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laut einer durch unicef veröffentlichten studie bietet deutschland seinen kindern nur mittelmäßige zukunftschancen. das kinderfreundlichste der 21 untersuchten industriestaaten ist die niederlande, gefolgt von schweden, dänemark und finnland. deutschland rangiert auf platz 11.
in der studie wurden sechs lebensbereiche, unter anderem die materielle situation der kinder, ihre gesundheit und bildung untersucht. aber auch die sozialen kontakte zu den eltern, zu gleichaltrigen kindern, deren lebensweise und die selbsteinschätzung von kindern und jugendlichen wurde beleuchtet. so entscheidet die wirtschaftleistung eine landes nicht automatisch über die siuation der kinder. zur bewertung wurden auch bereits vorhandene daten, wie beispielsweise die pisastudie, herangezogen.
"deutschland steht überhaupt nicht gut da", sagte die deutsche unicef-chefin heide simonis im bayerischen rundfunk. "alle reden von kinderfreundlicher politik. trotzdem soll eine bessere infrastruktur für kinder keine mehrkosten verursachen", so simonis. diese einstellung muss sich ändern, wenn man den kindern eine zukunft geben will.
der soziologe hans bertram von der humboldt-universität berlin, welcher eine vertiefende studie für deutschland erstellt hat, gibt zu bedenken, dass politik für kinder in deutschland meist nur mittel zum zweck ist. arbeitsmarktprobleme sollen so entschärft oder die rentenkassen gefüllt werden. ein politisches gesamtkonzept, damit kinder aus benachteiligten familien endlich eine faire chance erhielten, ist nicht erkennbar.
die regionalen unterschiede sind in deutschland sehr groß. so sind in den stadtstaaten hamburg, bremen und berlin die kinder besonders stark armutsgefährdet. insgesamt ist die situation im westen deutschlands besser als im osten und im süden besser als im norden.
claudia roth, grünen-bundesvorsitzende nannte das ergebnis der studie ein weiteres bedrohliches signal nach pisa. es sollte endlich ein rechtsanspruch auf einen kindergartenplatz ab dem ersten lebensjahr durchgesetzt werden.
die vollständige studie, die teilstudie zu deutschland sowie verschiedene infografiken finden sie hier.
"deutschland steht überhaupt nicht gut da", sagte die deutsche unicef-chefin heide simonis im bayerischen rundfunk. "alle reden von kinderfreundlicher politik. trotzdem soll eine bessere infrastruktur für kinder keine mehrkosten verursachen", so simonis. diese einstellung muss sich ändern, wenn man den kindern eine zukunft geben will.
der soziologe hans bertram von der humboldt-universität berlin, welcher eine vertiefende studie für deutschland erstellt hat, gibt zu bedenken, dass politik für kinder in deutschland meist nur mittel zum zweck ist. arbeitsmarktprobleme sollen so entschärft oder die rentenkassen gefüllt werden. ein politisches gesamtkonzept, damit kinder aus benachteiligten familien endlich eine faire chance erhielten, ist nicht erkennbar.
die regionalen unterschiede sind in deutschland sehr groß. so sind in den stadtstaaten hamburg, bremen und berlin die kinder besonders stark armutsgefährdet. insgesamt ist die situation im westen deutschlands besser als im osten und im süden besser als im norden.
claudia roth, grünen-bundesvorsitzende nannte das ergebnis der studie ein weiteres bedrohliches signal nach pisa. es sollte endlich ein rechtsanspruch auf einen kindergartenplatz ab dem ersten lebensjahr durchgesetzt werden.
die vollständige studie, die teilstudie zu deutschland sowie verschiedene infografiken finden sie hier.
veröffentlicht: Antje K. -- Sonntag, 15. April 2007; 14:49:32 Uhr
Kommentar von Antje K. am Montag, 19. Februar 2007; 18:05:31 Uhr
Kommentar zu deutschland ist für kinder nur mittelmaß
kommentar vom familiennetzwerk deutschland zur förderung von ganztagsschulenaus den zahlen der unicef studie geht eindeutig hervor, dass die länder mit den wenigsten ganztagsangeboten am besten da stünden. die aussage von frau simonis, dass ganztagsschulen notwendig und förderlich seien, lässt sich weder aus der unicef studie noch aus der vertiefungsstudie über deutschland ableiten.
das familiennetzwerk geht vielmehr davon aus, dass eltern mehr zeit benötigen, um ihren kindern als ansprechpartner zur verfügung stehen zu können. es wäre viel besser gewesen, wenn in besagter studie auch die betroffenen, die eltern und die kinder, befragt worden wären.