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nachdem die entscheidung im rathaus in einer internen sitzung gefällt war, wurde der gemeinderat informiert. das vorhaben war noch verschlusssache und schon meldete sich per mail der vorsitzende des kinderschutzbundes im mittleren erzgebirgskreis und erkundigte sich nach dem verfahrensweg zur übernahme der kita meinersdorf.
als man im rathaus informationen über den interessenten einholte, kam man zu einer schockierenden erkenntnis. vorsitzender des kinderschutzbundes für diese region ist jens mehlhorn, einstiger landesbeauftragte der rechtspopulistischen schill-partei. zwar existiert diese in sachsen nicht mehr, mehlhorn ist aber bis heute politisch aktiv. im september 2007 unterzeichnete er die gründungsvereinbarung für das rechte "bündnis für sachsen", welchem unter anderen verschiedene dsu-mitglieder und republikaner angehören.
bürgermeister probst wusste nun natürlich auch, dass der kinderschutzbund seine informationen über einen möglichen trägerwechsel nur von mathias seifert, mitglied im burkhardtsdorfer gemeinderat und vorsitzender der republikaner in sachsen, haben konnte. im rathaus hat man nun angst vor einer rechtsextremistischen verschwörung und einer politischen unterwanderung der kindereinrichtung. "wir brauchen diese braune soße nicht", sagt probst.
sowohl mehlhorn als auch seifert bestreiten diese vorwürfe. das "bündnis für sachsen" sei sein persönliches hobby und habe nichts mit der entscheidung des kinderschutzbundes zu tun, sich in richtung meinersdorf zu orientieren, so mehlhorn. seifert bestätigte unterdessen, dass der hinweis zum kindergarten von ihm stammen könnte. beide geben vor, nichts bzw. nichts mehr mit rechtsextremen gedankengut am hut zu haben. mehlhorn sei mittlerweile mitglied der fdp und auch seifert sehe seine poliische zukunft woanders.
auch beim kinderschutzbund landesverband sachsen läuteten sofort die alarmglocken. man wolle sich noch heute zu dem sachverhalt positionieren. der landesvorsitzende jobst schönfelder sagte auf erste anfragen, dass es in jedem fall absolut inakzeptabel sei, wenn ein leitender vertreter des kinderschutzbundes mit diesem amt auf politischer ebene wirbt. das sei ein klarer verstoß gegen die vereinsrichtlinien.
probleme in der meinersdorfer kita "rasselbande" gibt es schon lange. besonders die undurchsichtige personalpolitik des trägers, der volkssolidarität stollberg, erregt immer mal wieder die gemüter.
anfang des jahres brachte ein neuerlicher wechsel der kita-leitung, wieder ohne anhörung der elternvertretung, das fass zum überlaufen. eine aussprache der parteien führte zu keinem ergebnis. ausserdem musste bürgermeister probst feststellen, dass eltern sich bereits weigerten, ihre kinder in diese einrichtung zu schicken. aus diesem grund wurde der wechsel des trägers beschlossen.nachdem die entscheidung im rathaus in einer internen sitzung gefällt war, wurde der gemeinderat informiert. das vorhaben war noch verschlusssache und schon meldete sich per mail der vorsitzende des kinderschutzbundes im mittleren erzgebirgskreis und erkundigte sich nach dem verfahrensweg zur übernahme der kita meinersdorf.
als man im rathaus informationen über den interessenten einholte, kam man zu einer schockierenden erkenntnis. vorsitzender des kinderschutzbundes für diese region ist jens mehlhorn, einstiger landesbeauftragte der rechtspopulistischen schill-partei. zwar existiert diese in sachsen nicht mehr, mehlhorn ist aber bis heute politisch aktiv. im september 2007 unterzeichnete er die gründungsvereinbarung für das rechte "bündnis für sachsen", welchem unter anderen verschiedene dsu-mitglieder und republikaner angehören.
bürgermeister probst wusste nun natürlich auch, dass der kinderschutzbund seine informationen über einen möglichen trägerwechsel nur von mathias seifert, mitglied im burkhardtsdorfer gemeinderat und vorsitzender der republikaner in sachsen, haben konnte. im rathaus hat man nun angst vor einer rechtsextremistischen verschwörung und einer politischen unterwanderung der kindereinrichtung. "wir brauchen diese braune soße nicht", sagt probst.
sowohl mehlhorn als auch seifert bestreiten diese vorwürfe. das "bündnis für sachsen" sei sein persönliches hobby und habe nichts mit der entscheidung des kinderschutzbundes zu tun, sich in richtung meinersdorf zu orientieren, so mehlhorn. seifert bestätigte unterdessen, dass der hinweis zum kindergarten von ihm stammen könnte. beide geben vor, nichts bzw. nichts mehr mit rechtsextremen gedankengut am hut zu haben. mehlhorn sei mittlerweile mitglied der fdp und auch seifert sehe seine poliische zukunft woanders.
auch beim kinderschutzbund landesverband sachsen läuteten sofort die alarmglocken. man wolle sich noch heute zu dem sachverhalt positionieren. der landesvorsitzende jobst schönfelder sagte auf erste anfragen, dass es in jedem fall absolut inakzeptabel sei, wenn ein leitender vertreter des kinderschutzbundes mit diesem amt auf politischer ebene wirbt. das sei ein klarer verstoß gegen die vereinsrichtlinien.
veröffentlicht: Antje K. -- Mittwoch, 27. Februar 2008; 09:16:20 Uhr
Kommentar von _rolf assen am Sonntag, 24. April 2011; 13:05:57 Uhr
Kommentar zu angst vor
>"wir brauchen diese braune soße nicht", sagt probst.Die Schillpartei wurde während ihrer gesamten Existenz weder vom Bundesamt noch einem der Landesämter für Verfassungsschutz beobachtet.
Dies dauernde Gesülze von der "braunen Soße" wirkt doch nur noch peinlich.