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Umfrage: Umgang mit Geld noch nicht überall Thema in Deutschlands Familien

Geldrolle (c) Alexander Klau / pixelio.de

(ddp direct) In Deutschlands Familien stellen sich die Eltern vielfach der Aufgabe, ihren Kindern den Umgang mit Geld zu vermitteln – bei Einigen fehlt es aber noch an regelmäßigen Gesprächen mit den Heranwachsenden über das Thema, der konsequenten Zuteilung von Taschengeld und einer Hilfestellung bei der Geldeinteilung. Dies sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes tns emnid im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) in 2011 bei Eltern von unter 14-jährigen Kindern. Über die Hälfte der Eltern (56 Prozent) spricht täglich oder wöchentlich mit ihren Kindern über das Thema Geld, 12 Prozent tun dies monatlich.

30 Prozent der Befragten geben jedoch an, sich selten oder nie mit ihrem Nachwuchs über Geld zu unterhalten. Während über die Hälfte (57 Prozent) der Eltern ihren Kindern regelmäßig Taschengeld zuteilen, geben 40 Prozent der Befragten ihrem Kind nur unregelmäßig oder gar kein Geld.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass die Grundlagen der Gelderziehung wie die regelmäßige Zuteilung von Taschengeld zwar in vielen, aber noch nicht allen Familien Fuß gefasst haben, so der BVR. In der Kindheit, insbesondere im Kontext der eigenen Familie, werde die Basis für die spätere Einstellung zum Umgang mit den eigenen Finanzen im Erwachsenenalter gelegt. Daher sei es ratsam, Kinder schon früh an den Umgang mit einem eigenen Budget und die weitsichtige Geldeinteilung heranzuführen.

„Die finanzielle Allgemeinbildung und den Umgang mit Geld bei Heranwachsenden zu fördern, ist Teil des gesellschaftlichen Engagements der Volksbanken und Raiffeisenbanken“, erklärt BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin. Einen Überblick über die vielfältigen Initiativen liefert das Schulserviceportal der Volksbanken und Raiffeisenbanken www.jugend-und-finanzen.de. Dort erhalten Eltern Tipps und Informationen zur Gelderziehung ihrer Kinder; für Pädagogen steht Unterrichtsmaterial für verschiedene Schulstufen zum Download bereit.

Kinder sparen viel von ihrem Taschengeld

Auch regelmäßig Taschengeld zuteilen will gelernt sein: Dies sehen Eltern der Umfrage zufolge in erster Linie durch die regelmäßige Zuteilung eines festen Taschengeldbetrages gewährleistet (64 Prozent). Gut die Hälfte der Kinder (59 Prozent) verfügt nach Angaben der Eltern über ein eigenes Spar- beziehungsweise Girokonto. Zur Gelderziehung gehört nach Ansicht der Befragten auch, dass man über die Verwendung des Taschengeldes spreche und gemeinsam geplante familiäre Ausgaben in der Familie diskutiere. Befragt nach dem Ausgabeverhalten des Kindes sagen 35 Prozent derjenigen Eltern, die ihrem Nachwuchs regelmäßig Taschengeld zuteilen, das Kind spare den größten Teil des Taschengeldbudgets. Ansonsten werde das Geld gerne für den Kauf von Süßigkeiten oder Büchern und Zeitschriften verwendet; danach folgten Ausgaben für Unternehmungen wie Kino- oder Schwimmbadbesuche und für den Konsum von Make-Up oder Schmuck.

Fast drei Viertel (72 Prozent) der Eltern, deren Kind regelmäßig Taschengeld erhält, sagen, das Geld reiche dem Kind aus oder es bleibe sogar etwas übrig. Jedoch räumt gut ein Viertel (27 Prozent) der Eltern ein, der Betrag reiche dem Kind manchmal nicht oder nie aus. Dabei bestätigen die Befragten zu 85 Prozent und damit mehrheitlich, dass es hauptsächlich die Aufgabe des Elternhauses ist, dem Kind eine finanzielle Allgemeinbildung zu vermitteln. In zweiter Linie seien, so das Umfrageergebnis, die Schulen gefordert (13 Prozent). Dies meinen insbesondere junge Eltern und Eltern mit einem Hauptschulabschluss.

Die aktuelle Umfrage wurde von der tns emnid Markt- und Sozialforschung bei 500 Eltern im monat August 2011 in Deutschland durchgeführt.

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