mehr als die hälfte der deutschen unternehmen plant für die nächsten drei jahre höhere personalbudgets ein. die gründe für den stetig steigenden kostendruck sind vielfältig.
die mitarbeiter sind die wichtigste ressource eines unternehmens, aber auch gleichzeitg die kostenintensivste. ein kontinuierlicher kostendruck für die unternehmen entsteht vor allem durch die aktuellen forderungen nach mindestlöhnen bzw. lohnerhöhungen. zusätzliche kosten sind durch die älter werdende belegschaft und den fachkräftemangel bedingt. diese punkte zwingen die personalmanager zukünftig zu einem effizienteren umgang mit den kosten und verlangen die bereitschaft, auch stratgische aufgaben und dafür weniger verwaltungsaufgaben zu übernehmen.
lediglich 45 prozent der unternehmen versuchen kosten zu sparen, indem sie ihren personalabteilungen beispielsweise mehr raum für strategische aufgaben geben oder ihr personal sorgfältiger aussuchen und längerfristiger binden. so müssen sich die mitarbeiter der personalabteilung nicht ständig mit der suche und auswahl von neuen mitarbeitern beschäftigen und können sich anderen aufgabenbereichen widmen.
um effizient arbeiten zu können, sind moderne informationstechnologien dringend erforderlich. durch den einsatz von prognosetools können personalmanager beispielsweise eine sich abzeichnende mitarbeiterfluktuation erkennen. durch frühzeitige gespräche mit den mitarbeitern kann ein abwandern von top-arbeitskräften verhindert werden. das know-how bleibt im unternehmen und die kosten für die suche und die einarbeitung neuer fachkräfte entfallen.
eine weitere möglichkeit eines modernen personalkostenmanagements sind variable vergütungsmodelle. so geht der trend in den kommenden jahren zu bonuszahlungen. bonuszahlungen erhalten die mitarbeiter zusätzlich zum grundgehalt bei erreichen bestimmter vereinbarter leistungsziele. gleichzeitig nehmen auch unbare vergütungsformen zu.
auch eine verstärkte investition in die qualifizierung der mitarbeiter senkt auf lange sicht die kosten. an bedeutung gewinnen aber auch die einrichtung von zeitwertkonten, die übernahme der betrieblichen altersvorsorge und das stellen von firmenfahrzeugen.
veröffentlicht: Antje K. -- Montag, 15. September 2008; 12:17:50 Uhr