so oder so ähnlich kann man die arbeit in den vollen kindertagesstätten in sachsen beschreiben. kommunen und der örtliche träger der öffentlichen jugendhilfe wissen bestens bescheid,
wie die tatsächlichen betreuungsschlüssel in den einrichtungen aussehen. die gesetzlichen 1:13 im kindergarten, die im letztem haushaltsjahr auf 1:12 gesenkt werden sollten, sind längst nur ein tropfen auf den heißen stein.
eltern und sogar träger und personal der einrichtungen selbst geben an, dass der schlüssel in den einrichtungen in etwa bei 1:16 und in stosszeiten bei 1:20 liegt.
das bringt die erzieherInnen ans limit der leistungsfähigkeit. in leipzig z.b. wurden durch den statdtrat im letzten jahr ein zuschuss von 900000 euro gewährt um die pädagogische qualität in den einrichtungen zu verbessern. natürlich ging das nicht in mehr personal. im gegenzug werden dieses jahr die elternbeiträge erhöht bzw. an die gestiegenen betriebskosten 2008 angepasst und auch hier soll ein teil der einnahmen in die qualität gehen.
leider reicht mehr geld für sach- und projektbezogene kosten nicht aus, um eine bessere bildung zu machen oder/und den sächsischen bildungsplan besser umzusetzen. die krankenstände sind extrem hoch, die belastung körperlich und auch psychisch führt zu chronischen erkrankungen und damit viel längeren ausfallzeiten.
so wäre sicher eine lösung des disasters, die im gesetz verankerten 1:13 und 1:6 erst mal dauerhaft umzusetzen - also auch, wenn mal eine erzieherIn krank ist oder urlaub hat.
veröffentlicht: root -- Sonntag, 07. Februar 2010; 12:16:13 Uhr