Asylbewerber in Leipzig erhalten vom nächsten Jahr an Bargeld statt der umstrittenen Lebensmittelpakete.
"Jeder Asylbewerber kann künftig selbst entscheiden, was er wann und wo im Rahmen seiner Grundversorgung einkauft“, teilte Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) am Mittwoch in Leipzig mit. Das bedeute "ein Plus an Lebensqualität für die Leistungsberechtigten“.
Gegen die bisher zugeteilten Pakete mit Lebensmitteln und Hygiene- Artikeln hatte sich immer wieder Protest geregt. Die Empfänger kritisierten sie als diskriminierend. Nun bekommen die Asylbewerber Schecks, die sie in Banken einlösen können. Nach Angaben der Stadt stehen Erwachsenen maximal 224,97 Euro pro Monat zu, für Kinder unter sieben Jahren ist ein Betrag von 132,93 Euro vorgesehen.
In Leipzig leben derzeit 741 Asylbewerber, teils in Wohnheimen, teils in Wohnungen dezentral über die Stadt verteilt. Die Zahl ist in den vergangenen Jahren beständig zurückgegangen, hieß es. 2002 waren es noch 1852 Menschen.
quelle: dpa
veröffentlicht: Antje K. -- Donnerstag, 09. Oktober 2008; 13:22:04 Uhr