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Zahnprophylaxe für Schwangere ist Pflicht

Gebissabdruck Zahnersatz (c) Dieter Schütz / pixelio.de

Gebissabdruck Zahnersatz (c) Dieter Schütz / pixelio.de

(djd) Einem alten Sprichwort zufolge kostet jedes Kind die Mutter einen Zahn. Beim heutigen Stand der Zahnprophylaxe ist diese Volksweisheit längst nicht mehr haltbar – Voraussetzung ist aber, dass die Schwangere eine sorgfältige Mundhygiene betreibt.

Zu einer umfassenden Vorsorge gehört ein Zahnarztbesuch, am besten zu Beginn der Schwangerschaft. Dr. med. Silke Liebrecht-Rüsing, Zahnmedizinerin aus Köln: „Frauen, die beispielsweise Karies haben, sollten bald die Löcher füllen lassen. Die erhöhte Anzahl an Kariesbakterien im Mund der Schwangeren überträgt sich sonst nach der Geburt auf den Säugling.“

Hormonelle Veränderungen

Durch die hormonellen Veränderungen während der Schwangerschaft kann es zu verstärkter Speichelbildung kommen – und dieser Speichel ist meist säurehaltiger und kann den Zahnschmelz angreifen. Hier lässt sich mit einer gründlichen Zahnhygiene zu Hause vorbeugen.

Schwangere leiden zudem oftmals unter Zahnfleischbluten. Liebrecht-Rüsing: „Durch die Hormonumstellung, vor allem zu Beginn der Schwangerschaft, schwillt das Zahnfleisch an. Es entstehen Zahnfleischtaschen, Beläge bleiben eher hängen. Die Folgen sind eine Zahnfleischentzündung und Zahnfleischbluten. Hier sind die Zahnreinigung durch den Zahnarzt und eine gute Mundhygiene besonders wichtig.“

Zahnzusatzversicherungen im Test

Nicht nur Schwangere, sondern alle Erwachsenen sollten sich beim Zahnarzt regelmäßig Unterstützung für ein gesundes Gebiss holen. Doch stehen dabei höherwertige Maßnahmen an, muss der Patient schnell mehr als 1000 Euro berappen. „Zahnzusatzversicherungen sind sinnvoll für Kassenpatienten, die die zusätzlichen Kosten für teuren Zahnersatz wie Kronen oder Brücken in höherwertiger Ausführung nicht alleine tragen wollen“, empfiehlt „Finanztest“

gefährliche Parodontitis

Gefährlich wird es, wenn bei der Schwangeren eine chronische Entzündung des Zahnhalteapparates, die Parodontitis, festgestellt wird. Dr. Silke Liebrecht-Rüsing, Zahnmedizinerin aus Köln: „Patientinnen mit einer sogenannten schweren generalisierten marginalen Parodontitis haben ein achtfach erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt beziehungsweise für die Geburt eines untergewichtigen Kindes. Diese Frauen benötigen daher unbedingt eine besondere Betreuung während der Schwangerschaft.“

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