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Verschlechterung der Herzschwäche: Lebensbedrohlicher Verlauf ist vermeidbar

Bluthochdruck (c) geralt / pixabay.de

Jedes Jahr werden in Deutschland mehr als 370.000 Patienten mit Herzschwäche in eine Klinik eingewiesen, weil bei ihnen ihr Herz entgleist ist. Damit zählt die Herzschwäche zu den häufigsten Anlässen für einen stationären Aufenthalt.

Eine Entgleisung der Herzschwäche ist jedoch vermeidbar, indem der Patient selbst täglich den Verlauf seiner Erkrankung und Beschwerden auf Basis von Werten wie Körpergewicht, Blutdruck und Puls in einem Herztagebuch dokumentiert und mit seinem Arzt bespricht. Darauf weist die Deutsche Herzstiftung anlässlich der bundesweiten Herzwochen zur Herzschwäche hin und bietet Patienten unter www.herzstiftung.de/herzwochen.html wichtige Hilfen und Informationen zur Vermeidung eines Krankenhausaufenthaltes an.

Wie kommt es zur Verschlechterung einer Herzschwäche?

Faktoren, die eine chronische Herzschwäche zum Entgleisen bringen können, sind z. B. Therapiefehler durch Überdosierung oder Einnahme von Medikamenten, die den Herzmuskel zusätzlich belasten. Auch Ernährungsfehler, meist durch übermäßige Zufuhr von Salz oder durch eine zu große Flüssigkeitsaufnahme (mehr als 2 Liter pro Tag), können eine Herzschwäche verstärken. Weitere Auslöser einer Verschlechterung der Herzschwäche sind Herzrhythmusstörungen, Lungenentzündungen durch bakterielle Infektionen, Lungenembolien infolge von Thrombosen und eine krisenhafte Blutdruckerhöhung, die in der Regel eine sofortige Behandlung im Krankenhaus erfordert.

Klare Warnsignale für eine Entgleisung

„Klare Signale für eine Verschlechterung einer Herzschwäche, auf die Arzt und Patient laufend achten sollten, sind Wassereinlagerungen im Körper, an den Knöcheln, den Unterschenkeln, oder im Bauchraum sowie zunehmende Kurzatmigkeit, wiederholtes Aufwachen wegen Atemnot, Bedarf an mehr Kissen, um schlafen zu können“, erläutert der Herzspezialist Prof. Dr. med. Thomas Meinertz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. Wassereinlagerungen sind durch eine tägliche Gewichtskontrolle leicht zu erkennen: Steigt das Körpergewicht mehr als 2 kg in 3 Tagen an, hat sich die Herzschwäche verschlechtert. Der Hausarzt oder eine Klinik sind umgehend aufzusuchen. Dasselbe gilt bei zunehmender Kurzatmigkeit. Neben der täglichen Aufzeichnung des Körpergewichts in ein Tagebuch sollten auch der Puls und Blutdruck dokumentiert werden, da der Blutdruck aus dem Ruder laufen kann. Die Deutsche Herzstiftung bietet eigens dazu ein spezielles Herztagebuch für an.

„Das Herztagebuch hilft den Patienten, einem lebensbedrohlichen Verlauf der Krankheit vorzubeugen, indem es die Selbstkontrolle erleichtert und dem Arzt eine exakte regelmäßige Beobachtung des Krankheitszustands ermöglicht und damit ein rechtzeitiges Gegensteuern bei der Therapie“, betont Prof. Meinertz. Wenn Arzt und Patient gemeinsam den Verlauf der Herzschwäche verfolgen, lassen sich Krankenhausaufenthalte oft vermeiden.

Mehr Informationen zum Themenschwerpunkt Herzschwäche der diesjährigen Herzwochen, zu Vorbeugung, Diagnose und Therapie (Bewegung, Medikamente, Schrittmacher) dieser Krankheit finden Patienten und Interessierte unter: www.herzstiftung.de/herzwochen.html

Das Herztagebuch ist gegen Einsendung des Rückportos (1,45 EUR in Briefmarken) erhältlich bei: Deutsche Herzstiftung e. V., Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt a. M. oder unter www.herzstiftung.de/Herztagebuch.html

Weitere Informationen:

http://www.herzstiftung.de/herzwochen.html
http://www.herzstiftung.de/Herztagebuch.html

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