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Expertentelefon: Jeder Dritte hat keine Haftpflichtversicherung – was passiert im Schadensfall?

Computer (c) familienfreund.de

Rund 30 Prozent der deutschen Haushalte haben keine private Haftpflichtversicherung. Dabei können die Folgen dramatisch sein: Wer beispielsweise einen Blumentopf von einer Fensterbank kippt und damit einen Passanten verletzt, für den kann es teuer werden. Ist der Passant nach dem Unfall erwerbsunfähig oder gar pflegebedürftig, kann das für den tollpatschigen Verursacher sogar den finanziellen Ruin bedeuten. Behandlungskosten, Schmerzensgeld, Pflegekosten oder Verdienstausfall, das kann sich schlimmstenfalls auf Millionen summieren. Viele unterschätzen die Risiken und denken, es gehe nur darum, mal eine Fensterscheibe beim Nachbarn oder die Brille des Freundes zu ersetzen.

Tatsächlich benötigt jeder private Haushalt eine Haftpflichtversicherung. Denn nach dem BGB kann jeder für Schäden, die er verursacht, in unbegrenzter Höhe haftbar gemacht werden. Und diese Last lässt sich allein nicht schultern. Eine Familienhaftpflicht schützt prinzipiell die ganze Familie. Aber gilt das auch für Patchwork-Familien, bei denen die Partner nicht verheiratet sind? Und wie lange sind die Sprösslinge durch die Familienpolice geschützt bzw. wann benötigen sie eine eigene Haftpflicht? Und welche Schäden deckt eine Haftpflicht genau ab? Zahlt sie auch dann, wenn die versicherte Person dement ist?

Kinder, Kinder …

Wenn Kinder spielen und toben, ist schnell etwas passiert. Da kann der Bobbycar des Sprösslings schon einmal an der Tür von Nachbars schmuckem Neuwagen hängen bleiben, der Fußball schlägt im Fenster nebenan ein oder der Orangensaft ruiniert den teuren Perserteppich der Bekannten. Von einer Sekunde zur anderen wird aus Kinderspiel oft Ernst mit teuren Folgen. Kein Problem, das zahlt die Haftpflichtversicherung, denken sich die Betroffenen meist. Doch so einfach ist es oft nicht, im Zusammenhang etwa mit der Aufsichtspflicht sind häufig knifflige Fragen zu klären. Denn Eltern sollen ihre Sprösslinge zu eigenständigen und verantwortungsbewussten Wesen erziehen. Dazu müssen sie ihnen aber auch die nötige Freiheit gewähren. Andererseits haben Eltern aber ebenso eine Aufsichtspflicht für die Kinder und müssen diese und auch Dritte vor Schaden bewahren. Wie lange sind Kinder schuldunfähig? Zahlt die Haftpflichtversicherung auch bei einer Verletzung der Aufsichtspflicht? Was hat es mit der sogenannten Deliktunfähigkeitsklausel auf sich? Benötigen Patchwork-Familien mehrere Haftpflichtpolicen? Sind Studenten über die Haftpflicht der Eltern abgesichert? Auch Senioren können im übrigen Schäden anrichten. Das gilt selbst dann, wenn sie im Heim leben.

Tagesmütter und „Leih-Omas“

Viele Eltern finden keinen geeigneten Betreuungsplatz für ihre Kinder. Die Alternative ist die Betreuung durch Tagesmütter oder „Leih-Omas“. Auch in diesem Fall sollten alle entsprechenden Rechte und Pflichten zwischen Eltern und der beauftragten Tagesmutter oder Leih-Oma vorab sorgfältig geklärt werden. Denn auch hier kann es zu kniffligen Fragen kommen: Geht die Aufsichtspflicht von den Eltern vollständig auf die Tagesmutter über? Wer haftet bei einer Verletzung der Aufsichtspflicht für Schäden, die das Kind verursacht? Was ist, wenn die Tagesmutter ihre Tageskinder im Auto mitnimmt und während der Fahrt Verkehrsregeln missachtet?

Das kann tierisch teuer werden

In Deutschland leben Schätzungen zufolge mehr als 20 Millionen Haustiere, jeder dritte Haushalt verfügt über einen Mitbewohner wie Hund oder Katze. Falls ein Vierbeiner tritt, beißt oder möglicherweise sogar Verursacher eines Verkehrsunfalls ist, sind indirekt schlimmstenfalls extrem hohe Schäden möglich. Sie kommen durch die Kosten zustande, die dem Geschädigten für Arzt, Krankenhaus, Pflege und Verdienstausfall sowie Forderungen nach Rentenzahlungen oder Schmerzensgeld entstehen. Entsprechende Schadensersatzansprüche können für nicht versicherte Tierbesitzer den finanziellen Ruin bedeuten. Und das gilt auch dann, wenn den Tierhalter keine direkte Schuld trifft. Denn die Kosten muss er laut BGB trotzdem übernehmen. Wie können Tierhalter in Sachen Haftpflicht auf Nummer sicher gehen? Für welche Art von Tieren braucht man welche Versicherung? Welche Schäden sind dadurch abgedeckt? Übernimmt die Haftpflicht Abnutzungsschäden, die ein Tier etwa in einer Mietwohnung verursacht?

Was ist, wenn nichts zu holen ist?

Warum haben etwa 30 Prozent aller Haushalte keine private Haftpflichtversicherung? In einer Emnid-Umfrage im Auftrag der Ergo Direkt Versicherungen gaben 55 Prozent der Nichtversicherten an, dass sie aus Kostengründen auf diesen existenziellen Schutz verzichten. Damit gehen sie zum einen selbst ein hohes Risiko ein. Zum anderen bedeutet es aber auch, dass Geschädigte in der Regel auf ihrem Schaden sitzen bleiben, wenn der Verursacher diese Police nicht besitzt und auch sonst bei ihm nichts zu holen ist. Was kann ein Geschädigter tun, um trotzdem auf der sicheren Seite zu sein?

Rufen Sie an

Alle Fragen rund um das Thema „Haftpflicht“ beantworten vier Juristen und Versicherungsfachleute an unserem Expertentelefon. Am Donnerstag, dem 21. März 2013, erhalten Interessierte von 10 bis 16 Uhr fundierte Antworten auf ihre Fragen und zu ihren Schadensfällen.

Am Telefon sitzen für Sie:

  • Dr. Susanne Punsmann, Rechtsanwältin und Fachanwältin für Versicherungsrecht, Düsseldorf. Sie ist Autorin des Ratgebers „Versicherungsschäden. Was tun?“ und betreibt die Website www.versicherungsnehmerrecht.de.
  • Dr. Enno Poppen, Celle. Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht, Notar.
  • Holger Kirchmann, Fachanwalt für Familienrecht, Mitglied im Vorstand des Düsseldorfer Anwaltvereins e.V., Regionalbeauftragter der Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im Deutschen Anwaltverein für den OLG Bezirk Düsseldorf.
  • Matthias Walther, Experte für Sachversicherungen bei den Ergo Direkt Versicherungen, Fürth.

Rufen Sie an! Holen Sie sich Ihren persönlichen Expertenrat unter der kostenfreien Rufnummer 0800-000 55 32!

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