.

für frauen hängt der himmel voller geigen Diesen Text vorlesen lassen

gleichberechtigung - wasserwaage

glaubt man der deutschen-bank-studie mit dem titel "auf dem weg zu mehr gleichstellung" sieht die zukunft für frauen durchaus rosig aus.

 

 

im jahr 2020 verdienen sie mehr geld, sie besetzen spitzenjobs und bringen familie und beruf perfekt unter einen hut. und das beste: um das zu erreichen, müssen sie nicht viel tun. der prognose zufolge kommt der wandel fast von allein.

soweit zum jahr 2020, aber wie sieht es heute aus?

deutschland habe zwar "die chance, eine führungsrolle in der familienpolitik einzunehmen" aber "im jahr 2008 ist eine gleichgestellte gesellschaft ein entferntes, aber erreichbares ziel", heißt es in der studie. derzeit sind in deutschland 60 % der frauen berufstätig. bei den männern sind es 10 % mehr. aber nur 3 % der berufstätigen männer arbeiten nur weniger 20 stunden pro woche. bei den frauen sind es 20 %. im durchschnitt verdienen in vollzeit beschäftigte frauen 23 % weniger als ihre männlichen artgenossen. im bundestag sitzen doppelt soviele männliche wie weibliche abgeordnete. lediglich 11 % der spitzenmanager der 50 größten unternehmen der eu werden von frauen gestellt.

und trotzdem - frauen sind auf dem sprung.

 

sie ist selbständig geworden, die frau von  heute. sie ist unabhängig, zielstrebig und selbstbewusst. und kinder dürfen auch nicht zu kurz kommen. im auftrag der "brigitte" führten das wissenschaftszentrum berlin für sozialforschung und das sozialforschungsinstitut infas eine befragung unter mehr als 10.000 frauen zwischen 17 und 19 und zwischen 27 und 29 durch. frauen, welche sich gerde auf den weg machen in die ausbildung, das studium, den beruf, die aber auch vor der entscheidung stehen, ob sie eine familie gründen wollen, die karriere vorantreiben wollen oder beides miteinander kombinieren wollen.

frauen haben große ziele, sie wollen geld verdienen, legen wert auf eine gute ausbildung und finanzielle unabhängigkeit, wollen aber auch kinder bekommen. nur etwa 6 % der 17-19 jährigen befragten können sich vorstellen, später ausschließlich als hausfrau zu "arbeiten".

 

einstellungsmerkmal bei frauen sind die sogenannten weichen faktoren, wie teamfähigkeit, verantwortungsbewusstsein und konfliktfähigkeit. diese fähigkeiten besitzen frauen angeblich verstärkt und heben sich dadurch von den männern ab.

aber noch immer findet eine große mehrheit, dass männer im job schneller befördert werden, dass es typisch männlich ist, etwas zu riskieren, und dass viele frauen nicht nein sagen können. unterkriegen lassen sich die frauen von diesem status quo aber nicht, denn 62 % der befragten sehen es nur als eine frage der zeit, bis die frauen die männer im beruf überholt haben.

arbeitgeber müssen sich also auf die "neuen" frauen einstellen und ihnen eine balance zwischen arbeit und familie ermöglichen, sonst suchen sich die gut ausgebildeten frauen ganz schnell eine andere firma, die auf ihre wünsche eingeht. kernpunkte müssen dabei flexible arbeitszeiten, jobsharing und kinderbetreuung sein.

aber trotz unzähliger förderprogramme und absichtserklärungen dringen frauen nur selten in top-positionen vor. konservatives rollenverständnis, männlich dominierte führungsstrukturen, verkrustete unternehmenskulturen sind  mögliche ursachen dafür, dass in deutschen unternehmen frauen in führungspositione mangelware sind. dadurch werden große potentiale verschenkt. knapp die hälfte der personalverantwortlichen bewerten die maßnahmen deutscher firmen zur sicherstellung von entgeltgerechtigkeit lediglich als durchschnittlich.

heiner thorborg, personalberater aus frankfurt gründete im letzten jahr gemeinsam mit den wirtschaftsmedien "capital“ und "financial times deutschland“ die initiative "generation ceo“.  die initiative möchte frauen auf dem weg ins top-management fördern und das bewusstsein für bislang ungenutztes potenzial weiblicher führung schärfen. unterstützt wird thorborg dabei von sieben namhaften deutschen unternehmen. "die überwiegend männlich dominierten führungsstrukturen verstellen in vielen unternehmen den blick auf das bislang kaum genutzte potenzial weiblicher führungskräfte und gefährden so die eigene wettbewerbsfähigkeit. das wollen wir mit der initiative ‚generation ceo’ ändern“, so thorborg.

mehr zur "generation ceo" hier.



veröffentlicht: Antje K. -- Donnerstag, 14. August 2008; 15:29:57 Uhr


Kommentar zu für frauen hängt der himmel voller geigen?

Kommentar schreiben:






.

familienbrief abonnieren

E-Mail-Adresse eingeben:

Zugestellt von FeedBurner

Suche


hilfreiches & mehr


Login

Login




Registrierung.
. Passwort vergessen?
.
 
.

familienservice

.

familienservice