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wissensfabrik deutschland zeigt weg zu hohen bildungsrenditen

Wissensfabrik - Unternehmen für Deutschland e.V. (c) wissensfabrik-deutschland.de

wie das gehen soll? ganz einfach: durch investitionen in die jüngsten. qualitative verbesserungen der frühkindlichen bildung führen laut berechnungen des instituts der deutschen wirtschaft köln (iw) im auftrag des politisch unabhängigen unternehmensnetzwerks „wissensfabrik – unternehmen für deutschland e.v.“ zu 8 % rendite für den staat und zu 13 % für die gesamte wirtschaft.

quantiät und qualität sind das ziel

die vielerorts geforderten kostenfreien kindergartenplätze bringen erst dann den gewünschten erfolg, wenn im gleichen atemzug die qualität der frühkindlichen bildung verbessert wird. dies kann man z.b. durch einen verstärkten praxisbezug erreichen. es müssten mindeststandard geschaffen werden, wie etwa eine notwendige hochschulausbildung der erzieher. der staat müsste 10 milliarden euro jährlich aufbringen. so könnten gebührenfreie kindergartenplätze geschaffen, die ausbildung der erzieher auf ein höheres niveau gestellt und bestimmte mindeststandars eingeführt werden. ausserdem müssten die grundschulen zu ganztagsschulen werden. schon im jahr 2050 sind dann jährliche zusatzeinnahmen von 14 milliarden euro möglich.

gute bildung bringt einen vorsprung

die argumentationskette ist leicht nachvollziehbar: besser ausgebildete beschäftigte sind weniger arbeitslos, erwirtschaften demzufolge mehr und zahlen mehr steuern. die folge ist ein ansteigenden sozialprodukt. aber auch auf anderem weg werden positive effekte erzielt. aus der pisa-studie ergibt sich, dass er länger als ein jahr in der kita war, bereits mit 15 jahren seinen gleichaltrigen mitschülern ohne lange kita-erfahrung bereits um ein oder sogar um zwei jahre voraus ist. sie haben somit auch bessere chancen auf eine abgeschlossene lehre und einen entsprechenden beruf. das iw geht in seinen berechnungen von einsparungen von 4,2 milliarden euro aus, bedingt durch einen früheren wechsel von kita in grundschule und wegfall der kosten für schulabbrecher und wiederholer.

das geld für die jährlich notwendigen investitionen von 10 milliarden euro soll aus der „demografischen rendite“ kommen. da die schülerzahlen kommen, wären ab 2012 jährlich bis zu 10 milliarden euro „übrig“. was in der studie leider nicht bedacht wurde, ist die erst kürzlich verabschiedete förderalismusreform. sie macht einen bundeseinheitlichen weg unmöglich, da hier die bildungshoheit der länder verstärkt wurde. eine einigung aller 16 bundesländer auf einen einheitlichen weg ist nur schwer vorstellbar, sehen wir uns doch nur mal an, wie lange es schon allein gedauert hat, sich auf einzelne eckpunkte des ganztagschulprogramms zu einigen.

die gesamte studie sowie infografiken zu den investitionen und zur reformredite stehen ihnen hier zur verfügung.

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