.
da sich übergewichtige kinder vor vereinen oder sportclubs scheuen, ist es wichtig den sport dort an die kinder heran zutragen, wo die kinder jeden tag sind - in den schulen.
bereits seit zwei jahren führt das irsb in absprache mit den schuldirektoren und sportlehrern ergänzend zum sportunterricht an zwölf leipziger schulen ein projekt für außerunterrichtlichen schulsport durch. den teilnehmenden adipösen kindern macht die sportliche betätigung spass und erste ergebnisse sind schnell sichtbar. "unsere messungen von koordination und herz-kreislauf-leistung haben eine stabilisierung bei den kindern ergeben. die ausdauerleistung im sechs-minuten-lauf hat sich deutlich verbessert", so innenmoser.
erste ergebnisse des projekts werden auf dem kongress der therapie leipzig, der vom 8. bis 10. märz 2007 in leipzig stattfindet, von diplom-sportlehrerin katja warich vom irsb vorgestellt.
da die probleme meist schon bei der ernährung beginnen, wird begleitend ein kochkurs mit ernährungsberatung durch diätassistenten angeboten. um auch die eltern für dieses thema zu sensibilisieren wurden gemeinsam mit den eltern kleine sportfeste veranstaltet. für die meisten eltern war es ein aha-erlebnis zu sehen, zu welchen leistungen ihre kinder fähig waren und welche begeisterung sie für sportliche betätigung an den tag legten.
bereits ca. 15 % der kinder und jugendlichen bis 17 jahre sind übergewichtig und mit den einfachsten sportlichen aufgaben überfordert. eine komplette rumpfbeuge bis zum fußsohlenniveau schaffen nicht einmal mehr 43 % der untersuchten altersklasse.
"speziell stadtkinder bewegen sich zu wenig. es ist dringend notwendig, spätestens bei grundschülern die freude am sport zu fördern. denn in der pubertät ist es dafür meist zu spät", fordert professor dr. jürgen innenmoser, leiter des instituts für rehabilitationssport, sporttherapie und behindertensport der sportwissenschaftlichen fakultät an der universität leipzig (irsb).da sich übergewichtige kinder vor vereinen oder sportclubs scheuen, ist es wichtig den sport dort an die kinder heran zutragen, wo die kinder jeden tag sind - in den schulen.
bereits seit zwei jahren führt das irsb in absprache mit den schuldirektoren und sportlehrern ergänzend zum sportunterricht an zwölf leipziger schulen ein projekt für außerunterrichtlichen schulsport durch. den teilnehmenden adipösen kindern macht die sportliche betätigung spass und erste ergebnisse sind schnell sichtbar. "unsere messungen von koordination und herz-kreislauf-leistung haben eine stabilisierung bei den kindern ergeben. die ausdauerleistung im sechs-minuten-lauf hat sich deutlich verbessert", so innenmoser.
erste ergebnisse des projekts werden auf dem kongress der therapie leipzig, der vom 8. bis 10. märz 2007 in leipzig stattfindet, von diplom-sportlehrerin katja warich vom irsb vorgestellt.
da die probleme meist schon bei der ernährung beginnen, wird begleitend ein kochkurs mit ernährungsberatung durch diätassistenten angeboten. um auch die eltern für dieses thema zu sensibilisieren wurden gemeinsam mit den eltern kleine sportfeste veranstaltet. für die meisten eltern war es ein aha-erlebnis zu sehen, zu welchen leistungen ihre kinder fähig waren und welche begeisterung sie für sportliche betätigung an den tag legten.
veröffentlicht: Antje K. -- Sonntag, 15. April 2007; 18:28:51 Uhr
Kommentar von familienfreund jana am Montag, 09. Oktober 2006; 20:57:06 Uhr
Kommentar zu immer mehr kinder mit adipositas in unseren schulen
Was mir aufällt, ist das in der 1. Klasse noch 3 h Sport auf dem Plan standen. Und jetzt in der 2. sind es nur noch 2. Dafür gehen sie zwar jetzt schwimmen, aber muss das eine das andere ersetzen?Nein:
Man sollte die gesamte Entwicklung vom Kindergarten über die Schullaufbahn betrachten. Bewegung ist für die kleinsten von Geburt an natürlich und sie lernen selbstständig zu sein. Später im Kindergarten gibt es kaum ein Kind was nicht dem natürlichen Bewegungsdrang folgt. Auch ist der Ablauf im Kindergarten eher weniger festen "Sitzzeiten" wie in der Schule unterworfen.
Das sollte man bei der Planung von Ganztagsangeboten sowie im Schulalltag berücksichtigen. Immerhin habe ich das Gefühl, dass wir uns durch gesellschaftliche Zwänge, Doppel- und Dreifachbelastungen so fest in unseren Alltag integrieren, dass Bewegungslücken immer weniger werden und wir uns je älter wir werden immer öfter zwingen müssen. Der natürliche Bewegungsdrang reduziert sich kontinuierlich.
Dazu kommt Fehlernährung bzw. bei den Kids mangelt es schlicht an Aufklärung, Vorbildern und zusammenhängenden Erkenntnissen.
Man sollte gerade in Schulen das fortführen, was im Elternhaus und später in der Kindertagesstätte angefangen wurde, nämlich die Kinder fit zu machen fürs Leben und ihnen viel Raum zum Forschen und Experimentieren zu geben.
Über Unterrichtsfächer wie Ernährungsberatung in Kombination mit Bewegung und Biologie müssen wir da nicht wirklich nachdenken. Es kann sich in jedem Fall immer nur als "Unterrichtsfach" über ein begrenztes Zeitfenster mit dem Thema beschäftigt werden. Wer dann nicht aufnahmefähig ist lernt es nicht. Deshalb denke ich sollten sich diese Themen wie ein roter Faden durch den Schulalltag ziehen und auch zu Hause ergänzt werden.
Da aus Zeitgründen in den meisten Einrichtungen der Wunsch Vater des Gedankens ist, sollten sich Eltern, Lehrer, Betreuer und Erzieher sowie andere Bezugspersonen bemühen, zwischen allen Lernbereichen und Themen der Kinder Zusammenhänge herzustellen und diese nicht abstrakt abzubilden.
Ich glaube meine Tochter weiß gar nicht, dass es jedes Jahr einen neuen Stundenplan geben wird und noch viel weniger wird sie sich von selbst bemühen um mehr Sportstunden und Bewegungslücken zu kämpfen, wenn Ich oder Institution es nicht erklären, dass sich was geändert hat.
Sie passt sich der Umgebung an und wird in vorhandene feste Lernzeiten und Regeln gepresst. Sie gehört einer Gruppe im Alltag an und ordnet sich den Bedingungen unter. Das das von Schule zu Schule variiert ist klar und Regeln und Normen müssen auch sein - aber sie führen auch dazu, dass Sportstunden reduziert werden, und Institution und Elternhaus nicht kooperierieren und sich voneinander entfernen, und das Zeit über die Jahre ein so kostbares gut wird, dass wir jede Minute (selbst Nischen) konsequent verplanen müssen, um effektiv im Alltag zu bestehen.
Für mich ist der Weg zu "gesünderen Kindern" über die Kinder zu erreichen und das von Anfang an, in dem wir ihnen Zeit und Raum geben sich zu entwickeln und Zusammenhänge zu begreifen und zu erforschen und auch mal zu verweilen, zu probieren, zu recherchieren, zu vertiefen und zu lernen sich selbst zu helfen und immer wieder nachzufragen.
Und ich: werde mich bemühen meiner Tochter immer wieder Alternativen anzubieten, denn nicht ich spreche die Wahrheit, sondern sie muss ihre eigene Wahrheit finden.