lag laut der Studie „Trend Tracking Kids 2012“ des Marktforschungsinstituts „Iconkids & Youth“ bei 23,74 Milliarden Euro. Beeindruckend ist, dass die Ausgaben für Essen und Getränke noch weit vor den Ausgaben für Klamotten, Büchern, Kosmetik, Technik und Spielzeug liegen. Eltern hingegen gaben ihren 6 bis 12-jährigen Kindern im Jahr 2012 2,7 Mrd. Euro Taschengeld. Das ist aber eben nur das, was den Kids die Portokasse füllt.

Update 2014 zum Taschengeld bei Kindern und Jugendlichen

Die 6- bis 13-jährigen Kinder in Deutschland nehmen in diesem Jahr 3,3 Milliarden Euro ein. Der größte Teil der Einnahmen besteht aus dem Taschengeld (1,9 Milliarden Euro). Weitere 1,4 Milliarden Euro erhalten die Kinder durch Geldgeschenke, z. B. zu Weihnachten oder für gute Noten.

Das ist das Ergebnis der aktuellen repräsentativen Studie „Trend Tracking Kids 2014„, die das Münchner Meinungsforschungsinstitut iconkids & youth bei insgesamt 811 Kindern im Alter von 6 bis 13 Jahren durchgeführt hat. Dabei handelte es sich um persönliche Interviews, die zu Hause bei den Kindern durchgeführt wurden.

Im Schnitt bekommt damit jeder 6- bis 13-Jährige jährlich 590 Euro, wobei es natürlich Unterschiede im Altersverlauf gibt: Bei den 6- bis 7-Jährigen sind es 280 Euro, bei den 8- bis 9-Jährigen 470 Euro, bei den 10- bis 11-Jährigen 600 Euro und bei den 12- bis 13-Jährigen sogar 1.000 Euro pro Jahr.

Statt sparen, Geld ausgeben!

„Wenn sich sparen nicht mehr lohnt, dann geben Eltern ihr Geld für ihre Kinder aus!“ sagt Geschäftsführer Ingo Barlovic von Iconkids & Youth. Ein Blick in die Haushalte verrät jedoch auch, dass in der Regel Kinder und Jugendliche schon von klein auf eine großen Umfang an oben genannten Sachen besitzen bzw. mit Ihnen aufwachsen. So gibt es Handys schon für Schulkinder, Jugendliche haben Fernsehen oder/und Computer im Zimmer und auch an Cd’s bzw. Lesestoff mangelt es kaum. Warum Kinder und Jugendliche nun von ihrem Taschengeld vorwiegend für diese Sachen Geld ausgeben, erscheint rätselhaft.

Wünsche erfüllen einfach so!

Zum einen erfüllen sich die kleinen und großen sicher Wünsche. Zum anderen kaufen sie wahrscheinlich auch bestimmte Sachen ein, die sie zu Hause nicht in dieser Form finden. Beides ist im Grunde nicht verkehrt jedoch sollten Eltern gerade bei Feierlichkeiten und gemeinsamen Einkäufen darauf achten, dass sie ihren Kindern sofern machbar und möglich auch einige Wünsche erfüllen. Da kann eben das Markenprodukt gerade mal angesagter sein als die Hausmarke. Ebenso steht es bei Büchern und Klamotten. Treffen Eltern, Verwandte und Bekannte mit Überraschungskäufen nicht mehr den Geschmack der Kids ist es Zeit umzudenken. Ansonsten wird wertvolles Kapital in Sinnlos-Käufen und Schrankfüllern geparkt und die Erfahrung zeigt, dass man das wovon man nicht überzeugt ist auch nicht aus Liebe zu einem anderen aufträgt bzw. (be-)nutzt.

Essen kaufen trotz Vollverpflegung?

Oft trifft man den Sohn oder die Tochter vor dem vollen Kühlschrank mit ratlosen Blick an. Die Pflicht von Eltern zur Sorge bezieht sich natürlich bei im Haushalt lebenden Heranwachsenden vor allem auf die Vollversorgung mit Lebensmitteln, Strom, Wasser, Klamotten, Kosmetikartikeln etc. Während jüngere Kinder bis 10 oder 12 Jahre sich noch gern am Ranschaffen von Lebensmitteln & Co. beteiligen, ziehen Jugendliche scheinbar lieber allein los. Das sollte man gegebenenfalls einfach akzeptieren!

Die Ausgaben für Getränke, Eis, Süßigkeiten und Imbissessen lagen 2012 bei 4128 Mio Euro. Die Ladenbesitzer wird das sicher freuen – im Haushaltsbudget der Eltern stößt der Kauf von jeder Menge zusätzlicher Lebensmittel zum Verzehr (oft zwischen den Hauptmahlzeiten) auf Ablehnung. Viele zahlen zu dem auch noch die Schulspeisung in der Annahme, dass die Kinder regelmäßig teilnehmen. Trotzdem sind diese Zahlen auch Fakten, die sowohl Eltern als auch Ihren Kindern zu denken, geben sollten. Gerade in der Pubertät gehen die Vorstellungen von Eltern und Kindern oft auseinander. Ein ehrliches Gespräch über die Wünsche und Bedürfnisse sollte jedoch immer möglich bleiben.

So kann ein Tip sein, dem Jugendlichen der oft und gern auswärts ist zu Hause je nach Bedarf bei Mittag, Abendbrot und Frühstück auszuplanen und dann kleinere Mengen einzukaufen und zu zu bereiten. Im Gegenzug kann das Taschengeld entsprechend erhöht werden.

Wenn das Taschengeld ständig alle ist!

Eines vorweg – Taschengeld für Kinder und Jugendliche ist ein kann und kein muss! Sollten Eltern aus finanziellen Gründen keine Taschengeldzahlungen möglich sein , ist es einmal mehr wichtig zu schauen, welche Wünsche man wann und wie erfüllen kann. Die Empfehlungen beim Taschengeld gehen immer wieder auseinander. Die Taschengeldtabelle gibt Auskunft für Zahlungen an die Sprösslinge.

Gerade, wenn sich Kinder und Jugendlichen an Bildungsübergängen befinden bzw. in die Pubertät eintreten, lohnt es sich einmal mehr offene Ohren für Argumente für mehr Taschengeld zu haben. Auch, sollten Kinder und Eltern bei diesen Verhandlungen nicht vergessen, dass Taschengeld ein Handgeld ist. Zum Ranschaffen von unendlichen Mengen an Kleidung, Büchern und Parfüms ist es ungeeignet. Auch Kinder und Jugendliche sollten sich mit bewussten Konsum auseinandersetzen. Wird man kauf- bzw. konsumsüchtig kriegt man langfristig Probleme und Schulden drohen.

Eltern treffen in vielen Fällen schon langfristige Vorkehrungen zur Vermögens- und Personensorge. Ausgaben für Fonds, Versicherungen und Kosten für die dauerhafte Erreichbarkeit können in Gespräche um mehr (Taschen-)geld bzw. das vorhandene Haushaltsgeld zum Ausgeben mit einfließen. Eltern sollten sich Alters bezogen nicht scheuen über ihre Einkünfte und Verpflichtungen mit ihren Kindern zu sprechen. Ebenso kann das Gespräch beim Ferienjob landen. Nur so lernen Kinder und Jugendliche wirklich den verantwortungsvollen Umgang mit Geld.

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