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"Unter den gegebenen Umständen sollte Minister Bullerjahn die finanzpolitische Kleinmütigkeit überwinden und den Mut aufbringen, in moderne und zukunftorientierte frühkindliche Bildungsstrukturen investieren," sagte der GEW-Landeschef Thomas Lippmann. "Vor dem Hintergrund wachsender Bildungsungerechtigkeiten und den aktuell diffusen Diskussionen zum Umgang mit sozial auffälligen Kindern und Jugendlichen sei ein solcher Weg allemal besser, als später über harte Strafgesetze und höhere Kosten in der Jugendhilfe zu debattieren."
Von den ca. 118.000 Kindern in den Tageseinrichtungen können derzeit rund 53.000 (45 %) nur noch bis zum 5 Stunden täglich die Angebote nutzen, weil Eltern bzw. Elternteile nicht erwerbstätig sind. Zu Beginn des Jahres 2007 wurden in den Tageseinrichtungen nur etwa 37 % der Kinder länger als 7 Stunden betreut.
"Wir gehen davon aus, dass Investitionen in diesem Bereich sich auszahlen werden," erklärte der Landesvorsitzende. Die Praxis habe eindeutig gezeigt, dass Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten nicht teilbar sei. ie gesetzlichen Einschränkungen des geltenden Kinderförderungsgesetzes haben dazu geführt, dass viele Kinder nicht mehr die benötigte Förderung erhalten und damit mit erheblichen Defiziten in der Sozial- und Lernkompetenz die Schule beginnen. Inzwischen wird dies auch von vielen Kritikern einer ganztägigen Kindertagesbetreuung nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Deshalb müsse jetzt gegensteuert und Geld in die Hand genommen werden.
Um den Bedarf an Ganztagsbetreuungsplätzen sichern zu können, sind zusätzlich ca. 25 Mio. Euro jährlich notwendig. Die bereits im Haushalt 2008 geplanten Mittel sollten dann nach Auffassung der GEW ausschließlich für die Förderung von Fortbildungsangeboten bzw. in die Entlastung der pädagogischen Fachkräfte aufgewendet werden.
Quelle: Pressemitteilung GEW Sachsen-Anhalt
Im Zusammenhang mit der in den Koalitionsparteien geführten Diskussion zur Verwendung von Haushaltsüberschüssen hat die GEW Sachsen-Anhalts ihre Auffassung bekräftigt, dass es dringend notwendig sei, den ganztägigen Rechtsanspruch auf Bildung, Erziehung und Betreuung in Tageseinrichtungen für Kinder wieder herzustellen.
Sie unterstützt damit die Position der Sozialexperten der Landtagsfraktionen von SPD, CDU und LINKE, einen Teil der Überschüsse in die Finanzierung früher Bildungsangebote in Kindertageseinrichtungen fließen zu lassen."Unter den gegebenen Umständen sollte Minister Bullerjahn die finanzpolitische Kleinmütigkeit überwinden und den Mut aufbringen, in moderne und zukunftorientierte frühkindliche Bildungsstrukturen investieren," sagte der GEW-Landeschef Thomas Lippmann. "Vor dem Hintergrund wachsender Bildungsungerechtigkeiten und den aktuell diffusen Diskussionen zum Umgang mit sozial auffälligen Kindern und Jugendlichen sei ein solcher Weg allemal besser, als später über harte Strafgesetze und höhere Kosten in der Jugendhilfe zu debattieren."
Von den ca. 118.000 Kindern in den Tageseinrichtungen können derzeit rund 53.000 (45 %) nur noch bis zum 5 Stunden täglich die Angebote nutzen, weil Eltern bzw. Elternteile nicht erwerbstätig sind. Zu Beginn des Jahres 2007 wurden in den Tageseinrichtungen nur etwa 37 % der Kinder länger als 7 Stunden betreut.
"Wir gehen davon aus, dass Investitionen in diesem Bereich sich auszahlen werden," erklärte der Landesvorsitzende. Die Praxis habe eindeutig gezeigt, dass Bildungsarbeit in den Kindertagesstätten nicht teilbar sei. ie gesetzlichen Einschränkungen des geltenden Kinderförderungsgesetzes haben dazu geführt, dass viele Kinder nicht mehr die benötigte Förderung erhalten und damit mit erheblichen Defiziten in der Sozial- und Lernkompetenz die Schule beginnen. Inzwischen wird dies auch von vielen Kritikern einer ganztägigen Kindertagesbetreuung nicht mehr ernsthaft in Frage gestellt. Deshalb müsse jetzt gegensteuert und Geld in die Hand genommen werden.
Um den Bedarf an Ganztagsbetreuungsplätzen sichern zu können, sind zusätzlich ca. 25 Mio. Euro jährlich notwendig. Die bereits im Haushalt 2008 geplanten Mittel sollten dann nach Auffassung der GEW ausschließlich für die Förderung von Fortbildungsangeboten bzw. in die Entlastung der pädagogischen Fachkräfte aufgewendet werden.
Quelle: Pressemitteilung GEW Sachsen-Anhalt
veröffentlicht: Antje K. -- Mittwoch, 09. Januar 2008; 19:30:47 Uhr