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am 4. september zeichnet bundespräsident horst köhler verdiente persönlichkeiten mit dem verdienstorden der bundesrepublik aus. mit dabei diesmal, rechtsanwältin martina buchschuster, mutter von vier kindern, davon eine tochter mit autistischer behinderung.
wenn schon die bunderegierung nicht entsprechend auf die rede des sonderberichterstatters vernon munoz auf dem weltlehrerkongress in berlin ( wir berichteten ) reagiert, so greift nun bundespräsident horst köhler dieses thema auf und zeichnet mit martina buchschuster eine frau aus, die sich für die schulische inklusion behinderte in regelschulen einsetzt. sie ist mitglied des vorstandes der landesarbeitsgemeinschaft gemeinsam leben - gemeinsam lernen
bayern und vertritt die bundesarbeitsgemeinschaft. "sie ist eine treibende kraft, wenn es darum geht, dem recht auf gemeinsame bildung von kindern mit und ohne behinderungen mit juristischen mitteln zum durchbruch zu verhelfen. fachlich hochkompetent ist sie in der lage auch juristischen laien unter den eltern in beratungen und fortbildungen schwierigste sachverhalte zu vermitteln. ihr ehrenamtliches engagement gründet auf den menschenrechten: dem recht auf bildung, auf informationelle selbstbestimmung, auf identität, auf teilhabe und selbstbestimmung, auf dem recht eines jeden kindes, kind unter kindern zu sein", so die bag gemeinsam leben - gemeinsam lernen.
die tochter durfte diesen weg beschreiten, sie besuchte den kindergarten des heimatortes und lernt jetzt gemeinsam mit anderen kindern des heimatortes in einer regelschule. dies zu erreichen, war nicht einfach, aber das zusammensein mit den freunden aus dem kindergarten stärkt das selbstbewusstsein und zeigt den kindern schon frühzeitig, dass es normal ist, verschieden zu sein.
der bag gemeinsam leben - gemeinsam lernen freut sich über die ehrung seines vorstandsmitgliedes und sieht darin ein zeichen, dass "dass es nicht nur um einzelne kinder mit behinderungen geht, sondern um eine bessere, demokratische und integrationsfähige schule für alle kinder."
in europa ist deutschland leider immer noch trauriges schlusslicht, was die inklusion in regelschulen anbelangt. nur 14 % der schüler mit behinderungen erhalten die möglichkeit, an regelschulen zu lernen.
"wir müssen das system der sonderschulen überwinden. es geht nicht darum, hier und da einen förderlehrer mehr einzustellen. wir müssen dieses system konsequent umbauen: fähigkeiten erkennen und fördern muss die aufgabe lauten. dabei müssen wir sowohl mit den betroffenen schülerinnen und schülern, als auch mit den lehrerinnen und lehrern so behutsam wie möglich umgehen", so der behindertenpolitischen sprechers der linksfraktion, ilja seifert. "das system und die struktur der regelschule müssen wir mit energie, mut und phantasie dazu bringen, die individuellen fähigkeiten jedes einzelnen kindes wirklich zu erkennen und zu fördern. dass so ein umbau nicht von heute auf morgen geht, ist klar. aber wir müssen endlich damit anfangen. wer sich in die tasche lügt, betrügt: opfer sind in erster linie diejenigen kinder und jugendlichen, die sich am wenigsten wehren können."
bayern und vertritt die bundesarbeitsgemeinschaft. "sie ist eine treibende kraft, wenn es darum geht, dem recht auf gemeinsame bildung von kindern mit und ohne behinderungen mit juristischen mitteln zum durchbruch zu verhelfen. fachlich hochkompetent ist sie in der lage auch juristischen laien unter den eltern in beratungen und fortbildungen schwierigste sachverhalte zu vermitteln. ihr ehrenamtliches engagement gründet auf den menschenrechten: dem recht auf bildung, auf informationelle selbstbestimmung, auf identität, auf teilhabe und selbstbestimmung, auf dem recht eines jeden kindes, kind unter kindern zu sein", so die bag gemeinsam leben - gemeinsam lernen.
die tochter durfte diesen weg beschreiten, sie besuchte den kindergarten des heimatortes und lernt jetzt gemeinsam mit anderen kindern des heimatortes in einer regelschule. dies zu erreichen, war nicht einfach, aber das zusammensein mit den freunden aus dem kindergarten stärkt das selbstbewusstsein und zeigt den kindern schon frühzeitig, dass es normal ist, verschieden zu sein.
der bag gemeinsam leben - gemeinsam lernen freut sich über die ehrung seines vorstandsmitgliedes und sieht darin ein zeichen, dass "dass es nicht nur um einzelne kinder mit behinderungen geht, sondern um eine bessere, demokratische und integrationsfähige schule für alle kinder."
in europa ist deutschland leider immer noch trauriges schlusslicht, was die inklusion in regelschulen anbelangt. nur 14 % der schüler mit behinderungen erhalten die möglichkeit, an regelschulen zu lernen.
"wir müssen das system der sonderschulen überwinden. es geht nicht darum, hier und da einen förderlehrer mehr einzustellen. wir müssen dieses system konsequent umbauen: fähigkeiten erkennen und fördern muss die aufgabe lauten. dabei müssen wir sowohl mit den betroffenen schülerinnen und schülern, als auch mit den lehrerinnen und lehrern so behutsam wie möglich umgehen", so der behindertenpolitischen sprechers der linksfraktion, ilja seifert. "das system und die struktur der regelschule müssen wir mit energie, mut und phantasie dazu bringen, die individuellen fähigkeiten jedes einzelnen kindes wirklich zu erkennen und zu fördern. dass so ein umbau nicht von heute auf morgen geht, ist klar. aber wir müssen endlich damit anfangen. wer sich in die tasche lügt, betrügt: opfer sind in erster linie diejenigen kinder und jugendlichen, die sich am wenigsten wehren können."
veröffentlicht: Antje K. -- Freitag, 27. Juli 2007; 17:00:00 Uhr