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frauen in der it-branche auf dem vormarsch? Diesen Text vorlesen lassen

it-branche

wohl kaum. wieviele frauen kennen sie, die in der it-branche arbeiten? und wieviele davon sind über 30? sicherlich nur sehr wenige, denn die meisten frauen kehren der it-branche mit mitte 30 den rücken.

 

 

haben sie sich schon einmal gefragt, woran das liegen könnte? als hauptgründe geben die betroffenen frauen schwierige work-life-balance und frauenfeindliches klima an.

frauen sind in der it-branche mangelware. marktforscher gehen davon aus, dass nur maximal 15 prozent der it-arbeitskräfte weiblich sind. und spätestens wenn es zur familienplanung kommt, kehren sie der branche den rücken. für die meisten frauen mit familie ist das oftmals über 40 stunden liegende arbeitspensum mit der familie nicht mehr in einklang zu bringen. so entscheiden sie sich dann entweder für eine teilzeittätigkeit im unternehmen oder sie verlassen die branche. entscheiden sie sich für eine teilzeittätigkeit und verbleiben im unternehmen ist dies in der regel mit einem karriereverzicht verbunden. denn eine teilzeittätigkeit läßt sich nur in den seltensten fällen mit beruflichem weiterkommen und aufstieg im unternehmen vereinbaren.

in ihrer studie kamen silvia ann hewlett, gründerin des us-center for work-life policy in new york, carolyn buck luce und lisa j. servon zu dem ergebnis, dass die frauen die branche nicht nur auf grund der unvereinbarkeit von beruf und familie verliessen, sondern sich auch einem frauenfeindlichem klima gegenübergestellt sahen. so fanden sie heraus, dass  63 prozent der frauen bereits erfahrungen mit sexueller belästigung machen mussten. dies sei kein reines us-phänomen, sondern weltweit vertreten, so die forscherinnen.

dazu kommt dass sich die frauen in der it-branche isoliert fühlten, sie hätten keine weiblichen vorbilder und keine mentoren, die sie bei ihrer karriere unterstützen würden. ausserdem ist die it-branche eher dafür bekannt, dass sie sehr risikofreudig ist und frauen gehen lieber auf nummer sicher und stehen so oft hinter ihren männlichen kollegen zurück.

wie können nun aber sie als chef, weibliche fachkräfte auch während der familienplanung und darüber hinaus an sich binden und das abwandern hochqualifizierter weiblicher mitarbeiter verhindern?

die autoren einer us-studie empfehlen mentoren für die jungen frauen. "das ist das allheilmittel, denn es verhindert isolation und erlaubt es den frauen, ihre karriere zu planen. zudem schützt es sie vor dem schlimmsten ausprägungen von machoverhalten." wenn sie nur wenige erfahrene weibliche mentoren zur verfügung haben, können sie ruhig auch männliche mentoren wählen. eine weitere möglichkeit ist die nutzung von telepräsenz-tools oder die möglichkeit von virtuellen treffen zwischen mentoren und den jungen mitarbeiterinnen.



veröffentlicht: Antje K. -- Dienstag, 21. Oktober 2008; 14:17:33 Uhr


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