Das Programm „Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie – gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus“ wird fortgeschrieben – und Leipzig ist mit seinem Lokalen Aktionsplan (LAP) auch 2009 dabei.
Der Begleitausschuss beschloss für die Fortschreibung neue Schwerpunkte:
Um die Öffentlichkeitsarbeit zu intensivieren soll ein Konzept erarbeitet und umgesetzt werden. Für die Projektträger sollen zur Umsetzung Konsultationsmöglichkeiten eingerichtet und öffentlichkeitswirksame Personen als Mentoren gewonnen werden.
Einen zweiten Schwerpunkt stellt die Ausweitung der Projekte in den Bereich Sport dar. Themen des Lokalen Aktionsplanes sollen an Sportvereine herantragen werden, die es in ihrem Rahmen aufgreifen können. Ein Mittel, um im Sportbereich Werte wie Toleranz und Zivilcourage zu vermitteln, wäre zum Beispiel die Bandenwerbung. Ziel ist es, mindestens ein Projekt von oder mit Leipziger Sportvereinen umzusetzen.
Um die Themen Vielfalt, Toleranz und Demokratie nachhaltig zu verankern, soll in intensiver Zusammenarbeit der Stadt mit den Trägern eine weiterführende Konzeption für eine kommunale Strategie für Demokratie und gegen rechtsextremistische Erscheinungsformen entwickelt werden.
Aktionsfonds
Im Rahmen des Lokalen Aktionsplans Leipzig (LAP) besteht noch bis zum 31. Dezember die Möglichkeit, sich um Fördermittel aus dem Aktionsfonds zu bewerben. Insgesamt stehen über diesen neuen, in Trägerschaft des Vereins nato e. V. verwalteten, Aktionsfonds noch rund 8 000 Euro zur Verfügung.
Förderfähig sind Vorhaben oder Projekte von Bürgerinitiativen oder Vereinen in Leipzig, die sich mit rechtsextremistischen, fremdenfeindlichen oder antisemitischen Tendenzen vor Ort auseinandersetzen und ihnen begegnen möchten. Die maximale Förderhöhe für einzelne Maßnahmen ist auf 1000 Euro begrenzt.
Der Aktionsfonds ermöglicht es, flexibel auf aktuelle Entwicklungen reagieren. Es lassen sich damit vor allem im Rahmen des LAP bisher nicht förderfähige Bürgerinitiativen oder Netzwerke in ihrem wichtigen Engagement auf Stadtteilebene unterstützen. Im Zentrum steht dabei die Finanzierung kleinerer Aktivitäten.
Bisher wurden die Projekte "Ballarbeit" durch Roter Stern Leipzig`99 e.V., "Hörspieltag" durch die Bürgerinitiative Reudnitz, die Veranstaltung "Nazizeichen und Codes" durch die Bürgerinitiative Großzschocher, das Filmprojekt "Gegen Rechts" durch den Verein "Haus der Demokratie", die Veranstaltung "Rechtsextremismus heute" durch die Bürgerinitiative Großzschocher, die Veranstaltung „Die Entdeckung des Fremden“ durch Eine Welt e.V. und eine Aktion zur Reichspogromnacht durch BdA e.V. gefördert.
Interessierte können sich an Falk Elstermann vom naTo e. V. unter der Telefonnummer 0341 3014397 oder per Email an falk@nato-leipzig.de wenden.
Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Lokalen Aktionsplans unter www.aktionsplan-leipzig.de abrufbar.
quelle: stadt leipzig
veröffentlicht: Antje K. -- Dienstag, 28. Oktober 2008; 14:54:53 Uhr