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vererben – ganz, wie ich es will

Opa und Enkel (c) Johann Bletgen / pixelio.de

nach mir die sintflut? mitnichten! laut einer aktuellen postbank studie plant jeder siebte potenzielle erblasser (14 prozent), sein erbe an bestimmte bedingungen zu knüpfen. fehlendes vertrauen in die erben kann eines der motive für das vererben unter auflagen sein.

(ddp direct) ganz nach dem motto „ohne fleiß keinen preis“ kann der erblasser seinen letzten willen mit sogenannten auflagen regeln. nur wenn der erbe bestimmte bedingungen erfüllt, profitiert er vom vermögen. „der vater kann zum beispiel bestimmen, dass sich der sohn nach dem tod des vaters um die pflege seiner mutter kümmern muss – als gegenleistung für das erbe“, so ralf palm von der postbank. weitere recht verbreitete auflagen sind, das grab des erblassers zu pflegen, vermögen in einer vorgegebenen weise anzulegen, eine rente an eine bestimmte person zu zahlen oder den verkauf einer immobilie zu unterlassen. laut einer allensbach-studie im auftrag der postbank kommen mit steigendem wert der erbschaft auflagen häufiger ins spiel. geht es um mehr als 100.000 euro, will bereits jeder vierte künftige nachlassgeber die erbschaft an bedingungen knüpfen. „erblasser wollen eigene wünsche erfüllen oder zweifeln an der wirtschaftlichen kompetenz des erben und geben ihm deshalb bestimmte regeln für das verwalten des ererbten vermögens vor“, erläutert paul grötsch vom deutschen forum für erbrecht e.v.

die freiheit hat grenzen

im prinzip hat der erblasser bei der wahl der auflagen freie hand. doch vorsicht: eine ungültige auflage kann den letzten willen unwirksam machen. „der erbe darf beispielsweise nicht zu einer unmöglichen oder gesetzeswidrigen handlung verpflichtet werden“, sagt ralf palm. wichtig ist zudem, dass die auflagen nicht schwammig oder vage, sondern juristisch klar formuliert sind. „um sicherzugehen, dass der erbe die auflagen wirklich umsetzt, kann der erblasser einen testamentsvollstrecker einsetzen“, so der postbank experte. „denn einen gesetzlichen anspruch auf erfüllung der auflagen gibt es nicht.“ als vollstrecker eignen sich von berufs wegen besonders anwälte, notare oder wirtschaftsprüfer. sie fungieren dann als eine art treuhänder und überwachen die erfüllung der auflagen im testament oder erbvertrag.

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