Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

Vertrauen ist gut – Minijobber sind besser

Mit dem Hund Gassi gehen (c) Foto: DK/familienfreund.de

Fast jeder zweite Deutsche würde seiner Haushaltshilfe den Wohnungsschlüssel (40 Prozent) und die eigenen Kinder zur Betreuung (43 Prozent) anvertrauen. Minijobber im Privathaushalt sind damit vertrauenswürdiger als alle anderen Dienstleister des Alltags. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen forsa-Umfrage im Auftrag der Minijob-Zentrale.

Vertrauen ist ein hohes Gut. Gerade in Zeiten, in denen Kommunikationstechnologien die Grenzen der Privatsphäre neu definieren, gelten im Alltag oftmals nur Familie, Freunde oder öffentlich anerkannte Persönlichkeiten als verlässlich. Minijobber gehören selten zu diesen Vertrauensgruppen. Doch die Umfrageergebnisse, für die über 1.000 Personen interviewt wurden, zeichnen ein anderes Bild: „Die Zahlen zeigen, wie positiv das Image der Haushaltshilfen ist – zu Recht, denn sie leisten viel für unsere Gesellschaft, zum Beispiel für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf“, erklärt Dr. Erik Thomsen, Leiter der Minijob-Zentrale in Essen. Die kompletten Ergebnisse der Umfrage finden Sie in der Publikation „Minijobber – mehr als eine Haushaltshilfe? Deutschland stellt die Vertrauensfrage“.

Ziemlich beste Freunde – Minijobber und Arbeitgeber

Am stärksten ist das Vertrauen bei Arbeitgebern von Minijobbern in Privathaushalten ausgeprägt. Hier genießen die Hilfen fast ebenso hohes Vertrauen wie Familie und Freunde. Während 96 Prozent der Befragten ihre Kinder ohne Bedenken in die Obhut der Familie und 85 Prozent zu Freunden geben, würden 82 Prozent die eigenen Kinder ihren Minijobbern zur Betreuung anvertrauen. Die Haushaltshilfen erhalten mehr Zuspruch als Nachbarn (73 Prozent), Arbeitskollegen (53 Prozent) oder Hausärzte (50 Prozent). „Es gibt keinen Grund, die Kinderbetreuung außerhalb des eigenen Haushalts in Kinderkrippen oder -gärten höherwertiger als die Kinderbetreuung im Haushalt anzusehen“, kommentiert Prof. Dr. Lars P. Feld, einer der fünf Wirtschaftsweisen in Deutschland, die Ergebnisse. Verglichen mit anderen Dienstleistern des Alltags, wie zum Beispiel Möbelpackern oder Handwerkern, erreichen Minijobber unübertroffene Vertrauenswerte. 77 Prozent der Arbeitgeber lassen ihren Haushaltshilfen freie Hand bei der Arbeit. Handwerker würden nur 22 Prozent und Möbelpacker sogar nur acht Prozent der Befragten ohne Kontrolle arbeiten lassen.

Vertrauen ist wichtiger als Kosten

Die hohe Wertschätzung der Arbeitgeber gegenüber ihren Minijobbern spiegelt sich auch in den Auswahlkriterien für eine Haushaltshilfe wider: Neben der Qualifikation ist für 91 Prozent der Befragten das Vertrauensverhältnis zum Minijobber wichtig oder sehr wichtig. Der Preis spielt im Bewerbungsgespräch nur für 35 Prozent eine entscheidende Rolle. Für Dr. Erik Thomsen ist dieses Ergebnis leicht zu erklären: „Die regelmäßige Arbeit im Haushalt ist ohne gegenseitiges Vertrauen nicht möglich. Außerdem sind die Kosten gering. Insgesamt bezahlen Arbeitgeber maximal 14,44 Prozent des Arbeitsentgelts für Sozialabgaben. Durch Schwarzarbeit hingegen lassen sie ihren Minijobber im Dunkeln stehen – wesentliche Rechte bleiben ihm verwehrt.“ Jeder angemeldete Minijobber ist auch ein Zeichen gegen die Schattenwirtschaft: „Die Legalisierung haushaltsnaher Dienstleistungen senkt die Schwarzarbeit und erhöht das offizielle Bruttoinlandsprodukt“, ergänzt Prof. Feld.

einfach. informieren. Anmelden.

„Die Anmeldung der Haushaltshilfe ist kinderleicht und dauert nur wenige Minuten“, betont Dr. Thomsen. Der Arbeitgeber vermeidet mit der Anmeldung über das Haushaltsscheck-Formular ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro. Außerdem kann er 20 Prozent der Kosten – bis zu 510 Euro im Jahr – von der Steuer absetzen. Im Fall der Kinderbetreuung können Privathaushalte sogar bis zu 4.000 Euro pro Jahr und Kind als Sonderausgabe bei der Steuererklärung geltend machen. Der Minijobber hat Anspruch auf Urlaub und ist offiziell unfallversichert.

Auf unserem Informationsportal zur besseren Vereinbarkeit von Beruf, und Familie finden Sie ganz praktische Beiträge rund um den Minijob im Privathaushalt . Einige der dargestellten Aussagen wird unsere Redaktion in einem ergänzenden Beitrag aufnehmen müssen.

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.