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familienministerin will kinderbetreuung stärker privatisieren Diesen Text vorlesen lassen

geschwisterum den zugesagten ausbau der betreuungsplätze realisieren zu können, will die familienministerin von der leyen die kinderbetreuung stärker privatisieren und gewinnorientierte betreiber zulassen.
 

nach information der "frankfurter rundschau" sei der zugesagte ausbau der kinderbetreuung nur zu schaffen, wenn künftig nicht nur gemeinnützige träger, sondern auch gewinnorientierte betreiber von kindertagesstätten und krippen zuschüsse erhalten.

der entwurf, welcher ende april vom kabinett verabschiedet werden soll, soll die bisherige auflage ausser kraft setzen, dass die träger der öffentlichen jugendhilfe gemeinnützige zwecke erfüllen müssen. in zukunft sollen die länder darüber entscheiden, ob auch gewerbliche betreiber staatlich geförderter kitas oder krippen betreiben dürfen.

kirchen, wohlfahrtsverbände, gewerkschaften und die linkspartei laufen bereits sturm gegen den entwurf für das neue kinderbetreuungsgesetz. sie befürchten einen "paradigmenwechsel" und ein "einfallstor" zur kommerzialisierung der jugendhilfe und die gefahr von möglichen mcdonalds- oder t-mobile-krippen.

auch die spd sieht die vorschläge von der leyens sehr kritisch. spd-fraktionsvorsitzende christel humme sagt, dass die pläne zu schweren "verwerfungen" in der gemeinnützigen trägerlandschaft führen würden. Weiterhin betonte sie gegenüber der "frankfurter rundschau", dass sie es nicht einsieht, "öffentliche steuergelder dahin zu geben, wo gewinn erzielt wird."

(foto: pixelio.de / torsten schröder)


veröffentlicht: Antje K. -- Mittwoch, 19. März 2008; 10:26:54 Uhr


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