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sportwissenschaftler der tu chemnitz wollten wissen: "wie gut ist der sportunterricht in sachsen wirklich?". nun liegen die ersten ergebnisse zur qualität des sportunterrichts und zur fitness der sächsischen schüler vor.
die studie "sportq" wurde 2006 vom sächsischen staatsministerium für kultus mit dem ziel in auftrag gegeben, die qualität und wirksamkeit des sportunterrichts in sachsen zu untersuchen und die umsetzung der aktuellen sportpläne zu überprüfen.
in einem ersten schritt wurden befragungen der schüler der klassenstufen fünf, sieben und neun durchgeführt. an dieser befragung nahmen 1.102 schüler aus chemnitzer gymnasien und mittelschulen teil. zum anderen fand eine lehrerbefragung als vollerhebung aller sportlehrer in sachsen statt. "der rücklauf der lehrerbefragung liegt bei 58 %, wodurch die studie repräsentative ergebnisse für den gesamten freistaat liefert", berichtet prof. dr. albrecht hummel vom institut für sportwissenschaft der tu chemnitz.
die ergebnisse zeigen, dass mehr als 70 % der schüler mit dem sportunterricht zufrieden sind. etwa ein viertel vergibt sogar die note "sehr gut". dabei fällt auf, dass jungen den sportunterricht durchweg positiver beurteilen. insgesamt wird der unterricht als bewegungsreich und realiv anstrengend eingeschätzt.
aus sicht der schüler und lehrer werden im sportunterricht vor allem traditionelle sportarten, wie geräteturnen und leichtathletik, unterrichtet. dabei fehlen den schülern die sogenannten trendsportarten, wie inline-skating oder auch klettern. die lehrer erklären diese diskrepanz mit den fehlenden rahmenbedingungen. der sportunterricht findet hauptsächlich in der turnhalle oder auf dem sportplatz statt. da sind die möglichkeiten zur umsetzung von trendsportarten begrenzt. ausserdem weisen die lehrer darauf hin, dass schwimmhallen, freibäder, offenes gelände oder wintersportgebiete nur im rahmen von exkursionen oder projekten möglich sind.
trotzdem sind 80 % der schüler mit den bedingungen des unterrichts zufrieden. einzige kritikpunkte sind ungenügend ausgestattete oder baufällige turnhallen, sportanlagen und unzureichende sanitäre anlagen.
drei viertel der sächsischen schüler haben in der woche mindestens drei schulstunden sport. 40 % der befragten schulen bieten zudem ausserunterrichtliche sportbezogene arbeitsgemeinschaften an. diese werden allerdings nur von 10 % der schüler wahrgenommen. um dem zunehmenden bewegungsmangel im alltag und den damit verbundenen gesundheitlichen folgeschäden vorzubeugen, ist die einhaltung der vorgegebenen sportstundenzahl besonders wichtig.
an 42 % der mittelschulen und gymnasien wird sportförderunterricht angeboten. "in anbetracht sinkender motorischer leistungen von schülern, findet der sportförderunterricht noch immer an zu wenigen schulen statt, obwohl sich das angebot im vergleich zur untersuchung von 2003 mehr als verdoppelt hat", sagt thomas borchert, wissenschaftlicher mitarbeiter der professur sportpädagogik/-didaktik und projektkoordinator.
in sachsen wurde im schuljahr 2004/05 ein neuer lehrplan für den sportunterricht eingeführt. sächsische sportlehrer sind mehrheitlich "sehr zufrieden" mit dem neuen lehrplan. lediglich 2,5 % gaben an, den neuen lehrplan noch nicht umzusetzen. als ursachen werden die unterrichtsroutine sowie persönliche interessen und erfahrungen der sportlehrer angegeben.
das zweite teilmodul der studie startet im dezember 2007. hier erfolgt eine analyse des zusammenhangs zwischen motorischer leistungfähigkeit und dem sozioökonomischen status der sächsischen schüler. das dritte und letzte teilmodul beginnt im zweiten quartal 2008. es wird die wirksamkeit von schulsport auf das individuelle gesundheitsbezogene bewegungs- und ernährungsverhalten von schülern untersuchen.
ende 2009 präsentiert das sächsische staatsministerium für kultus dann die gesamtergebnisse der studie.
in einem ersten schritt wurden befragungen der schüler der klassenstufen fünf, sieben und neun durchgeführt. an dieser befragung nahmen 1.102 schüler aus chemnitzer gymnasien und mittelschulen teil. zum anderen fand eine lehrerbefragung als vollerhebung aller sportlehrer in sachsen statt. "der rücklauf der lehrerbefragung liegt bei 58 %, wodurch die studie repräsentative ergebnisse für den gesamten freistaat liefert", berichtet prof. dr. albrecht hummel vom institut für sportwissenschaft der tu chemnitz.
die ergebnisse zeigen, dass mehr als 70 % der schüler mit dem sportunterricht zufrieden sind. etwa ein viertel vergibt sogar die note "sehr gut". dabei fällt auf, dass jungen den sportunterricht durchweg positiver beurteilen. insgesamt wird der unterricht als bewegungsreich und realiv anstrengend eingeschätzt.
aus sicht der schüler und lehrer werden im sportunterricht vor allem traditionelle sportarten, wie geräteturnen und leichtathletik, unterrichtet. dabei fehlen den schülern die sogenannten trendsportarten, wie inline-skating oder auch klettern. die lehrer erklären diese diskrepanz mit den fehlenden rahmenbedingungen. der sportunterricht findet hauptsächlich in der turnhalle oder auf dem sportplatz statt. da sind die möglichkeiten zur umsetzung von trendsportarten begrenzt. ausserdem weisen die lehrer darauf hin, dass schwimmhallen, freibäder, offenes gelände oder wintersportgebiete nur im rahmen von exkursionen oder projekten möglich sind.
trotzdem sind 80 % der schüler mit den bedingungen des unterrichts zufrieden. einzige kritikpunkte sind ungenügend ausgestattete oder baufällige turnhallen, sportanlagen und unzureichende sanitäre anlagen.
drei viertel der sächsischen schüler haben in der woche mindestens drei schulstunden sport. 40 % der befragten schulen bieten zudem ausserunterrichtliche sportbezogene arbeitsgemeinschaften an. diese werden allerdings nur von 10 % der schüler wahrgenommen. um dem zunehmenden bewegungsmangel im alltag und den damit verbundenen gesundheitlichen folgeschäden vorzubeugen, ist die einhaltung der vorgegebenen sportstundenzahl besonders wichtig.
an 42 % der mittelschulen und gymnasien wird sportförderunterricht angeboten. "in anbetracht sinkender motorischer leistungen von schülern, findet der sportförderunterricht noch immer an zu wenigen schulen statt, obwohl sich das angebot im vergleich zur untersuchung von 2003 mehr als verdoppelt hat", sagt thomas borchert, wissenschaftlicher mitarbeiter der professur sportpädagogik/-didaktik und projektkoordinator.
in sachsen wurde im schuljahr 2004/05 ein neuer lehrplan für den sportunterricht eingeführt. sächsische sportlehrer sind mehrheitlich "sehr zufrieden" mit dem neuen lehrplan. lediglich 2,5 % gaben an, den neuen lehrplan noch nicht umzusetzen. als ursachen werden die unterrichtsroutine sowie persönliche interessen und erfahrungen der sportlehrer angegeben.
das zweite teilmodul der studie startet im dezember 2007. hier erfolgt eine analyse des zusammenhangs zwischen motorischer leistungfähigkeit und dem sozioökonomischen status der sächsischen schüler. das dritte und letzte teilmodul beginnt im zweiten quartal 2008. es wird die wirksamkeit von schulsport auf das individuelle gesundheitsbezogene bewegungs- und ernährungsverhalten von schülern untersuchen.
ende 2009 präsentiert das sächsische staatsministerium für kultus dann die gesamtergebnisse der studie.
(foto: pixelio.de / gabi schoenemann)
veröffentlicht: Antje K. -- Donnerstag, 27. März 2008; 13:55:24 Uhr