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mütter bestimmen die schulbildung der kinder Diesen Text vorlesen lassen

seildas meinungsforschungsinstitut infratest hat im auftrag des los-verbundes eine repräsentative umfrage darüber durchgeführt, wer innerhalb einer familie letzten endes über die schulische bildung der kinder entscheidet.
 
mit der erhebung soll geklärt werden, wessen engagement in einer familie für die schulische bildung des kindes besonders wichtig ist und damit zu würdigen sei.

demnach treffen mütter wichtige schulische entscheidungen fünfmal häufiger als väter. die entscheidungsgewalt liegt nur in jeder 15. familie in den händen des vaters. damit liegen sie sogar noch hinter den eigenen kinden. denn diese dürfen in jeder 8. familie selbst in schulischen angelegenheiten bestimmen.

die rolle des vaters schätzen die beteiligten sehr unterschiedlich ein. sowohl männer und frauen geben an, die entscheidungen gemeinsam zu treffen. dabei überschätzen männer ihren einfluss deutlich. 12 % der befragten männer, aber nur 2 % der befragten frauen, gaben an, dass die schulische bildung des kindes maßgeblich eine angelegenheit des vaters sei.

große unterschiede konnten auch zwischen ost- und westdeutschen familien nachgewiesen werden. so haben westdeutsche väter in 8 % der familien mit schulpflichtigen kindern in bildungsfragen das sagen. in den neuen bundesländern sind dies mit 1 % deutlich weniger.

bei einer befragung von kinderlosen deutschen ergab sich ein ganz anderes bild. 70 % der befragten gaben an, dass bei familien mit kindern wichtige schulische angelegenheiten die eltern immer im konsens eintscheiden sollten. etwa 24 % würden die kinder mit in die entscheidung einbeziehen. knapp 15 % sind der meinung, dass die mutter das letzte wort haben sollte. dieses recht räumen nur 5 % der kinderlosen deutschen dem vater ein. auch hier wird dem kind mehr entscheidungsfreiheit zugedacht. 7 % der befragten würden die kinder entscheiden lassen.

auf die frage, ob die schulische bildung massgeblich eine angelegenheit des vaters sei, antworteten 7 % der männer, aber nur 4 % der frauen, dass der vater das letzte wort haben sollte.

warum ist das nun aber so? warum entscheidet letztendlich in den meisten fällen die mutter, in welchen kindergarten oder auf welche schule der spross geht?

vielleicht ist eine mögliche ursache, dass immer noch mehr frauen als männer elternzeit in anspruch nehmen und so von anfang an engeren kontakt zu anderen eltern, zu den erziehern im kindergarten und später zu den lehrern in der schule pflegen. aber über kurz oder lang werden auch väter verstärkt in elternzeit gehen. und vielleicht sieht es ja schon in 10 jahren so aus, dass väter bei schulischen entscheidungen das letzte wort haben werden. und für die kinder wäre es ja sowieso am besten, wenn sich beide eltern einig sind. ab einem gewissen alter der kinder sollte man über die einführung eines familienrates nachdenken, wo alle mitglieder ihre meinung sagen und gemeinsam entscheiden herbeigeführt werden.

wer entscheidet eigentlich bei ihnen? wieviel mitspracherecht haben ihre kinder?

(foto: pixelio.de / s. hofschlaeger)


veröffentlicht: Antje K. -- Donnerstag, 07. Februar 2008; 14:27:01 Uhr


Kommentar von familienfreund jana am Freitag, 08. Februar 2008; 06:54:49 Uhr

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Bei uns gibt es immer eine 50/50 Situation zwischen mir und meiner Tochter. Dann muss ich genau zuhören, was sie im Rahmen ihre Schulbesuches gern will und was nicht. Vertrauen ist da - immerhin ist sie jeden Tag viele Stunden in ihrer Schule und hat einen tieferen Einblick. Wenn es aber um grundlegende Entscheidungen ging wie einen Umzug/Schulwechsel würde ich aufgrund meiner Erfahrungen und vieler äußerer Faktoren meiner Stimme mehr Gewicht verleihen.

Letztlich kann ich nicht beurteilen, wie es wäre, wenn der Papa das mit entscheidet und, ob Man(n) und Frau sich immer einig seien müssen oder es fifty/fifty machen sollen.

Ja ich würde es für mich von meinem Partner erwarten. Die Frage ist nur, ob ich es dann (als Frau/Mutter) immer zulassen kann.

Ich sage mutig ja. Ich würde erwarten, dass er sich einmischt und beteiligt und immer sagt, was er denkt.

Das gilt auch für meine Tochter - ich muss sie nur zu Wort kommen und ausreden lassen und natürlich zuhören.



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