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Wo sich die Jobsuche gerade besonders lohnt

Handwerk | Hammer und Schraube (c) gerd altmann / pixelio.de

Das Stellenangebot in der gesamten Bundesrepublik umfasst derzeit über eine Million Jobs auf dem ersten Arbeitsmarkt, so die Untersuchungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). In vielen Branchen herrscht Fachkräftemangel und qualifizierte Bewerber haben bei der Jobsuche jetzt besonders gute Chancen. Hier sind ein paar Branchen mit aktuell besonders vielen Jobs.

Im Handwerk fehlt der Nachwuchs

Handwerksbetriebe blicken einem drohenden Fachkräftemangel entgegen und wollen diesem langfristig begegnen, indem sie mehr jungen Leuten die Jobsuche in Handwerksberufen schmackhaft machen wollen. Zwar haben Anfang September über 100.000 Auszubildende eine Handwerkslehre begonnen, doch es fehlen noch immer zahlreiche Nachwuchshandwerker. Noch mehr als 20.000 Lehrstellen sind unbesetzt, so Dirk Palige, Geschäftsführer des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) zur Deutschen Handwerkszeitung. Besonders hart ist die Situation für das Handwerk in Ostdeutschland. Nach Angaben der Handwerkskammer Dresden waren Anfang August noch hunderte Lehrstellen in nahezu allen handwerklichen Berufen frei. Besonders viele Ausbildungsplätze gibt es für Elektroniker und Kfz-Mechatroniker sowie für Bäcker, Tischler, Friseure und Verkäufer im Lebensmittelhandwerk.

Beschäftigungswachstum im Gesundheitswesen

Die Gesundheitswirtschaft trägt am stärksten zum Beschäftigungswachstum in Deutschland bei. In seinem aktuellen Gesundheitsreport geht der Deutsche Industrie- und Handkammertag (DIHK) davon aus, dass dieses Jahr bis zu 90.000 neue Stellen entstehen, wovon ein großer Teil auf die personalintensiven Gesundheits- und sozialen Dienste entfällt. 44 Prozent der vom DIHK befragten Betriebe sehen den Fachkräftemangel bereits in den kommenden Monaten als Gefahr für ihre wirtschaftliche Entwicklung. Der DIHK fordert daher von Unternehmen und Politik eine Vielzahl von Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel. Frauen müssen verstärkt gewonnen und Potenziale älterer Arbeitnehmer erschlossen werden und auch sinnvolle Konzepte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf müssen her.

IT-Sektor auf der Suche nach Fachpersonal

Die Beschäftigung in der deutschen ITK-Branche steigt weiterhin stark an. Die Zahl der dort angestellten Mitarbeiter wuchs letztes Jahr um 18.000 auf über 866.000 und soll dieses Jahr um weitere 10.000 ansteigen, so der Hightech-Verband BITKOM. Doch auch hier fehlt es an qualifizierten Fachkräften. Mehr als jedes zweite Unternehmen will in diesem Jahr zusätzliches Personal einstellen, doch zwei Drittel der Unternehmen finden nach eigenen Angaben für offene Positionen nicht die geeigneten Mitarbeiter. Laut BITKOM gibt es in Deutschland aktuell rund 38.000 offene Jobs für IT-Spezialisten, die nicht oder nur sehr schwierig zu besetzen sind.

Mehr Jobs in der Automobilbranche

Auch in der Automobilbranche werden vermehrt freie Stellen gemeldet. Bis zum Jahr 2011 hat die Zahl der gemeldeten Stellen sogar zugenommen, doch seit letztem Jahr stagniert die Entwicklung. „Dies könnte auch daran liegen, dass es nicht genügend Fachkräfte auf dem Markt gibt“, so der Sprecher der Bundesagentur für Arbeit (BA), Paul Ebsen. Besonders bei der Herstellung von Kraftwagen gibt es laut der Bundesagentur leichte Beschäftigungsverluste. Aber Anzeichen von Krise machen sich in der Autobranche nicht bemerkbar.

Bei den Fahrzeugbauern haben derzeit besonders Akademiker gute Karten. Ingenieure aus den Bereichen Fahrzeugtechnik, Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik, Wirtschaftsingenieurwesen sowie Informatiker und Wirtschaftswissenschaftler sind dort begehrt. Auch qualifizierte Automobilverkäufer sind sehr gefragt und so sind viele Autohäuser auf der Suche nach neuem Personal. BMW Vertragshändler zum Beispiel suchen deutschlandweit Verstärkung im Verkauf und stellen sowohl Junior- als auch Seniorverkäufer ein.

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