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Uni-Frauenklinik bietet schonende Alternative der Kinderwunschbehandlung an

Kinder versichern ist keine Hexerei, wenn man weiß, worauf zu achten ist (c) robertofoto / pixabay.de

Für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch, die auf eine künstliche Befruchtung angewiesen sind, bietet die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Universitätsklinikums Carl Gustav Carus Dresden eine schonende Alternative an. Dabei erfolgt die künstliche Befruchtung im natürlichen Zyklus der Frau. – Auf die Gabe von Hormonen zur Stimulation der Eizellreifung wird verzichtet.

Dank dieser Methode, die jetzt als reguläre Leistung ins Angebot der Klinik aufgenommen wurde, lassen sich die Nebenwirkungen vermeiden, die mit der Hormongabe verbunden sind. Das Know-how zur künstlichen Befruchtung ohne hormonelle Stimulationsbehandlung bringt die neue Oberärztin der Uni-Frauenklinik, Dr. Maren Goeckenjan, aus Heidelberg mit nach Dresden. Die Reproduktionsmedizinerin verstärkt das Team der Kinderwunschsprechstunde und des Labors der „In vitro-Fertilisation“ (IVF).

Informationsabende zur schonenden Alternative der Kinderwunschbehandlung

Das komplette Leistungsangebot der Kinderwunschambulanz stellen die Oberärztin Dr. Maren Goeckenjan und die Leiterin des IVF-Labors, Dr. Gudrun Keck, im Rahmen eines Informationsabends vor. Im Mittelpunkt stehen dabei die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten bei unerfülltem Kinderwunsch – darunter auch die künstliche Befruchtung ohne hormonelle Stimulationsbehandlung. Die Veranstaltung findet statt am

Nach den Vorträgen und der Beantwortung von Fragen gibt es für die Interessierten die Möglichkeit einer Führung durch die Ambulanz. Es wird um eine telefonische Anmeldung gebeten unter Telefon 0351 458 34 91 beziehungsweise per E-Mail gyn-ivf@uniklinikum-dresden.de .

Hintergrund zur künstlichen Befruchtung

Bei der üblichen Kinderwunschbehandlung werden in der Reproduktionsmedizin Hormone genutzt, um die Eizellreifung zu stimulieren. Ziel ist es dabei, eine hohe Zahl an Eizellen zu gewinnen, die außerhalb des Körpers der Frau befruchtet werden. Die Gabe der notwendigen Hormone erfolgt über Nasenspray oder über unter die Haut gesetzte Spritzen. Diese Behandlung ist kostenaufwändig und birgt gewisse Risiken für Nebenwirkungen und Komplikationen. So klagen Frauen beispielsweise über Kopf- und Bauchschmerzen, schwankende Stimmungen, Wassereinlagerungen in den Beinen oder Gewichtszunahme.

Bei der Kinderwunschbehandlung ohne hormonelle Stimulation entnehmen die Ärzte zumeist nur die eine natürlich im Zyklus entwickelte Eizelle. Diese wird außerhalb des Körpers befruchtet. Dabei kommen die Methoden der In vitro-Fertilisation (IVF) oder der intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI) zum Einsatz. Durch den Verzicht auf Hormongaben sind meist nur ein oder zwei Kontrolluntersuchungen nötig. Die auch als Punktion bezeichnete Entnahme der Eizelle erfolgt ultraschallgesteuert durch die Scheide; sie kann ohne Narkose erfolgen. Um trotz der Verwendung von nur einer natürlich herangereiften Eizelle eine gute Erfolgsrate zu erzielen, bedarf es umfassender Erfahrungen. Dieses Know-how bringt die in diesem Jahr an die Dresdner Uni-Frauenklinik gewechselte Oberärztin Dr. Maren Goeckenjan mit. Sie kommt vom Heidelberger Uniklinikum, wo sie in einer der größten deutschen universitären Abteilungen für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin gearbeitet hat, die seit langem die künstliche Befruchtung ohne hormonelle Stimulation anbietet.

Da bei der künstlichen Befruchtung im natürlichen Zyklus der Frau jeweils nur eine Eizelle befruchtet und als sich entwickelnder Embryo transferiert werden kann, liegen die Schwangerschaftsraten pro Versuch im Vergleich zur klassischen Methode niedriger. Denn bei der hormonellen Stimulation erfolgt typischerweise der Transfer von zwei Embryonen und der Möglichkeit zur Kryokonservierung – also dem Einfrieren – imprägnierter Eizellen. Die Schwanger­schaftsraten nach der schonenden Methode liegen nach dem aktuellen Stand wissenschaftlicher Studien zwischen 15 und 25 Prozent pro übertragenem Embryo. „Die IVF oder ICSI-Behandlung im natürlichen Zyklus der Frau wird die bisherige Praxis mit kontrollierter Überstimulation der Eierstocksfunktion nicht ablösen, aber sie stellt für viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch eine gute Ergänzung des gesamten Spektrums der bisherigen reproduktionsmedizinischen Techniken dar“, sagt Prof. Pauline Wimberger, Direktorin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe des Dresdner Uniklinikums.

Kontakt zur Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Direktorin: Prof. Pauline Wimberger
Tel. 0351/ 4 58 34 20
E-Mail: frauenklinik@uniklinikum-dresden.de
www.uniklinikum-dresden.de/gyn

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