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business-baer

unternehmer in deutschland ist eine echte marktlücke. zumindest, wenn man studien glaubt. nachdem sind nur 9% aller deutschen selbstständig. in sachsen sind 12% der menschen selbstständig und unternehmerisch tätig.

 

warum kann sich aber nur jeder 5. deutsche vorstellen ein eigenes business zu gründen?

 

die chancen, welche sich aus einer geplanten selbstständigkeit ergeben, sind nicht größer als die risiken. immerhin heißt selbstständig - selbst und ständig - auch, wenn das hauptsächlich für die aufbau- und startphase des unternehmens gilt.

im rahmen einer untersuchung "zukunft selbstständigkeit" des entrepreneurship center der ludwig-maximilians-universität münchen und der direktvertriebsorganisation amway wurden 900 berufstätige in deutschland befragt. nach eigenen angaben können sich die meisten eine selbstständigkeit aus dem nebenerwerb vorstellen. ganze 80% hielten das für besonders lukrativ.

 

aber um wirklich loszugehen und zu gründen bedarf es dann doch noch mehr als nur einen nebenerwerb. rund 70% der befragten hielten es für viel zu riskant. der spruch "versuch macht klug" lockt hier niemanden hinter dem offen vor. die deutschen sind gegenüber den europäischen nachbarn gründungsmuffel und schlusslicht. die ostdeutschen liegen aber mit 23% gründungen weit vor den westdeutschen.

 

eine annahme ist, dass das gründungsvorhaben sowie der aufwand ins eigene geschäft einzusteigen extrem hoch und fast nicht unzusetzen sind. die rahmenbedingungen und fördermöglichkeiten werden ebenfalls als schlecht eingeschätzt - auch, wenn viele diese nur vom hören-sagen kennen. eine mehrzahl der menschen wünscht sich sicherheit in form eines angestellten beschäftigungsverhältnisses. leider bedenken die wenigsten, dass bei nur 9% unternehmern in deutschland auch nur ein bruchteil (sichere) beschäftigung anbietet.

 

eine nächste große herausforderung ist die blickrichtung mit der menschen auf die selbstständigkeit schauen. ist man bereits arbeitssuchend und hat wenig chancen sich zu qualifizieren, ist die schwelle zur eigenen gründung leichter zu überwinden als aus einem festen beschäftigungsverhältnis heraus. unverheiratete tun sich in der regel leichter als ein beschäftigter mit haus und familie. junge menschen gründen lieber als ältere und männer sind risikofreudiger als frauen, was sich in der niedrigen quote weiblicher führungskräfte widerspiegelt.

bis 29 jahre können viele sich den traum vom eigenem unternehmen gut vorstellen und verbinden damit eine freie und selbstbestimmte karriereplanung. aus dem stand gründen dennoch auch hier recht wenige. für frauen tritt aber ein anderes phänomen in kraft. sie können sich die bessere vereinbarkeit von beruf und familie am ehesten in der selbstständigkeit vorstellen.

mit blick auf die entwicklung der gesellschaft und den mangel an fachkräften fordern jetzt schon viele unternehmer und wirschaftsexperten, dass in der schulzeit die vorbereitung auf eine selbstständige tätigkeit intensiviert wird.




veröffentlicht: root -- Sonntag, 07. Februar 2010; 18:11:36 Uhr


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