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Leipzig: Aktueller Fachplan Erziehungs- und Familienberatungsstellen liegt vor Diesen Text vorlesen lassen

Die Verwaltungsspitze bestätigte in ihrer heutigen Dienstberatung des Oberbürgermeisters den aktuellen Fachplan für Erziehungs- und Familienberatungsstellen.
 

Das Material ist die Fortschreibung des Teilfachplanes Beratungsangebote von 2001. Das Jugendamt hat ihn in einem kontinuierlichen Diskussionsprozess zwischen Verwaltung und freien Trägern fortgeschrieben. Im Ergebnis liegt jetzt ein Rahmenplan zur weiteren Absicherung qualitativer Beratungsangebote für Kinder, Jugendliche und deren Familien vor.


"Erziehungs- und Familienberatungsstellen sind Seismographen für Veränderungsprozesse in der Gesellschaft", kommentiert Bürgermeister Prof. Dr. Thomas Fabian. "Die Problemlagen für Familien sind in den letzten Jahren vielschichtiger und komplizierter geworden. Der Fachplan dokumentiert, wie in diesem Arbeitsfeld fachliche Standards weiter entwickelt wurden und wie die Zusammenarbeit mit anderen Hilfeangeboten, beispielsweise dem Allgemeinen Sozialdienst oder den Familiengerichten, noch besser gestaltet wurde."

Leipziger Familien wenden sich mit verschiedenen familiären Problemlagen immer häufiger an die Beratungsstellen. Seit 2001 verzeichnen sie eine Zunahme der Fälle um 34 Prozent. Waren es 1999 nur knapp zwei Prozent der unter 18-Jährigen, die in einer Erziehungs- und Familienberatungsstelle vorgestellt wurden, so sind es 2006 bereits mehr als sechs Prozent der unter 18-Jährigen.

Die meisten Beratungsfälle gab es 2006 mit rund einem Drittel in den Stadtbezirken West, Süd, Ost und Südwest. Prozentual zur Wohnbevölkerung ragt der Stadtbezirk West mit 9,6, gefolgt von Süd mit 8,0 und Ost mit 7,3 beendeten Fällen je 100 Kinder und Jugendliche heraus. Durchschnitt in Leipzig sind 6,3.

Drei von vier Kindern und Jugendlichen werden wegen Beziehungskonflikten in der Schule oder in der Familie vorgestellt. Einen erheblichen Anstieg gab es seit 2000 bei Beratungen in Trennungs- und Scheidungssituationen. Auch Rückstände in der altersgemäßen Entwicklung und Schulschwierigkeiten veranlassen zahlreiche Eltern, eine der Beratungsstellen aufzusuchen.

Mit den im Fachplan beschriebenen Angeboten der Erziehungs- und Familienberatungsstellen sichert die Stadt Leipzig einen wichtigen Bestandteil familienunterstützender Infrastruktur ab. Der Fachplan für Erziehungs- und Familienberatungsstellen wird nach Beratung in den entsprechenden Ausschüssen voraussichtlich in der November-Ratsversammlung verabschiedet.


(Dienstag, 30. Oktober 2007 / Dienstberatung des Oberbürgermeisters)



veröffentlicht: Antje K. -- Dienstag, 08. April 2008; 16:16:33 Uhr


Kommentar von Antje K. am Dienstag, 08. April 2008; 16:14:08 Uhr

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der fachplan über die arbeit der erziehungs- und familienberatungsstellen liegt jetzt vor.

der fachplan enthält zunächst die fachlichen anforderungen an die beratung, darauf aufbauend werden die tendenzen und schwerpunkte genannt. es folgt eine detaillierte angebotsbeschreibung sowie ein ausblick auf künftige beratungsangebote und aussagen zu allgemeinen tendenzen.

die 69-seitige broschüre ist gegen eine schutzgebühr von 8 euro im jugendamt, amtsleiterbereich / koordination, erhältlich.

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