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mit vertrauen aufwachsen Diesen Text vorlesen lassen

fachtag

nicht erst seit der einführung des bildungssplanes wissen eltern, pädagogen, erzieher, kindertagespflegepersonen und wissenschaftler, dass die bindung zwischen mutter/vater und kind im frühkindalter für ein ganzes leben wichtig ist, sondern diese bindung fördert auch die gehirnentwicklung.

 

beim "magdeburger tag der erziehung" stellten neurowissenschaftler und frühpädagogen diese erkenntnis noch einmal in den vordergrund. wenn die bindung zwischen den eltern und dem kleinkind sicher ist, sei das die beste grundlage sich auch im späteren leben auf vertrauensvolle bindungen einzulassen. "bindung bedeutet, dass das kind ein urvertrauen zu einer person aufbaut, die nicht austauschbar ist", erklärt fabienne becker-stoll vom staatsinstitut für frühpädagogik.

die bindung ist aber nur sicher, wenn sie frei von abhängigkeiten ist und ermöglicht es auch dann erst, dass sich das kind gut entwickelt und frei die welt entdeckt. mit den festen bindungpersonen im rückhalt entdeckt es sich eben viel leichter und unbeschwerter.

wird ein kind jedoch von der bindungsperson getrennt, ist der leidensdruck und der stress extrem hoch. studien haben gezeigt, dass die trennung von der mutter bei säuglingen zur regression und sogar zum tod führen kann", so becker-stoll. aber grundsätzlich kann auch ein wechsel der bindungsperson gut verkraftet werden, wenn man mit dem eintritt der neuen bindungsperson für stabilität sorgt. das ersetzt auf keinen fall die andere, führt aber, z.b. beim wechsel in eine pflegefamilie zu einem sorgfältigerem aussuchen. neuronal führt die trennung von der bindungsperson zu einer veränderten gehirnentwicklung. das kann sich u.a. später mit lern- und verhaltensstörungen äußern sowie psychischen krankheiten.

und zu guter letzt will bindung natürlich aufgebaut und gefestigt werden. klar ist, dass die beziehung zwischen eltern und kind davon lebt, dass mutter/vater auf die bedürfnisse des kindes reagieren. was die forscher empfehlen: jeder vater sollte 2 wochen nach der geburt uneingeschränkt zu hause verbringen können, um für mutter und kind da zu sein und beiden den rücken freizuhalten, um die bindung zueinander aufzubauen. weiterhin sollten die frischgebackenen eltern auch die paarbeziehung im auge behalten. denn nur, wenn es auch ihnen gut geht, sind sie auch gute eltern. "gezielte hilfe von außen und soziale netzwerke sind oft sehr hilfreich. denn jede geburt bedeutet maximale belastung und stress und bringt besonders in der großstadt die gefahr sozialer isolation", so becker-stoll.



veröffentlicht: root -- Montag, 20. April 2009; 22:13:29 Uhr


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