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Vom Schulabschluss zum Traumberuf

Die familienfreund KG informiert beim Aktionstag Lehrstellen über den Berufseinstiegsermöglicher. (c) familienfreund.de

Wenn man die heute 35 bis 45jährigen nach ihrer Ausbildungsplatzsuche befragt, hört man mit Sicherheit von vielen Bewerbungen, zahlreichen Gesprächen, Tests und vielleicht sogar vom notwendigen Umlenken auf einen anderen Berufswunsch. Entweder fand man keinen Ausbildungsplatz aufgrund einer Vielzahl von Mitbewerbern oder man hatte aus irgendeinem Grund nicht die richtige Voraussetzungen für den Traumberuf.

Die beim Institut für Demoskopie Allensbach (IfD) in Auftrag gegebene Ausbildungsstudie der Restaurantkette MC Donalds kommt zu dem Ergebnis, dass sich dieser Trend auf dem Ausbildungsmarkt in etwa im Jahr 2009 wandelte. Schuld ist vor allem die demografische Entwicklung in Deutschland. Die Altersjahrgänge der Jugendlichen schrumpfen mittlerweile, während der Fachkräftebedarf der Arbeitgeber stetig wächst. Zu dem, was sich eigentlich die potenziellen BewerberInnen von ihrer beruflichen Ausbildung erhoffen, wurden rund 3.000 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 24 Jahren befragt.

Keine Angst aber viele Fragen!

Der Spitzenreiter unter den Antworten ist der Spaß mit 71%. Der Traumberuf soll den eigenen Neigungen und Fähigkeiten entsprechen und sich mit der zukünftigen Familienplanung vereinbaren lassen. Unter den befragten Jugendlichen blicken 71% hoffnungsvoll und ohne Angst in die berufliche Zukunft. Dabei fühlen sie sich sicher und bestärkter, wenn zu Hause gute wirtschaftliche Voraussetzungen herrschen. In der Berufsorientierung und Findungsphase verlassen sich immer noch 83 Prozent der befragten Jugendlichen auf die Infos von Mama und Papa. Den Eltern fällt damit eine hohe Verantwortung für Anleitung zur Beschaffung von richtigen, wichtigen und reichhaltigen Informationen zu. Nur etwa 25% der Befragten nutzen soziale Netzwerke. Die Infoveranstaltungen von Unternehmen helfen dagegen nur 22 Prozent weiter.

Kann jeder lernen was er will?

Der jährliche Bildungsbericht für das Jahr 2013 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung kommt zu dem Ergebnis, dass die Situation am Ausbildungsmarkt für Suchende weiter optimal ist. Viele unbesetzte Ausbildungsstellen, die die Arbeitgeber beklagen, sind fast ausschließlich auf die sinkende Anzahl von Bewerbern bzw. Schulabgängern zurückzuführen. Mehr als ein Drittel der befragten Betriebe konnten ihre angebotenen Ausbildungsstellen teilweise oder vollständig nicht besetzen. Mittelständische Klein- und Kleinstbetriebe sind hier mit 42,4 % viel häufiger betroffen als die großen der Branche mit 17,5 %.

Ob jeder Lernen kann, was er will, hängt in erster Linie davon ab, welche Anforderungen der Traumberuf mit sich bringt. Die Unternehmen klagen zu oft darüber, dass die schulische Reife und gute Leistungen bzw. Noten Mangelware sind. Viele investieren schon heute Unmengen Zeit und Geld um kleinere Vermittlungshemmnisse individuell auszugleichen. Sie arrangieren Nachhilfe in Mathe oder Deutsch, weil es Schulabgängern immer öfter an wesentlichen Grundlagenwissen fehlt. Auch die Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz bedarf heute deutlich mehr Anstrengungen und besserer Vermittlungsarbeit. Ansprechpartner, wie die Arbeitsagentur, müssen passgenau(er) und individuell(er) vermitteln. Vielen Jugendlichen, die nicht auf Anhieb die richtige Stelle finden , fehlt es oft an Vertrauen offen über Handicaps und Unwegsamkeiten zu sprechen. Funzt es nicht gleich, melden sie sich auch nicht zwangsläufig arbeitssuchend.

Vom Wunsch zur Wirklichkeit…

Wer Kinder hat, weiß, dass schon 4 bis 7jährige zielstrebig erste Berufswünsche formulieren und viele Fragen stellen. Vom Feuerwehrmann, über die Polizistin oder Tierärztin bis hin zum Friseur ist das Spektrum breit gefächert. Wünsche entstehen oft durch das was uns begeistert, was wir sehen, haben wollen oder gut finden. Die „Berufsorientierung“ zieht sich dabei von der Kindertagesstätte, über die Schule bis dann letztlich zur Ausbildung oder dem Studium. Für Mama und Papa ist ein wichtiger Tip immer ein offenes Ohr zu haben und auch Fragen zu stellen, z.b. nachdem, was eine Polizistin oder der Feuerwehrmann tut. Wissen sie selbst mal die Antwort nicht gleich oder umfassend, lohnt es sich gemeinsam eine passende Antwort zu finden. Eine spannende Geschichte, ein Spiel oder der Besuch bei der Feuerwache beantwortet auch die letzten Fragen.

Kinder und Jugendliche erwerben Überblicks-,  Erfahrungs- und Allgemeinwissen erst auf dem Weg zur Volljährigkeit. Sie haben nur bedingt Kenntnisse von Gesetzen, Verordnungen, Richtlinien, Abläufen und Prozessen. Viele Gespräche und Erfahrungen mit der Umwelt prägen und formen den Berufswunsch. Einige Berufswünsche lösen sich im Laufe der Zeit einfach wieder in Luft auf oder verändern sich. Orientiert man sich, z.b. zu breit kann man sich leicht verfranzen, weil die Auswahl einfach zu groß ist. Ist man zu engstirnig und fixiert auf einen Traumberuf muss man sich unter Umständen schon sehr früh im Klaren sein, welche Voraussetzungen es für die Umsetzung bedarf.

Während ein Jugendlicher in der Pubertät oft weniger Lust hat im Berufenet der Arbeitsagentur zu stöbern, ist ihr Grundschulkind vielleicht ein wissbegieriger Zuhörer, wenn sie ihm einzelne Berufsbilder, wie Bäckerin, Feuerwehrmann, LKW-Fahrer, Make-Up Artist, Arzt oder Maskenbildner vorlesen. Stehen sie auch in dieser Findungs- und Probierphase offen und wertfrei für Fragen zur Verfügung. Träumen sie ruhig mal mit!

Was die Berufsorientierung bringen sollte?

In der klassischen Berufsvorbereitung während der Schulzeit wird ihr Kind in etwa ab dem 7. Schuljahr vertiefend auf das Finden eines Ausbildungs- oder Studienplatzes vorbereitet. Dabei fühlen sich viele Jugendliche für den Moment erstmals als geerdet. In Schulpraktika, beim Besuch von Ausbildungsmessen oder Studientagen schnuppert ihr Teenager ins zukünftige Ausbildungs- und Arbeitsleben rein. Bevor man sich allerdings beim zehnten Praktikum verzettelt oder den roten Faden beim Ferienjob zur Aufbesserung des Taschengeldes verliert, sollte man sich klar werden, was man eigentlich wirklich machen möchte.

Falls man im stillen Kämmerlein oder zusammen mit der Familie nicht weiterkommt, lohnt es sich externe Hilfe einzuschalten. Nach dem erfolgreichen Schulabschluss drücken wir ihrem Kind die Daumen, dass es seinen Traumberuf ergreift. An der Schnittstelle zum Ausbildungsstart stehen wir ihnen und ihrer Familie gern begleitend zur Seite.

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