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nach bekanntwerden der folgen seines präparates verpflichtete sich die herstellerfirma grünenthal, für die opfer 100 millionen d-mark plus zinsen in die 1971 gegründete öffentlich-rechtliche stiftung "hilfswerk für behinderte kinder" einzuzahlen. auch der bund beteiligte sich mit 320 millionen mark. da die mittel der stiftung seit langem aufgebraucht sind, erfolgen die zahlungen seitdem vollständig aus mitteln des bundes. je nach schwere ihrer schädigung erhalten die betroffenen derzeit eine monatliche rente von 121 bis 545 euro. die stiftung steht unter der rechtsaufsicht des bundesministeriums für familie, senioren, frauen und jugend und betreut derzeit rund 2700 betroffene.
hintergrund für die entscheidung zur rentenerhöhung ist die veränderte lebenslage vieler betroffener. jahrelange fehlbelastungen der gelenke und der muskulatur führten zu fehlbelastungen, die so vorher nicht abzusehen waren. contergangeschädigte brauchen häufiger medizinische hilfen und ausserhäusliche unterstützung.
"die großartige lebensleistung von contergangeschädigten frauen und männern, die sich über jahrzehnte mit viel mut und mühen eigenständigkeit in beruf und familie erkämpft haben, können wir gar nicht hoch genug einschätzen. sie verdienen die anerkennung und den respekt der gesamten gesellschaft. ich freue mich deshalb über die entscheidung der regierungsfraktionen, die renten zu verdoppeln. die rentenerhöhung ist ein wichtiger und richtiger erster schritt", sagt ursula von der leyen.
im dezember letzten jahres trafen sich erstmals vertreter des bundesverbandes contergangeschädigter mit dem geschäftsführer der firma grünenthal, sebastian wirtz. dabei haben sie ihre gegenwärtige lebenssituation erläutert und auf dringend notwendige verbesserungen sowohl im medizinischen als auch im finanziellen bereich hingewiesen. wirtz zeigte sich betroffen von den schwierigkeiten der betroffenen im alltag und sagte zu, zeitnah mit dem bundesverband in kontakt zu bleiben, um nach unterstützungsmöglichkeiten zu suchen.
50 jahre nach dem skandal um das schlafmittel contergan haben sich die fraktionen cdu/csu und spd auf eine aufstockung der renten für betroffene und eine erhöhung des etats um 15 millionen euro geeinigt. die erhöhung werde noch in diesem jahr beginnen, so spd-fraktionschef peter struck.
diese entscheidung anerkennt die lebensleistung der contergangeschädigten, welche in bewundernswerter weise ihren platz in der gesellschaft gefunden und heute mit massiven spätfolgen zu kämpfen haben.nach bekanntwerden der folgen seines präparates verpflichtete sich die herstellerfirma grünenthal, für die opfer 100 millionen d-mark plus zinsen in die 1971 gegründete öffentlich-rechtliche stiftung "hilfswerk für behinderte kinder" einzuzahlen. auch der bund beteiligte sich mit 320 millionen mark. da die mittel der stiftung seit langem aufgebraucht sind, erfolgen die zahlungen seitdem vollständig aus mitteln des bundes. je nach schwere ihrer schädigung erhalten die betroffenen derzeit eine monatliche rente von 121 bis 545 euro. die stiftung steht unter der rechtsaufsicht des bundesministeriums für familie, senioren, frauen und jugend und betreut derzeit rund 2700 betroffene.
hintergrund für die entscheidung zur rentenerhöhung ist die veränderte lebenslage vieler betroffener. jahrelange fehlbelastungen der gelenke und der muskulatur führten zu fehlbelastungen, die so vorher nicht abzusehen waren. contergangeschädigte brauchen häufiger medizinische hilfen und ausserhäusliche unterstützung.
"die großartige lebensleistung von contergangeschädigten frauen und männern, die sich über jahrzehnte mit viel mut und mühen eigenständigkeit in beruf und familie erkämpft haben, können wir gar nicht hoch genug einschätzen. sie verdienen die anerkennung und den respekt der gesamten gesellschaft. ich freue mich deshalb über die entscheidung der regierungsfraktionen, die renten zu verdoppeln. die rentenerhöhung ist ein wichtiger und richtiger erster schritt", sagt ursula von der leyen.
im dezember letzten jahres trafen sich erstmals vertreter des bundesverbandes contergangeschädigter mit dem geschäftsführer der firma grünenthal, sebastian wirtz. dabei haben sie ihre gegenwärtige lebenssituation erläutert und auf dringend notwendige verbesserungen sowohl im medizinischen als auch im finanziellen bereich hingewiesen. wirtz zeigte sich betroffen von den schwierigkeiten der betroffenen im alltag und sagte zu, zeitnah mit dem bundesverband in kontakt zu bleiben, um nach unterstützungsmöglichkeiten zu suchen.
(foto: pixelio.de / rolf van melis)
veröffentlicht: Antje K. -- Donnerstag, 06. März 2008; 18:08:52 Uhr