die anforderungen an fach- und führungskräfte aufgrund der sich ständig wachsenden globalisierung sind, teilweise aus eigener erfahrung, bekannt. gerade für paare oder menschen mit fürsorgepflichten stellt die große räumliche trennung von arbeits- und wohnort eine außerordentlich hohe belastung dar. in den meisten fällen ist dies sogar gar nicht möglich und die karriere steht einem familienleben (und anders herum) im "weg".
das bundesinstitut für bau-, stadt- und raumforschung hat sich dem phänomen multilokalität gewidmet und verschiedene publikationen veröffentlicht.
die auswirkungen der pendler und berufsnomaden auch auf die vereinbarkeit von beruf und familie wird zwar sehr stark auf berufstätige eltern eingeschränkt, aber ansatzpunkte finden sie als offener und weitsichtiger personalverantwortlicher auf jeden fall.
multilokales wohnen ist das schlagwort unter dem die flexibilisierten berufswelten betrachtet und die auswirkungen auf betriebs- und familienalltag, auf die wohnpraxis und die kommunal-, stadtentwicklung berücksichtigt werden (sollen). durch die intensive untersuchung und auseinandersetzung beginnen wir zu begreifen, das die wirkungsketten viel weiter glauben als wir am anfang annahmen.
studien weisen beispielsweise auf geschlechtstypische unterschiede hin: das so genannte shutteln ist für frauen eher ein großstädtisches phänomen, männer pendeln dagegen häufiger aus kleinen kommunen in arbeitsplatzzentren.
in den nächsten tagen wollen wir ihnen weitere kurze impulse zu diesem wichtigen thema liefern.
veröffentlicht: root -- Dienstag, 17. November 2009; 22:27:29 Uhr