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kostenfreie bildung? Diesen Text vorlesen lassen

arbeitsmarktpolitik

bildung für alle und das möglichst von anfang an und kostenfrei - das sind wohl die 3 forderungen, welche politiker, eltern und fachkräfte immer wieder zu neuen szenarien und ideen verleiten. so ist nun

 

die forderung aufgetaucht, den wunsch nach kostenfreier bildung durch vermögen, erbschaften und höher besteuerte unternehmensgewinne zu finanzieren. zumindest, wenn es nach verdi-chef bsirske geht. vor dem hintergrund des rechtsanspruches auf einen krippenplatz bis zum jahr 2013 und dem wichtigen schwerpunkt, der auf der frühkindlichen bildung ruht, sieht der verdi-chef kaum eine andere möglichkeit dem drohenden erzieherschwund entgegenzuwirken.

 

leider findet der aspekt des fachkräftemangel in der erzieherbranche vermutlich viel zu spät und auf subjektive weise beachtung. denn gerade im osten deutschlands sind nach der wendezeit ein schwung kitas verschwunden und auch personal abgebaut worden. das gleiche wiederholte sich vor einigen jahren durch die einführung von zugangsbeschränkungen, z.b. in sachsen-anhalt. die erzieherbranche wird gekennzeichnet durch einen hohen frauenanteil und altersdurchschnitt. der monatliche bruttolohn einer vollzeitkraft liegt bei einer überdurchschnittlichen verantwortung und gesundheitlichen belastung bei ca. 2000 euro brutto. dazu kommt, dass nur noch 39% aller erzieher in vollzeit beschäftigt sind.

 

nun führt das mehr versteuern von unternehmensgewinnen und die damit geforderte lohnerhöhung kaum zu einem zuwachs an erziehern. denn das bildungssystem ist durch und durch subventioniert. mehr geld gibt's vom chef und damit vom träger der einrichtung. dieser wird beauftragt und finanziert durch den örtlichen träger der jugendhilfe - das jugendamt. dies finanziert sich aus landes- und bundesmitteln, welche letztlich aus steuereinnahmen bereitgestellt werden.

 

und trotzdem sind auch sie, liebe entscheider, aufgerufen ihre anforderungen an das bildungssystem neu zu formulieren. wie wäre es denn mal mit einer leistungsvereinbarung? also unterstützen sie doch die kindertagesstätte oder schule ihrer wahl mit geld aus ihrem unternehmensgewinn aber halten sie auch  vertraglich fest, welche kompetenzen der potentielle mitarbeiter (kind) haben muss, wenn es die bildungseinrichtung verlässt.

 

 

 

 

 



veröffentlicht: root -- Sonntag, 14. Dezember 2008; 22:53:26 Uhr


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