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stethoskopab april unterstützen in der modellregion um niesky und im mittleren erzgebirgskreis vier arzthelferinnen hausärzte bei hausbesuchen. dabei werden über videokonferenzen absprachen getroffen.

die modernen gemeindeschwestern dokumentieren ihre arbeit mit hilfe eines tablet-pc's. notizen sind so direkt auf dem Bildschirm möglich. Die kommunikation zwischen hausärzten, gemeindeschwestern und patienten wird über ein videokonferenz-system möglich sein.

sachsens gesundheitsministerin helma orosz weist darauf hin, dass es sich in sachsen bei den modellregionen, im unterschied zu den projekten in rügen oder im spreewald, um tatsächlich von unterversorgung bedrohte gebiete handelt. hausärzte sind hier im schnitt um die 60 jahre alt. würden diese wegfallen, würde der versorgungsgrad in diesen regionen auf unter 70 % fallen.

die schwestern werden ab mitte mai vor ort tätig sein. bis es soweit ist erhalten sie noch eine basisqualifizierung durch das institut für community medicine der uni greifswald. die schulungen werden über den europäischen sozialfond finanziert. bei dem projekt kommen arzthelferinnen zum einsatz, welche bereits mit den patienten, welche sie betreuen und mit den ärzten, mit denen sie zusammenarbeiten werden, vertraut sind.

"sachsen wird in den nächsten jahren vor einer großen herausforderung bei der sicherstellung der ärztlichen versorgung stehen. nicht nur die patienten werden im schnitt immer älter, auch viele ärzte gehen in den ruhestand", meinte orosz. "um dieser herausforderung zu begegnen, müssen wir alle möglichkeiten ausschöpfen."

veröffentlicht: Antje K. -- Sonntag, 15. April 2007; 13:47:27 Uhr


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