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baby stillen

für mütter ist stillen ein ganz besonderes erlebnis. und für die babys ist es die beste art, sie während der ersten monate mit den wichtigsten nährstoffen zu versorgen.

 

 

das motto der diesjährigen weltstillwoche vom 29. september bis 5. oktober lautet "stillen fördern? goldrichtig". stillförderung findet auf vielen ebenen statt. stillende mütter erhalten in erster linie unterstützung durch die familie und durch freunde. stillen wird aber auch öffentlich durch das gesundheitssystem und die politik gefördert.

leider verhält sich die politik, obwohl nachgewiesen ist, dass stillen für babys die maßgeschneiderte ernährung ist, oft noch indifferent und unentschlossen. neuere forschungen zeigen sogar, dass kinder, welche als baby gestillt wurden, seltener unter diabetes, übergewicht und anderen zivilisationskrankheiten leiden. aus diesem grund empfiehlt die weltgesundheitsorganisation who eine stilldauer von sechs monaten. trotzdem ist die zahl der mütter, die ihre kinder über sechs monate ausschliesslich stillen zu gering.

zwar beginnen 91 prozent der mütter direkt nach der geburt, ihr baby zu stillen, aber bereits nach fünf tagen (nach der entlassung aus der entbindungsstation) sind es bereits nur noch 86 prozent. bis zum ende des vierten lebensmonats sinkt die zahl der stillenden mütter sogar auf 33 prozent und nach sechs monaten sind es nur noch 9,8 prozent.

der deutsche hebammenverband geht davon aus, dass die mehrzahl der mütter zwar gewillt ist zu stillen, aber aufgrund mangelnder begleitung und beratung und eventuell sogar falscher informationen vorschnell zu stillen aufhört. hier fordert der verband die unterstützung durch die politik und durch das gesundheitssystem.  ein anderer wichtiger faktor ist die mangelnde unterstützung stillender mütter am arbeitsplatz.

anläßlich der weltstillwoche fordert der bund deutscher hebammen:

 

  • die ständige beobachtung und aktualisierung der zahlen zum stillen
  • eine breit angelegte und kostenlose fortbildungsoffensive für alle gesundheitsberufe, die mit stillen in berührung kommen
  • werbekampagnen für die muttermilchernährung
  • die etablierung eines landesweiten netzes von frauenmilchbanken, um kindern, die nicht gestillt werden können, den zugang zu muttermilch zu ermöglichen
  • die konsequente, gesetzliche umsetzung des who kodex zur vermarktung von muttermilchersatzprodukten zum schutz des stillens


wie in jedem jahr bietet die aktionsgruppe babynahrung zum thema ein paket an. dieses enthält weitergehende hintergrundinformationen und materialien zur gestaltung eigener aktivitäten während der weltstillwoche.



veröffentlicht: Antje K. -- Freitag, 05. September 2008; 11:36:42 Uhr


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