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Wenn das Montessori-Prinzip versagt

Altenpflege (c) geralt / pixabay.de

Waren Sie vor Kurzem mal in einem Einkaufscenter? In so einem mit großem Parkhaus und allem Drum und Dran und über mehrere Etagen? Wo ist eigentlich egal, denn bemerkenswert ist es, wie viele Besucher schon jetzt die Fahrstühle benutzen.

Will man denn mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen hoch oder runter, muss man zweifelsohne längere Wartezeiten einplanen. Und jetzt überlegen Sie mal, wie das in 10 Jahren wird, wenn jeder 3. über 60 ist oder in 20 Jahren, wenn jeder 5. zu den über 80jährigen gehört.

Reine Familiensache oder doch nicht?

Bereits Renate Schmidt, als sie Familienministerin und Initiatorin der Lokalen Bündnisse für Familien war, mahnte, dass unsere Immobilien und Rentenfonds uns nicht durch’s Kaufhaus schieben können. Entweder wir haben Kinder, die die Verantwortung auch übernehmen wollen oder wir suchen uns professionelle Hilfe. Vom Gang zur Pflegekasse über das Organisieren des Alltags und der Rund-um-die-Uhr-Betreuung bis hin zum Schreiben des Pflegetagebuches – ein Tag hat nur 24 Stunden und man kann sich ja auch nicht zerteilen. Schon heute meistern 10 Millionen Menschen einen pflegebedürftigen Familienangehörigen – in 10 Jahren aber werden es 27 Millionen sein. Da kommt was auf die Familien und die Dienstleister zu.

Der Service für die Beschäftigten und ihre Angehörigen

Aufgrund des demografischen Wandels erlebt die Pflegebranche einen Boom. Fachkräfte und Fachkräftenachwuchs sind gefragter denn je. Während personelle und infrastrukturelle Ressourcen im Verhältnis zu den wachsenden Pflegebedürftigen schon heute knapp sind, fördert die Bundespolitik die Pflege zu Hause oder fordert ältere auf Seniorenwohngemeinschaften zu gründen. Nicht zuletzt soll das natürlich 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen: zum einem wirkt man der Vereinsamung von SeniorInnen entgegen, zum anderen bündelt man Ressourcen und minimiert den personellen Aufwand.

Wir als Dienstleister für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie haben auch jetzt schon im Pflegebereich alle Hände voll zu tun. Unser deutschlandweites Netzwerk muss ständig überwacht, gepflegt und auf die Bedürfnisse und Wünsche der betreuten Familien angepasst werden. Immer größerer Beliebtheit erfreut sich das Einstellen von PflegerInnen und Assistenten. Pflegekräfte aus Polen, Tschechien oder anderen europäischen Ländern finden dank Freizügigkeit leicht einen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt.

Wenn aufgrund unterschiedlicher Anforderungen eine stationäre Pflege nicht in Frage kommt, aber eine 24h pflege dennoch notwendig ist, empfehlen wir häufig – ähnlich einer angestellten Kindertagespflegeperson – einen Pfleger oder Pflegerin für den Haushalt zu suchen. Als Lösungsproduzent liefern wir auch hier passende Ansprechpartner, die sich als Profi mit Vermittlung von Fachkräften aus Polen, Tschechien und Ungarn auskennen. Am 1. Juli 2013 wird auch für kroatische Arbeitskräfte der deutsche Arbeitsmarkt offen stehen. Die Abschlüsse und Zulassungsvoraussetzungen unterscheiden sich zwar, aber die Ausbildung muss nicht schlechter sein.

Und trotzdem gibt es noch andere Faktoren, die die Situation verschärfen. Zum einem verändern sich die Familienstrukturen und zum anderem werden immer weniger Kinder geboren. Gerade junge und berufstätige – die Steuerzahler von heute und morgen – die mit Ihrer Hände Arbeit für Ihre Rente Verantwortung übernehmen, werden vielleicht gezwungen werden sich externe Hilfe holen zu müssen.

Gute Pflege kostet gutes Geld?

Jain – denn gute Pflege muss man vor allem wollen und organisieren. Die Voraussetzung dafür ist es schon zu Zeiten bester körperlicher und geistiger Gesundheit Antworten auf die folgenden Fragen zu finden:

  1. Wie will ich/wir alt werden?
  2. Wo will ich/wir alt werden?
  3. Welche Rahmenbedingungen (familiär, finanziell, mental) gibt es?
  4. Welche müssen für meine Wünsche auf jeden Fall erfüllt sein?
  5. Welche Alternativen kann ich mir persönlich vorstellen?

Pflege kommt nicht geplant sondern bricht oft nach einem Unfall, mit einer Erkrankung oder eben altersbedingten Verfall über uns herein. Nur wenige Menschen sind optimal versorgt, versichert und frei im Kopf für wichtige Entscheidungen. Natürlich reicht es nicht sich einmal abschließend mit dem Thema zu beschäftigen. 24 Stunden Pflege kostet vor allem Familienangehörige Zeit, Kraft und Nerven. Gerade bei älteren Ehepaaren kommt die Einsicht, dass Mann oder Frau dauerhafte Betreuung und Hilfe oft zu spät kommt. Vor allem zu spät für Aktivierung und Integration beklagen Senioren- und Pflegeheime. Nicht nur altersbedingte Leiden und Krankheiten werden in der Partnerschaft verdrängt sondern auch die Erkenntnis, dass Familienangehörige überfordert sind.

Was viele nicht wissen: von einer einfachen Haushaltshilfe über einen Alltagsbegleiter bis hin zum geschulten Fachpersonal mit grundsolider medizinischer Ausbildung ist mit einer Pflegestufe von 0 bis 3 fast alles möglich. Dazu kommen Pflegesachleistungen und Zuschüsse für altersgerechten Um- und Ausbau sowie Kostenübernahme für Hilfsmittel.

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1 Kommentar zu “Wenn das Montessori-Prinzip versagt”

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