telefonieren ist für viele menschen nicht selbstverständlich. neben dem telefonanschluss, dem telefon und einem vertrag mit einem anbieter brauch man auch noch
hände, ohren und seine stimme. gerade für gehörlose und hörgeschädigte menschen gibt es ab januar 2009 die möglichkeit einen vermittlungsdienst zu nutzen. in bonn hat die bundesnetzagentur jetzt in einer verfügung dessen einführung festgelegt.
"mit unserer entscheidung wird jetzt in deutschland ein bundesweiter vermittlungsdienst für gehörlose und hörgeschädigte menschen in den regelbetrieb überführt. damit können gehörlose und hörgeschädigte menschen jeden anderen festnetz- oder mobilfunkanschluss anrufen bzw. von dort auch angerufen werden. somit wird barrierefrei der telefonische kontakt z. B. zu freunden, familienangehörigen, ärzten oder behörden ermöglicht", sagte der präsident der bundesnetzagentur, matthias kurth.
das prinzip ist einfach aber wirkungsvoll. der hörgeschädigte baut per computer eine videoverbindung zu einer technischen vermittlungsplattform auf. ein gebärdendolmetscher ruft den von ihm gewünschten teilnehmer an und übersetzt dann auch noch das gespräch zwischen den teilnehmern. so ist es auf einen schlag möglich, dass hörgeschädigte und gehörlose mit hörenden, hörgeschädigten und gehörlosen barrierefrei kommunizieren.
also dann - ran ans telefon.
veröffentlicht: root -- Sonntag, 01. Februar 2009; 23:14:51 Uhr