Facebook Zaehlpixel
0341-355408-12 info@familienfreund.de

Weltverdauungstag – wie Probleme entstehen und verhindert werden

Ernährung | Ampel aus paprika (c) Thomas-Max Müller / pixelio.de

Seit acht Jahren findet jeweils am 29. Mai der Weltverdauungstag statt. Für viele Menschen ein Tag mit einem ernsten Hintergrund, denn nicht immer läuft die eigene Verdauung problemlos ab. Fast jeder Dritte leidet unter Verdauungsbeschwerden. Doch noch immer handelt es sich um ein Tabuthema, über das nicht gesprochen wird. Mit dem Weltverdauungstag möchte die World Gastroenterology Organisation (WGO) auf die Beschwerden rund um die Verdauung in der Öffentlichkeit aufmerksam machen.

Die möglichen Probleme mit der Verdauung sind vielfältig. Menschen mit Verdauungsbeschwerden leiden unter Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl, Aufstoßen, Magen- und Darmschmerzen, Sodbrennen, Appetitlosigkeit, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung. Hinzu kommen Unwohlsein und Abgeschlagenheit. Auch die Blase kann von Verdauungsstörungen betroffen sein. Vermehrter Harndrang und sogar nächtliches nächtliches Bettnässen können in Folge einer Verstopfung auftreten. Stark verhärteter Stuhl im Enddarm kann während der Nacht so stark auf die Blase drücken, dass eine unwillkürliche Entleerung erfolgt.

Gründe für Verdauungsprobleme

So vielfältig wie die möglichen Verdauungsstörungen sind, sind auch die Ursachen. Diese können grundsätzlich in jedem an der Verdauung beteiligten Organ oder Körperteil liegen. Dazu gehören Mund, Speiseröhre, Magen, Darm, Leber und Gallenblase sowie die Bauchspeicheldrüse. Beschwerden des Verdauungstraktes können durch entzündliche und infektiöse Prozesse, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, hormonelle Veränderungen oder Medikamentennebenwirkungen hervorgerufen werden. Verdauungsstörungen können jedoch auch ein Hinweis auf eine Krebserkrankung im Bereich des Verdauungsapparates sein. Nahrungsmittelunverträglichkeiten werden häufig nicht bemerkt. Eine Unverträglichkeit von Histamin, Fructose oder Laktose wird jedoch immer häufiger diagnostiziert. In den weitaus meisten Fällen haben Verdauungsstörungen ihre Ursache jedoch in einer unausgewogenen Ernährung, einer zu geringen Flüssigkeitsaufnahme, fehlender Bewegung oder zu viel Stress.

Vorbeugung und Hilfe durch Ernährung, Sport und Entspannung

Eine Umstellung der Ernährung auf eine vollwertige Kost kann in vielen Fällen Linderung der Beschwerden bringen und weiteren Problemen vorbeugen. Die Ernährung sollte reich an Ballaststoffen sein. Diese regen die Darmtätigkeit an und können Verstopfung vermeiden helfen. Vollkornprodukte, Obst und Gemüse enthalten viele Ballaststoffe. Auf Fertigprodukte, zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke, Weißmehlprodukte sowie stark blähende Speisen sollte verzichtet werden. Kohl, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Knoblauch und Käse können schmerzhafte Blähungen hervorrufen. Eine gestörte Darmflora ist häufig ursächlich für Probleme mit der Verdauung. Joghurt und Sauerkraut können die Darmflora günstig beeinflussen. Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme. Empfehlenswert sind mindestens 1,5 – 2 Liter pro Tag. Stilles Wasser, ungesüßter Kräutertee und Saftschorlen belasten im Gegensatz zu Kaffee, schwarzem Tee oder Alkohol die Verdauung nicht noch zusätzlich. Auf Nahrungsmittel, die eine Unverträglichkeitsreaktion hervorrufen, sollte gänzlich verzichtet werden. Bei Verdauungsbeschwerden empfiehlt es sich, über einen Zeitraum von einigen Wochen ein Ernährungstagebuch zu führen. Aus diesem lässt sich dann möglicherweise ableiten, welche Nahrungsmittel Probleme bei der Verdauung bereiten. Auf diese kann dann gezielt verzichtet werden.

Körperliche Bewegung regt die Darmtätigkeit an und sorgt für eine problemlose Verdauung. Ein täglicher Spaziergang kann schon dabei helfen, die Verdauungsbeschwerden zu regulieren. Ein gezieltes Bauchmuskeltraining regt indirekt auch die Darmmuskulatur an. Die tiefe Bauchatmung – wie sie beispielsweise im Yoga praktiziert wird – massiert über die Bewegungen des Zwerchfells sanft die Verdauungsorgane. Stress im Alltag bedeutet häufig zusätzlichen Stress für den Verdauungsapparat. Entspannungsverfahren wie Autogenes Training, Progressive Muskelrelaxation oder Meditation beruhigen und haben einen wohltuenden Einfluss auf die Verdauung.

Hat Ihnen der Beitrag geholfen? Behalten Sie ihn nicht für sich !

1 Kommentar zu “Weltverdauungstag – wie Probleme entstehen und verhindert werden”

  1. Toller Artikel und endlich mal etwas leicht Verständliches zu diesem Thema! Werde das auch an Freunde und Kollegen weitergeben. Danke!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.